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Prince of Persia
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Prince of Persia - Geschichten aus 1001 Nacht

31.12.2008 / 15:14 Uhr / Marc Friedrichs

"Prince of Persia" ist eine von Ubisofts erfolgreichsten Serien. Nach dem Ur-Prinzen, der mittlerweile auch als Xbox Live Arcade Game seinen Auftritt hat, machte vor allem die Saga um "Sands of Time" von sich reden. Umso verwunderlich ist es, dass man das Franchise nun komplett umgekrempelt hat: Neue Storyline, neuer Prinz, neue Optik im Cel-Shading-Look und neue Gameplayschwerpunkte. Keine Frage, damit geht Ubisoft durchaus ein Risiko ein, schließlich stößt man so alten Fans womöglich vor den Kopf. Wir haben uns ins alte Persien aufgemacht und den Prinzen auf seinem neuen Abenteuer begleitet.

"Prince of Persia", nicht mehr und nicht weniger. Kein Untertitel. Lediglich der ursprüngliche Spielname begrüßt den Spieler. Damit wird klar: Die Reihe fängt wieder bei Null an. Aus der Thematik der letzten Teile ist die Luft raus, nun wollte man etwas komplett Neues machen. Zwar spielen akrobatische Einlagen und kurzweilige Kämpfe immer noch eine Hauptrolle, aber das Geschichte samt Hauptdarsteller ist ein komplett anderes.

Der Spieler schlüpft also in die Haut des "neuen" Prinzen. Mitten in der Wüste ist ihm sein mit Gold beladener Esel davongelaufen. Statt des Grautiers fällt ihm die durchaus hübsche Prinzessin Elika in die Arme und plötzlich findet man sich in einer klassischen Gut-gegen-Böse-Story wieder. Zwei Götter haben darin ursprünglich über das Land geherrscht: Ohrmazd und dessen dämonischer Bruder Ahriman. Letzterer hat vor Urzeiten versucht, die Welt mit Finsternis zu überziehen. Doch bevor er sein Werk vollenden konnte, wurde er von Ohrmazd in den Baum des Lebens eingesperrt. Da ein Baum natürlich nur ein bedingt gutes Gefängnis ist, kommt es, wie es kommen musste: Ahriman wird befreit und will sogleich sein altes Werk vollenden.

Kaum hat das Spiel begonnen, findet man sich auch gleich in einem Tutorial wieder. Und hier wird schnell klar, dass der Prinz eigentlich nicht die Hauptrolle spielt. Springen, klettern, kämpfen - alles was man bereits jetzt mit seinem Charakter anstellen kann, wird dieser auch bis zum Spielende beherrschen. Neue Fähigkeiten bekommt dagegen Elika von Mission zu Mission spendiert. Insofern wird auch die klassische Rollenverteilung ein wenig auf den Kopf gestellt: Während sich der Prinz noch als das starke Geschlecht sieht, ist im Grunde die Prinzessin diejenige, die Ahriman in seine Schranken weisen muss.

Die Steuerung an sich ist recht simpel, unterscheidet sich aber doch von den älteren Teilen der Reihe. Bevor sich alte Hasen also ins Abenteuer stürzen, sollte man sich schon mit den Tastenfunktionen vertraut machen, damit es im Spiel keine bösen Überraschungen gibt. Ansonsten bleibt das Gameplay der Serie treu: Man kann steile Wände hoch- und entlanglaufen, sich an Vorsprüngen und Stangen festhalten, sich an Säulen klammern und an ihnen hochklettern bzw. runterrutschen. Neu ist der Handschuh des Prinzen. Die daran befindlichen Krallen eignen sich nicht nur für den Nahkampf sondern auch für das Herunterrutschen an steilen Abhängen.

Apropos Nahkampf. Das Kampfsystem wurde in "Prince of Persia" komplett neu gestaltet. Die Fights finden wie in einer Arena statt: Entweder sorgt man dafür, dass sich der Energiebalken des Gegners leert oder man befördert ihn einfach aus der Kampfzone. Die Kämpfe sind dabei recht simpel gehalten: Man kann Blocken und im geeigneten Moment mit einer Akrobatik-, Handschuh- oder Schwertattacke angreifen. Diese Möglichkeiten lassen sich beliebig kombinieren, sodass einem diverse Kombos zur Verfügung stehen.

Wird man selber zu oft getroffen, gibt es eine kleine Sequenz, in der man schnell eine angezeigte Taste drücken muss. Schafft man dies, geht der Fight normal weiter. Schafft man dies nicht, ist aber noch lange nicht Schluss, denn sterben kann der Prinz im neuen Abenteuer nicht mehr. Kurz vor dem Ableben springt Elika ins Geschehen und rettet den Prinzen vor dem Exodus. Hierbei regeneriert sich die bereits verlorene Energie des Gegners allerdings wieder zum Teil.

So begibt man sich von Gebiet zu Gebiet - was auf Dauer allerdings ein klein wenig eintönig ist. Erst ist jeweils viel Akrobatik angesagt, dann kommt es irgendwann zum finalen Kampf gegen einen Boss-Gegner. Schlussendlich kann Elika das Gebiet befreien und die Umgebung vom mittlerweile tristen Grau in ein blühendes Paradies verwandeln. Da die Prinzessin durch diese Aktionen immer viel Energie verliert, gilt es anschließend im befriedeten Gebiet helle Leuchtkugeln aufzusammeln. Diese regenerieren Elikas Energie und spendieren ihr nach und nach neue Fertigkeiten, die man zum Bestehen der folgenden Szenarios benötigt.

Welches Gebiet man sich dabei wann vornimmt, bleibt größtenteils dem Spieler überlassen. Je nach der Anzahl gesammelter Lichtpunkte werden nach und nach weitere Szenarien freigeschaltet, wodurch das Spiel wenig linear verläuft. Gerade für Gelegenheitsspieler ist dabei sicherlich interessant, dass man nicht wirklich 100% aller Lichtelemente einsammeln muss. Dafür wird man zwar in Form von Gamerscores belohnt, ist aber im Gegensatz auch relativ aufwändig. Viele Lichtkugeln sind nämlich nicht ganz so leicht zu erreichen.

Insofern ist "Prince of Persia" etwas zugänglicher geworden. Gab es in früheren Teilen doch die einigen Frustmomente, so wurde jetzt auf eine etwas bessere Benutzerfreundlichkeit wert gelegt: Man kann wie bereits erwähnt dank Elika nicht sterben, zudem muss man nicht jedes Level von A bis Z abgrasen. Auch die Orientierung in der Spielwelt ist denkbar einfach gelöst. Hilft einem die Landkarte nicht weiter (zu bereits befriedeten Gebieten kann man sich z.B. per Knopfdruck teleportieren), schickt Elika auf Wunsch ein Licht aus, dass dem Spieler den Weg zum nächst ausgewählten Ziel zeigt.

Technisch macht "Prince of Persia" einen guten Eindruck, auch wenn man sich so mancher an die Cel-Shading-Optik vielleicht erst gewöhnen muss. Nach ein paar Spielminuten fühlt man sich dank schöner Umgebungsgrafiken und Charakterdetails aber wie in 1001 Nacht, die Welt ist liebevoll gestaltet und wird überzeugend dargestellt. Nahezu optimal ist auch der Sound: orientalische Melodien schmeicheln den Ohren und die Synchronisation weiß trotz einiger dummer Sprüche zu gefallen - auch dank der Stimme des Prinzen, die viele sicherlich als Synchronstimme des jüngst verstorbenen Heath Leadger erkennen werden.


1 Fazit

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Kommentare

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Master_leo_chief
Echt geiles Review.
Gefaellt mir gut.

31.12.2008 / 23:30 Uhr / Master_leo_chief

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