Medienforscher - Videospiele nicht für Gewalt verantwortlich
19.03.2009, 11:08 Uhr | Autor: Marc | 2 Kommentare
Der Medienforscher Prof. Johannes Fromme von der Universität Magdeburg kritisiert gegenüber der dpa die vorschnelle Verurteilung von Videospielen, die erneut für Gewaltexzesse wie jüngst der Amoklauf in Winnenden verantwortlich gemacht werden.
"Die Wahrscheinlichkeit, dass ein 17-Jähriger ein Counter-Strike-Spiel oder Ähnliches auf dem Rechner hat, ist relativ hoch. Eigentlich ist das normal. Die Faszination von Videospielen hat etwas zu tun mit der Interaktivität, die neu ist und eine andere Erfahrung als beim Film ausmacht. Gerade Leute, die eher unauffällig und still sind, sich nichts trauen, haben da ein Feld – und das ist erstmal etwas Positives –, wo sie erleben, dass es Wirkung hat, was sie machen."
Pauschale Forderungen nach einem Verbot hält Fromme jedenfalls für unnötig und überzogen. Es sei vielmehr eine Frage der Medienkompetenz, dass jungen Menschen der richtige Umgang mit Spielen beigebracht würde. Entscheidend sei hier auch die Arbeit der Schulen, wo noch einiges im Argen liege.
Link: Heise online
| Danke Prof. Fromme, endlich mal jemand, der mir(uns) aus der Seele spricht. |
















