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Neuer Staatsvertrag reguliert ab 2021 das Online-Glücksspiel

09.07.2020 / 10:57 Uhr / Xbox Aktuell Team

Online Glücksspiel und Sportwetten boomen auch in Deutschland. Selbst im Fernsehen und Radio läuft regelmäßig Werbung für bekannte und weniger bekannte Online Casinos. Was viele Menschen in Deutschland jedoch nicht wissen ist, dass das Online Glücksspiel sich rechtlich gesehen in Deutschland immer noch in der Grauzone bewegt. Verboten ist es nicht, explizit erlaubt jedoch ebenso nicht. Meistens haben die Online Casinos, die sich auch an Spieler und Nutzer aus Deutschland richten, ihren Sitz auf Malta und anderen Ländern. Einzige Ausnahme bilden Casinos mit einer Lizenz des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Bei diesen Online Casinos dürfen sich aber tatsächlich auch nur Spieler aus Schleswig-Holstein anmelden. Zudem endet diese Sonderregelung und der aktuelle Glücksspielstaatsvertrag. Im Frühjahr 2020 einigten sich die Bundesländer nun schlussendlich auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag. Dieser soll mit zahlreichen Regeln und Bestimmungen sowohl für Anbieter als auch für die Spieler und Nutzer für mehr Sicherheit sorgen.

Folgendes soll der neue Glücksspielstaatsvertrag regeln

Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag, der voraussichtlich zum 1. Juli 2021 in Kraft tritt, möchten Länder und Bund vor allem den Schutz der Spieler verbessern. Im Kern geht es hierbei vor allem um die Prävention von Spielsucht. Letztlich bringen die neuen Regeln also vor allem den Spielern, die unbedarft ihrem Hobby nachgehen und etwa im Online Casino Vulkanbet Automatenspiele spielen möchten, mehr Sicherheit. Zugleich profitieren aber auch die Anbieter selbst, die ihre Geschäfte auch in Deutschland endlich unter vorgegebenen und somit rechtssicheren Rahmenbedingungen führen können. Folgende Punkte sind, laut aktuellem Stand, im kommenden Staatsvertrag geregelt:

  • Spielerschutz durch Sperrdatei: Ein wichtiger Bestandteil des Staatsvertrags ist die sogenannte Sperrdatei. Hierbei handelt es sich um eine zentral organisierte Liste, welche Informationen zu allen Spielern sammelt. Durch die Datei soll es möglich sein, monatliche Limits zu überwachen, damit Spieler diese einhalten. Des Weiteren können sich Nutzer auch selbst in die Liste eintragen lassen. Dies kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn Spieler ein Problem mit Spielsucht haben. Ein Eintrag in die Sperrdatei sorgt dafür, dass sich die Spieler, zumindest bei Online Casinos mit entsprechender deutscher Lizenz, nicht mehr anmelden beziehungsweise nicht mehr in den deutschen Online Casinos spielen können. Ebenso steht den Casinos die Möglichkeit offen, ihrerseits auffällige Spieler in die Liste einzutragen. Gänzlich unumstritten ist die Sperrdatei, aufgrund von Datenschutzbestimmungen und im Sinne der Selbstbestimmtheit, jedoch nicht.
  • Einzahlungslimit: Schon jetzt können Spieler in vielen Casinos eigene Limits festlegen. Dies regeln andere Lizenzen, etwa die der Malta Gaming Authority (MGA) bereits ziemlich rigide. So müssen Spieler und Nutzer eines Online Casinos mit entsprechender Lizenz selbst eigene Limits festlegen können. Diese können sich beispielsweise auf die maximal möglichen wöchentlichen oder monatlichen Einzahlungen beziehen. Genau diese wirkungsvolle Mechanik mit Blick auf den Schutz der Spieler kommt auch im neuen Glücksspielstaatsvertrag vor. So soll der monatliche Einzahlungsbetrag in den Casinos auf 1.000 Euro begrenzt sein. Hierbei kommt aller Voraussicht nach auch die zuvor genannte Sperrdatei zum Zuge. Damit einhergehend teilt sich das Einzahlungslimit mutmaßlich auf alle Casinos auf, bei denen ein Nutzer angemeldet ist.
  • Vorübergehende Spielpausen und "Abkühlphasen": Ein weiterer Punkt, den viele Bundesländer in ihrem Entwurf für den neuen Staatsvertrag eingebracht haben, sind sogenannte Spielpausen. Spielt ein Spieler also bereits über einen längeren Zeitraum, könnte es sein, dass das Casino ihn hierauf zunächst hinweisen muss. Erzwungene Spielpausen beziehungsweise "Abkühlphasen" sind hierdurch denkbar.
  • Zentraler Account für alle Casinos: Um die oberen Punkte noch besser kontrollieren zu können, könnte die regulierende Behörde eventuell sogar zentrale Spieleraccounts verwalten. Dies würde bedeuten, dass Spieler aus Deutschland einen zentralen "Glücksspielaccount" eröffnen können. Mit diesem können sie sich dann jeweils beim gewünschten Casino registrieren. Inwieweit es dieser Eckpunkt aber tatsächlich in den Vertrag schafft, bleibt abzuwarten.
  • Einschränkungen beim Angebot: Vor allem bei Sportwetten sind Verbote und Einschränkungen zu erwarten. So schätzen Experten etwa das Suchtrisiko von Live-Wetten als vergleichsweise hoch ein und empfehlen dementsprechend, diese zumindest einzuschränken oder gar ganz zu verbieten. Allerdings gibt es hier auch noch keine sicheren Angaben, welche Regeln es am Ende tatsächlich in den Glücksspielstaatsvertrag schaffen.
  • Jugendschutz und Aufklärungspflichten: Selbstverständlich sind Casinos und Anbieter von Sportwetten dazu angehalten und verpflichtet, ihre Nutzer und Kunden über diverse Risiken des Glücksspiels aufzuklären. Auch hier geht es primär um die Prävention von Spielsucht. Des Weiteren gibt es, wie in anderen Bereichen des Geschäftslebens, strenge Jugendschutzregeln. Minderjährige sind von der Teilnahme an Glücksspielen demnach komplett ausgeschlossen und Casinos müssen durch Authentifizierung ihrer Kunden sicherstellen, dass nur volljährige Personen Zugang zu ihrem Angebot haben.

Viele weitere Punkte und regulierende Behörde mit Sitz in Sachsen-Anhalt

Neben diesen wichtigen Eckpunkten sind noch etliche weitere Regelungen zu erwarten. Etwa im Bereich des Datenschutzes, der IT-Sicherheit und der Geldwäscheprävention. Letztlich dienen die Regeln sowohl den Anbietern als auch den Nutzern/Spielern. Ganz ohne Kritik kommt der geplante neue Glücksspielstaatsvertrag verständlicherweise aber auch nicht weg. So kritisieren Experten etwa die zentrale Sperrdatei. Diese würde mehr einer Totalüberwachung und Bevormundung entsprechen. Hier gehe die "Fürsorge" des Staates zu weit.

Zu guter Letzt machen Regeln natürlich nur wenig Sinn, wenn niemand deren Einhaltung überwacht. Diversen Berichten zufolge könnte die gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, welche die Einhaltung der Regeln überwacht, ihren Sitz in Sachsen-Anhalt haben. Letztlich geht es hierbei natürlich auch um Arbeitsplätze. Immerhin benötigt die neue Behörde gleich mehrere hundert neue Mitarbeiter.

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