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Fable 2
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Fable 2 - Die Rückkehr nach Albion

20.10.2008 / 00:00 Uhr / Marc Friedrichs

"Fable" war auf der guten alten Xbox wohl das beste - auf jeden Fall aber das beliebteste - Rollenspiel, das es gab. Als Peter Molyneux vor einiger Zeit dann den Nachfolger für die Xbox 360 ankündigte, war die Freude unter den Spielern natürlich groß. Vor allem, weil die Welt in "Fable 2" nicht nur schöner und größer werden sollte, sondern auch das Spielerlebnis alles bisher da gewesene übertrumpfen sollte. Haben die Entwickler von Lionhead Wort gehalten? Erfahrt das und alles andere in unserem Testbericht!

Ein Vogel sitzt auf seinem Baum und zwitschert fröhlich vor sich hin. Er macht sich auf, fliegt über die traumhaft schöne Welt von Albion und steuert direkt auf Bowerstone zu, der Stadt, die die Spieler schon aus dem ersten Teil kennen gelernt haben. Dort treffen wir nach dem hübschen Intro auch gleich auf den noch jungen Helden von "Fable 2". Zusammen mit seiner Schwester lebt er in ärmlichen Verhältnissen und träumt von einem besseren Leben. Plötzlich taucht ein fahrender Händler im Viertel auf und bietet allerlei Ramsch und Trödel an. Darunter auch eine angeblich magische Spieluhr, die einem jeden Wunsch erfüllen soll. Unser Duo besorgt sich durch erste Aufgaben ein paar Goldmünzen und kauft sich die verzauberte Spieluhr - in der Hoffnung schon bald ein schönes Leben im Schloss am Rande der Stadt führen zu können. So beginnt dann auch gleich das große Abenteuer, von dem wir hier natürlich nichts verraten wollen. Schließlich sollt ihr die Welt von Albion noch selber erkunden.

"Fable 2" unterscheidet sich vom Vorgänger schon in der Tatsache, dass diesmal nicht nur zwischen Gut und Böse unterschieden wird. Das macht sich schon gleich am Anfang bemerkbar, wenn man auf der Suche nach den ersten Goldstücken für die Spieluhr ist. Z.B. sollt ihr einem Trinker eine verloren gegangene Flasche Alkohol wieder beschaffen. Habt ihr diese gefunden, könnt ihr diese eurem Auftraggeber zurückgeben. Eigentlich eine gute Tat. Doch es gibt da auch eine Frau, die euch ebenfalls ein Goldstück anbietet, wenn ihr dieser die Flasche übergebt. Schließlich wollte der Trinker schon lange seiner Sucht abschwören. Was ist also nun wirklich die gute Tat? Ist es wirklich böse, der Frau die Flasche zu überlassen und dem Trinker einen erneuten Kater zu ersparen?

Insofern ist es nur richtig, dass das Gesinnungssystem von "Gut" und "Böse" um vier weitere Kategorien erweitert wurde. So wird jede eurer Handlungen, die ihr in Albion vollführt, auch in den Bereichen "Freundlichkeit", "Grausamkeit", "Reinheit" und "Verdorbenheit" eingestuft, wodurch sich der Charakter nach und nach zu einer bestimmten Person entwickelt. Dadurch sollte man die Taten seines Helden dann auch ordentlich überdenken, denn je nachdem wie man sich verhält, so verändert sich die Welt in "Fable 2" bzw. die Meinung deren Bewohner über euch. Schön ist jetzt auf jeden Fall, dass das Aussehen nicht mehr unbedingt etwas über den Charakter des Helden verrät. Zwar gibt es weiterhin die Extreme wie z.B. Teufelshörner bei einer extrem böse eingestellten Spielfigur. Allerdings muss man nicht zwangsläufig diabolische Züge annehmen, wenn man sich auf die subtile Art dem Bösen hingibt, oder zum Schönling mit Heiligenschein werden, wenn man das Gute in Person ist.

Neu in "Fable 2" ist die Tatsache, dass man von Anfang an von einem Hund begleitet wird. Dieser ist nicht nur ein Spielgefährte, dem man Männchen und Stöckchenholen beibringen kann, sondern auch Ersatz für eine Karte. So macht sich der Vierbeiner z.B. bemerkbar, sobald man in die Nähe eines versteckten Schatzes kommt. Er bellt, wedelt wild mit dem Schwanz, wittert die Spur und fängt schließlich irgendwo dann wild zu buddeln an. So muss man selbst nur noch die Schaufel zücken und graben, bis man mit allerlei Dingen belohnt wird. Der Hund wird dabei komplett von der KI gesteuert und wurde so ins Spiel integriert, dass er wirklich ein hilfreicher Begleiter ist und nie das Spielgeschehen stört. Man kann sich zwar um das Geschöpf kümmern, mit ihm spielen und ihm Tricks beibringen, aber es ist auch ohne weiteres Möglich, ihn nahezu komplett zu ignorieren. Zumindest nahezu. Wenn man z.B. in eine dunkle Höhle gelangt, kann es schon einmal sein, dass man seinen Vierbeiner durch gutes Zureden ein wenig die Angst nehmen muss.

Ist der Hund bei Kämpfen anfangs eher passiv und stürzt er sich lediglich auf bereits am Boden liegende Gegner, kann man ihn auch eine offensivere Kampftechnik antrainieren. Dann greift er aktiv ins Geschehen ein und stürzt sich z.B. auf nahe Gegner, während ihr weiter entfernte Feinde mit einer Distanzwaffe bekämpft oder umgekehrt. Diese Verhaltensweise hat aber natürlich auch Nachteile, denn ein etwas aggressiver Hund neigt eher zu Verletzungen. Auch wenn dieser zwar nicht sterben kann, sollte man sich trotzdem um die Heilung kümmern, denn wenn man seinen besten Freund nicht die gebührende Pflege bietet, macht das bei den Bewohnern von Albion nicht den besten Eindruck. Aber wahrscheinlich wird es kaum ein Spieler übers Herz bringen, den Begleiter auf vier Pfoten hinter sich herhumpeln zu sehen.

Wie schon im Vorgänger wird man aber auch mit den sogenannten NPCs kommunizieren können. Jede Figur in "Fable 2" verfügt über eine eigene Statusanzeige, in der Vorlieben und Abneigungen dargestellt werden. Insofern kann man schnell sehen, mit welcher Person man sich mal einen Spaß erlauben darf, bei wem eher Vorsicht geboten ist und mit wem man auch eine nähere emotionale Bindung eingehen kann. Grundsätzlich sind aber alle Figuren beeinflussbar. Mit ein paar Tricks und Posen kann man schnell die Herzen der Menschen gewinnen. Diese sog. Emotes lassen sich im Spiel schnell und unkompliziert wählen. Entscheidet man sich für ein Emote, gibt es dann u. U. ein kleines Minispiel, welches den Erfolg der Handlung entscheidet.

Wählt man sich so z.B. den Partner seines Lebens aus, kann man heiraten und Kinder bekommen - vorausgesetzt man hat keine Angst vor ansteckenden Krankheiten und verzichtet auf Verhütung. Von da an ist man gewissermaßen für die Versorgung der Familie zuständig und sollte dem zuhause bleibenden Partner ein angemessenes Budget für die Ernährung zur Verfügung stellen. Je mehr Goldstücke man zur Verfügung stellt, desto zufriedener wird der Ehepartner und desto freudiger wird man später auch von seinen Kindern begrüßt, wenn man nach seinen Abenteuern nach Hause zurückkehrt. Kümmert man sich zu wenig um seine Familie, kann der Partner aber auch mit Scheidung drohen und im Ernstfall mit 50% des Hab und Gut davoneilen. Aber auch das kann man ignorieren, denn ein trennungswilliger Partner, der einen plötzlichen "Unfall" erleidet, kann auch nicht die Familienkasse mitgehen lassen.

Wie dem auch sei, sollte man aber immer für genügend Kleingeld sorgen. Und da Abenteurer nur selten mit Reichtum gesegnet sind, gibt es in Albion auch eine Menge Jobs, die man annehmen kann: Schmied, Holzfäller, Barkeeper, Handlanger und Attentäter. Je wie gut man seinen Job bzw. das Minispiel, das sich dahinter verbirgt, macht, desto höher steigt man in der jeweiligen Berufsklasse und verdient entsprechend mehr. Anstelle von Erfahrungspunkten zählt der erhaltene Lohn als Messinstrument für den Aufstieg und so muss man bspw. mindestens 80 Goldstücke als Schmiedelehrling verdienen, um die nächste Stufe zu erreichen.

Das Kampfsystem in "Fable 2" ähnelt dem vom Vorgänger und verzichtet auf langatmige Kämpfe. Stattdessen steht kurze Action im Vordergrund, an der auch Hack'n'Slay-Fans ihre Freude haben werden. Grundsätzlich ist bei den Fights immer nur ein Button notwändig: X für Nahkampf, Y für Distanzwaffen und B für Zaubersprüche. Dabei kann man frei wählen, ob man die Buttons mehrmals nacheinander drückt und somit kurze Angriffswellen startet oder ob man die Buttons gedrückt hält und die Power somit ein wenig auflädt. Hat man seine Feinde dann erledigt, kann man deren Erfahrungspunkte aufsammeln. Hat man davon ein paar zusammen, kann man diese wiederum in seine Stärken investieren und sich so nach und nach z.B. im Handling mit Fernwaffen verbessern oder neue Zaubersprüche "kaufen".

Technisch macht "Fable 2" eigentlich einen guten Eindruck, hat dabei aber auch die eine oder andere Macke. Die Welt von Albion ist wunderschön gestaltet und so groß und umfangreich, dass man tagelang in ihr herumspazieren kann, allein um sich die ganzen Details anzusehen. Vor allem die Städte und Charaktere glänzen dabei durch viele hübsche Details, die jedes Spielerherz höher schlagen lassen. Vor allem die eigene Spielfigur bietet optisch eine ganze Menge: Wie man sich im Spiel verhält, so ändert sich auch die Optik. Das Ganze betrifft dabei, wie oben schon erwähnt, aber nicht nur die Gesinnung. Isst man zur Heilung viele Süßigkeiten, wird man dicker, verliert man den einen oder anderen Kampf, bekommt man Narben und wenn man sich oft in Nahkämpfe stürzt, bildet sich der eine oder andere Muskel.

Verlässt man aber die Städte und streift durch die Lande, wird die Optik etwas trister. Nicht, dass es plötzlich weniger liebevoll gestaltet wäre. Jedoch scheinen hier und dort deutlich weniger Details platziert worden zu sein. Während dann die spektakulären Tag- und Nachtwechsel wiederum richtig beeindrucken, bietet die Framerate wieder einen Grund zum Meckern. Mit gerade 25 Bildern pro Sekunde läuft das Spiel ab, und gerade bei etwas actiongeladenen Kämpfen muss der Spieler mit dem einen oder anderen Ruckler bzw. Tearingeffekt leben. Positiv ist grundsätzlich wieder der Sound, der die märchenhafte Welt von "Fable 2" stimmig einfängt. Schade ist aber, dass man gerade außerhalb der Städte kaum mit Musik und Sounds unterhalten wird. In den Wäldern hätte man so z.B. ruhig die eine oder andere Vogelstimme platzieren können, um das Ganze etwas lebhafter zu gestalten.

Überzeugen kann dann wieder die deutsche Sprachausgabe, die anscheinend mit viel Liebe produziert wurde. Wirkliche Fehlbesetzungen bei der Synchronisation sucht man vergeblich, weshalb man keineswegs zu einer Importversion greifen muss, um die Atmosphäre im Spiel aufzusaugen und den Humor, der dem Spieler alle Nase lang geboten wird, zu genießen.

Als abschließendes Highlight bietet das Spiel aber noch einen Koop-Modus, in dem man zu zweit in Albion herumstreifen kann. Während Spieler 1 sein Abenteuer bestreitet, kann ein Zweiter zu jedem Zeitpunkt offline dem Spiel beitreten, in dem er sich einfach mit seinem Controller an der Xbox 360 anmeldet. Dieser kann dann einen vorgefertigten Charakter wählen oder seine eigene Figur ins Spiel nehmen - vorausgesetzt er besitzt einen eigenen Gamertag sowie einen eigenen Spielstand auf der gleichen Konsole.

Wenn man sich mit seinem "Fable 2" das erste mal mit Xbox Live verbindet, bekommt man allerdings sofort ein Update spendiert, mit dem man sich auch online zu zweit kooperativ austoben kann. Der Clou: Spielt man das Spiel, sieht man überall in der Welt von Albion kleine lila Punkte, die die Position von Spielern aus der Freundesliste, die ebenfalls gerade "Fable 2" spielen, anzeigen. In nur wenigen Sekunden kann man so andere Spieler zu einer Partie einladen oder selbst eingeladen werden.

Hat man so einen Spieler zu einer Partie eingeladen, erhält dieser den Status einen Handlangers. Der Gastgeber kann dann festlegen, wie viel Prozent des gewonnenen Goldes und der gewonnenen Erfahrung der Handlanger erhalten soll. Was dieser beim Koop-Spiel dann bekommt, kann er in seine eigene "Fable 2"-Partie übernehmen.


1 Fazit

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Alle News

01.10.2009 / Erste kostenlose Episode verfügbar 29.06.2009 / Für Goldmitglieder im Angebot 12.05.2009 / Neuer DLC verfügbar! 11.05.2009 / Ab morgen Blick in die Zukunft möglich 01.05.2009 / Nächstes Addon kommt Mitte Mai

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Kommentare

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Black Falcon360
Das Spiel ist DIE Enttäuschung überhaupt. Wenn das das beste Rollenspile sein soll das es gibt, dann sind wir arm dran. Ich glaub nach 2 Tagen war ich durch und dann ist NULL Motivation da noch irgendwelche in meinen Augen sowas von abwechslungsarmen Nebenquests zu machen. Die paar "Kleidungsstücke" sind echt so derb wenig das es fast lachhaft ist was Molyneux versprach....In meinen Augen ist ein Kauf rausgeschmissenes Geld, lieber nur ausleihen....

27.11.2008 / 14:17 Uhr / Black Falcon360

Patrick
Also ich bin jetzt auch 2 Tage an Fable 2 dran und muß sagen : Scheiße ist das Geil :) = Smile

27.10.2008 / 20:21 Uhr / Patrick

Jens
Wäre mir neu, dass ich jemals so einen "Blockbuster" wie Fable 2 hab testen dürfen oO

22.10.2008 / 17:14 Uhr / Jens

Marc
Nun, wenn ich dir erstklassige Spiele zur Verfügung stelle, die Tests aber nur zweitklassig gelesen werden, muss es ja an dir liegen... ^^

22.10.2008 / 17:04 Uhr / Marc

Jens
Soll das etwas heißen, dass meine Tests schlecht sind?!
Ich bin schockiert.....

21.10.2008 / 21:54 Uhr / Jens

Patrick
der marc hat hier doch eindeutig geschummelt :) = Smile

21.10.2008 / 15:18 Uhr / Patrick

Marc
Dann musst du halt bessere Tests schreiben... :D = D

21.10.2008 / 13:37 Uhr / Marc

Jens
So eine Klicks-Zahl bräuchten wir öfter xD

P.S Ich freu mich wahnsinnig auf das Spiel

20.10.2008 / 22:55 Uhr / Jens

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