Stop Destroying Videogames - Bürgerinitiative scheitert vor Europäischer Kommission
von Marc Friedrichs
17.06.2026, 02:48 Uhr
Bereits vor zwei Jahren haben wir über die Bürgerinitiative "Stop Destroying Videogames" berichtet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das künstliche Deaktivieren von Videospielen verbieten zu lassen. Dafür hatte man EU-weit knapp 1,3 Millionen Unterschriften gesammelt.
Hintergrund ist die Tatsache, dass einige Studios immer wieder verkaufte Games deaktivieren, indem benötigte Server abgestellt werden. Ein prominentes Beispiel ist dabei "The Crew" von Ubisoft, welches auch für Käufer nach einer Zeit nicht mehr nutzbar war. Die Initiative forderte, Spiele als Kunst einzustufen und Studios zu verpflichten, mindestens einen abschließenden Patch anzubieten, damit nicht mehr supportete Spiele wenigstens noch offline gespielt werden können.
Nun hat die Europäische Kommission bekanntgegeben, dass man Hersteller von Videospielen nicht dazu verpflichten werde, Games nach dem Ende des Vertriebs weiterhin spielbar zu halten. Sie verweist darauf, dass bestehende Urheberrechts- und Verbraucherschutzregeln keine rechtliche Grundlage für eine solche Verpflichtung bieten würden.
Immerhin: Man wolle gemeinsam mit der Branche und Verbraucherorganisationen einen freiwilligen Verhaltenskodes für den sogenannten "End of Life"-Umgang mit Spielen erarbeiten.
Link: Stop Destroying Videogames
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