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Operation Flashpoint: Dragon Rising
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Operation Flashpoint: Dragon Rising - Realismus kontra Spielspaß?

13.10.2009 / 13:39 Uhr / Kevin Dylong

Und wieder schafft ein neuer Ego-Shooter den Weg in die Händler Regale. Wer aber sich aber bis zum Release von "Modern Warfare 2" die Zeit mit "Operation Flashpoint: Dragon Rising" vergnügen will, sollte Acht geben, denn mehr als die Perspektive haben diese beiden Games nicht gemeinsam. Wieviel Taktik in diesem Titel steckt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Man könnte meinen, dass sich die Fangemeinde für Taktikshooter heutzutage nicht sehr ausbreiten würde. Schließlich könnte man als Taktikfanatiker schnell den Überblick verlieren. Auf dem Spielemarkt wälzen sich die Arcade-Shooter aus und so manch einer denkt, dass das Genre "Tactical-Shooter" aufgelöst worden ist. Diesem Unfug hat Codemasters aber seit dem 9. Oktober ein Ende gesetzt. Denn der zweite Teil des berühmten Taktik-Shooter "Operation Flashpoint" lässt die Herzen der Fans immer höher schlagen. Eins vorweg, das Spiel basiert natürlich auf dem ersten Teil und wird als Sequel anerkannt. Was nicht heißen soll, dass man es ausschließlich auf die alten Fans abgesehen hat. Auch Neueinsteiger können ihren Spaß mit dem Spiel haben, jedoch liegt davor meistens ein harter und steiniger Weg.

Qualitativ hat Codemasters natürlich versucht, alle Mängel des ersten Teils auszubügeln und ein besseres und noch nicht dagewesenes Spielerlebnis an den Spieler zu bringen. Wer denkt, die Wartezeit von "Modern Warfare 2" mit "Dragon Rising" überbrücken zu können, liegt aber klipp und klar falsch. Die Action, die bei "Operation Flashpoint" geboten wird, kommt aus einem anderen Genre. Da man bei "Dragon Rising" eher versucht, den Feind in aller Ruhe und aus bestimmten Distanzen zu eliminieren, legt man bei "Modern Warfare 2" Wert auf actionreiche Spielsequenzen mit ramboartigen Waffenarsenal.

Die Kampagne ist bei "Operation Flashpoint: Dragon Rising" in verschiedenen Missionen unterteilt. In den ersten Missionen werden euch grundlegende Eigenschaften eueres Inventars erklärt. Ihr lernt immer schneller und ruhiger gegen Gegner vorzugehen, könnt aber auch die Artillerie bevorzugen und mit ein paar Tasten den Befehl für den Angriff freigeben. Im weiteren Kampagnenverlauf werden die Ziele immer anspruchsvoller und verlangen auch immer mehr das richtige Know-How. In Mission 3 müsst ihr z.B. zunächst an einen Punkt gelangen und von dort Stellung beziehen und euch einer Horde von Gegner stellen. Da die Munition immer knapper wird, müsst ihr auch euren Standpunkt oftmals verlassen und schnell Munitionskisten aufsuchen. Diese sind zwar nicht markiert, jedoch sollte man diese schnell auffinden, sonst steht man mit dem Kampfmesser da und weiß sich nicht weiterzuhelfen. Schwieriger wird es jedoch, wenn eure Kameraden getroffen worden sind und erste Hilfe vom Sanitäter brauchen. Sobald mehrere Soldaten eurer Seite ins Jenseits schwinden wird es für euch immer schwerer, die Angriffswellen zu überleben.

Ein zweiter wichtiges Aspekt in der Kampagne sind die Fahrzeuge. Jene, die beschädigt sind, lassen sich einfach durch drücken eines Knopfes wieder reparieren. Aber in "Operation Flashpoint" gibt es nicht nur Wagen, die euch das Transportieren von Mitgliedern ermöglichen, nein, auch Panzer und sogar Helikopter möchten ausprobiert werden. Die Steuerung lässt schnell erahnen, dass diese möglichst realitätsnah wirken soll. Das Lenken der Bodenfahrzeuge ist hier aber natürlich nicht das Problem, eher das gleiten mit dem Heli in der Luft. Aber wie gesagt: Übung macht den Meister. Nach einigen Flugstunden sollte auch dieses Problem aus der Welt geschaffen sein.

Das erste "Operation Flashpoint" wurde ausgezeichnet durch sein realitätsnahes Gameplay - und zwar in jeglicher Hinsicht. Sei es die Bewegungen mit der Waffe oder das Abfeuern eine Waffe. Der Trend wurde mit "Dragon Rising" natürlich fortgesetzt. Fans vom ersten Teil wären schließlich alles andere als erfreut, falls dieser Aspekt auch nur ansatzweise geändert werden würde, aber Neueinsteiger und Arcade-Shooter-Fans haben hier sicherlich so manches Problem. Wer sich z.B. an "Call of Duty 4" gewöhnt hat, wird den Einstieg in den realitätsnahen Taktik-Shooter nicht so leicht finden. Die Waffenphysik gleicht der realen, die Bewegungen ebenso. Was aber erstaunlich ist: selbst die Treffer der gegnerischen Seite werden nicht einfach durch Life Points angezeigt, nein der Köper wird in bestimmten Regionen unterteilt. Je nachdem wo man getroffen wurde, wird eine normale Fähigkeit zum Albtraum.

Das Laufen z.B. ist ein gutes Beispiel. Wer sich auf den Weg von Basis A nach Basis B macht, sollte die Sprintfunktion einsetzen. Dies ermöglicht euch viel schneller da zu sein, als wenn ihr im normalen Tempo vorangeht. Aber Vorsicht, seid ihr nämlich durch eine gegnerische Kugel am Bein verletzt worden, könnt ihr das Laufen vorab erst einmal vergessen. Euer Protagonist symbolisiert euch durch das Humpeln dass es ihm schlecht geht und er diese Strecke von A nach B nicht so leicht überwinden kann. Schlimmer wird es jedoch, wenn euch eine Kugel am Arm trifft. Das Zielen wird erschwert und eure Gegner können somit nicht mehr so einfach eliminiert werden. Aber was euch geschieht kann natürlich auch dem Gegner passieren. Doch was machen eure Kameraden im Falle eines Falles? Was passiert wenn ihr überall getroffen seid und euch auf dem Boden regt? Ein kurzer Knopf reicht aus, um den Sanitäter aus eurem Squad herbeizurufen. Dieser versucht euch dann mit dem Erste-Hilfe-Set zu heilen, jedenfalls so, dass ihr wieder auf den Beinen steht.

Die KI ist bei "Dragon Rising" nur in einer Hinsicht zu bemängeln. Eure Kameraden hören nicht blind auf eure Befehle, befolgen diese diese auch nur, wenn sie möglich sind oder Sinn ergeben. Andrerseits ist die KI der Gegner echt nervig. Oftmals werdet ihr in den Nacht-Missionen ohne weiteres erkannt. Ihr bemüht euch, den Gegnermassen auszuweichen, sodass ihr keine Kugeln verschwenden müsst. Aber diese sind so "schlau", man könnte meinen, sie hätten irgendwelche Spezialgeräte, die es ihnen ermöglicht, doppel so weit zu sehen wie man selbst. Dies erschwert euch immer wieder, gegnerischen Basen auszuweichen. Meistens müsst ihr immer mittendurch, sodass die Gefahr immer präsent ist, selbst verletzt zu werden und die Mission vom letzten Kontrollpunkt aus zu wiederholen. Kontrollpunkte sind i.d.R. sehr nützlich, denn sie ermöglichen bekanntlich, schnell die Mission nach einer Niederlage fortzuführen zu können. Bei "Operation Flashpoint: Dragon Rising" hingegen sind die Kontrollpunkte nervig. Meistens müsst ihr nach einem Tod viele Meter bzw. Kilometer hinlegen, um wieder die Mission fortzuführen. Da hätten sich die Macher etwas Besseres überlegen sollen.

Technisch gesehen ist "Operation Flashpoint: Dragon Rising" nicht unbedingt auf dem neusten Stand. Viele Grafik- und Texturfehler verursachen, dass die Stimmung des Spielers schnell wieder kippt. So kann es sein, dass Gebäude erst grafisch erstellt werden wenn man ein paar Meter vor ihnen steht. Und auch Popup-Fehler treten bei diesem Spiel recht oft auf, da hätten die Entwickler etwas mehr Arbeit investieren können. Ebenfalls kann man die sterilen und teils etwas leblosen Umgebungen bemängeln. Aber nicht falsch verstehen: "Dragon Rising" ist alles andere als hässlich. Effekte wie Explosionen oder die Weitansicht sind echt hübsch anzuschauen. Auch der Tag- und Nachtwechsel erfreut ebenso sowie die Vegetation und Raucheffekte. Die Tonspur ist ebenso Musik in den Gamerohren. Kombiniert man diese mit einer 5.1 Anlage scheint die technische Seite fast gerettet. Explosionen hören sich einfach bombastisch an und der Sound der verschiedenen Waffen kann sich auch hören lassen.


1 Fazit

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13.10.2009 / Der Taktik-Shooter im Test

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