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Need for Speed: Carbon
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Need for Speed: Carbon - Tuning ohne Grenzen

10.01.2007 / 09:54 Uhr / Marc Friedrichs

Für die Xbox 360 gibt es schon viele Rennspiele. Man denke an Project Gotham Racing 3 oder Test Drive Unlimited. Beides sind aber Rennsimulationen, die über ein mehr oder weniger realistisches Fahrverhalten verfügen. Es gibt aber auch Rennspiele, die eher eine arcadelastige Steuerung besitzen. Darunter zählt die Need-for-Speed-Serie. Für die Xbox 360 gibt es bis jetzt nur einen Ableger dieser Serie namens Need for Speed: Most Wanted. Doch Ende 2006 erschien der neuste Teil der Serie: Need for Speed: Carbon.

Der Held kehrt zurück
Nach dem Einlegen der DVD bekommt man erst ein rasantes, hochqualitatives Intro zu Gesicht. Nach einer kurzen Ladephase und dem Auswählen des Speicherortes, gelangt man direkt ins Hauptmenü. Neben dem Karrieremodus enthält Need for Speed: Carbon auch einen Herausforderungsmodus, einen Onlinemodus und natürlich das bekannte "Quick Race". Die meisten Spieler werden wohl beim ersten Start direkt den Karrieremodus starten. Schon bekommt man wieder ein schönes Rendermovie zu sehen, welches wie in Need for Speed: Most Wanted eine Mischung aus echten Schauspielern und Rendergrafik ist.

Anschließend geht es schon mit der Story los. Diese knüpft an Most Wanted an. Der namenlose Held kehrt in seine Heimatstadt Palmont City zurück, aber sein Ruf ist alles andere als gut. Einige Crews haben es auf den Spieler abgesehen. Den Grund erfahrt ihr später im Laufe der Karriere. Die Story wird nach ein paar gewonnen Rennen über Zwischensequenzen erzählt. So erfahrt ihr, dass ein Rennen durch die Polizei gestört wurde. Alle Wagen sind außer Gefecht gesetzt, außer einem einzigen Fahrer. Und dieser Fahrer ist der Spieler. Und da beginnt schon das erste Rennen.

Jetzt geht's los!
Das erste Rennen kann man eigentlich nicht als Rennen bezeichnen, sondern eher als Flucht. Ihr werdet von einem Cop namens Cross verfolgt. Euer Auto ist - wie anfangs in Need for Speed: Most Wanted - ein BMW M3 GTR. Am Ende des Rennens baut ihr aber einen Crash und so ist der BMW kaputt und ihr seht ihn erstmal nicht wieder. Dann trefft ihr auf Nikki, die Ex-Freundin des Protagonisten. Sie lässt euch zwischen 3 Fahrzeugklassen entscheiden: Tuner, Exoten oder Muscle Car. Da diese Klassen alle über eine unterschiedliche Fahrphysik verfügen, sollte man genau entscheiden, welche man nimmt. Helfen kann euch bei eurer Entscheidung das kleine Testrennen. Die Tuner sind Wagen, die man im öffentlichen Straßenverkehr fast überall vorfinden kann und die Exoten sind dann schon die etwas teureren Wagen. Die Muscle Cars sind die allseits bekannten US-Wagen mit hoher PS-Zahl. Die Entscheidung liegt beim Spieler, aber gewinnen kann man mit jeder Klasse.

Nach der Wahl der Klasse und des Wagens macht ihr mit Nikki und Neville eine kleine Tour und ihr lernt die Benutzung der Crew. Und dann bestreitet ihr euer erstes Rennen. Weg von der pixeligen Grafik und der nervigen Ruckler der damals erscheinenden Demo, ist Need for Speed: Carbon eine flüssig spielbare Grafikpracht geworden. Sicherlich ist es nicht so eine Augenweide wie Project Gotham Racing 3, aber dennoch ist Carbon ein Spiel mit einer Grafik die schon der Next-Generation würdig ist. Ich selbst wollte das vorher auch nicht glauben, da mich die Demo sehr abgeschreckt hatte. Aber nun ist die Grafik so, wie sie angekündigt wurde, und das Spielgeschehen ist um einiges flüssiger als in der Demo.

Erobere die Stadt
Nach ein paar gewonnenen Rennen bekommt ihr die Weltkarte zu Gesicht. Die Stadt besteht aus 4 großen Gebieten und jedes Gebiet ist in jeweils 7 Abschnitte geteilt. In jedem Abschnitt sind mehrere Herausforderungen vorzufinden, von denen es mindestens die Hälfte zu gewinnen gilt. Dann habt ihr das Gebiet erobert und ihr schaltet Tuningteile oder Wagen frei. Manchmal erscheint nach einer Eroberung ein kleines Video, in dem sich der Boss des Gebietes bei euch persönlich meldet und euch die eine oder andere Warnung gibt.

Habt ihr schließlich von einem Gebiet alle Abschnitte erobert, bekommt ihr eine SMS von dem Boss der gegnerischen vorherrschenden Crew. Nach dem schließen dieses Fensters ist auf der Weltkarte ein neues Rennen verfügbar: Ein Boss-Rennen. In diesem müsst ihr gegen den Boss erst ein Rundenrennen fahren und anschließend ein Canyon-Duell. Ein Canyon-Duell besteht aus 2 Phasen. Einmal müsst ihr den Gegner verfolgen und in der nächsten Phase verfolgt der Gegner euch. In der ersten Phase gilt es, so nah wie möglich am Gegner zu fahren. So bekommt ihr Punkte. Wenn ihr zu langsam seit, gewinnt der Gegner vorzeitig das Rennen, aber wenn ihr ihn überholt, gewinnt ihr das komplette Rennen. In der zweiten Phase müsst ihr versuchen, den Gegner abzuhängen, indem ihr so schnell wie möglich durch die Kurven rast. Aber ihr müsst vorsichtig sein, denn die gelb-schwarz markierten Leitplanken sind alles andere als fest. Wenn ihr mit hoher Geschwindigkeit gegen solch eine Planke rast, leitet sie euch nicht weiter sondern ihr kracht mitten durch und fallt in die Tiefe. Sowas sollte euch nicht passieren, da ihr durch solch einen Unfall das Rennen verliert.

Der Spieler und seine Crew
Wenn ihr den Boss besiegt habt, kommt eine kleine Videosequenz und anschließend könnt ihr euren Gewinn auswählen. Ähnlich wie in Need for Speed: Most Wanted könnt ihr zwischen vier Fragezeichen, einem Leistungs-Unigue-Part oder einem optisches Unigue-Part auswählen. Unter diesen Fragezeichen können sich besondere Tuningteile, Geld oder der Wagenschlüssel des Bosses verstecken. Ihr könnt zweimal wählen, was natürlich die Chance auf die Wagenschlüssel erhöht.

Danach findet ihr euch im "Freie Fahrt Modus" wieder und bekommt erneut eine SMS. Ein ehemaliges Crew-Mitglied des Bosses will sich euch anschließen und ihr sollt euch mit ihm treffen. So rast ihr schnell zu der Person und dann kommt auch schon die nächste Videosequenz. Bei jedem Charakter werdet ihr das Video, was ihr am Anfang eurer Karriere gesehen habt, erneut sehen, jedoch aus der Sicht dieser Person. Jedes mal erfahrt ihr mehr warum alles so geschehen ist, wie es ist. Aber das will ich euch hier nicht verraten.

Ihr könnt nur 3 Mitglieder in eurer Crew aufnehmen, so habt ihr die Qual der Wahl. Einige Charaktere können euren Gewinn in den Rennen erhöhen, andere machen euch die Preise bei den Händlern billiger und andere Charaktere ermöglichen euch das Autosculpt an bestimmten Teilen. Was dieses Autosculpt ist, erfahrt ihr später. Aber die verschiedenen Charaktere unterscheiden sich nicht nur durch ihre Fähigkeit, sondern auch durch ihre Klasse. Es gibt Schlepper, Blocker und Scouts. Die Schlepper fahren euch voraus und lassen euch in ihrem Windschatten fahren. Die Scouts fahren ebenfalls voraus und zeigen euch einen Weg durch die gegnerischen Wagen. Die Blocker hingegen fahren direkt in den Gegner hinein und setzen ihn somit für kurze Zeit außer Gefecht. Aber nur ein Crewmitglied kann euch in den Rennen begleiten. Daher müsst ihr weise entscheiden.

Tuning ohne Grenzen
Viele der Fans freuten sich auf Carbon wegen einem Feature: Dem Autosculpt. In Need for Speed: Most Wanted waren die Möglichkeiten des Tunens eher eingeschränkt. Mit Carbon wurde wieder ein großer Schritt in Richtung Tuningmöglichkeiten gewagt - wie damals mit Need for Speed: Underground 2. Durch das Autosculpt ist es dem Spieler jetzt möglich, einige Teile des Wagens nach seinen eigenen Wünschen zu modifizieren. So kann man aus einer gewöhnlichen Motorhaube eine Motorhaube mit vielen Schlitzen oder bei den Muscle Cars sogar den Motor herausschauen lassen! Natürlich kann man sich auch vorgefertigte Teile und Bodykits kaufen. Leider wurde auf solche Spielereien wie in Need for Speed: Underground 2 verzichtet. So kann man nicht den Kofferraum in eine Stereoanlage verwandeln oder Spinners anstatt Felgen benutzen.

Aber dennoch sind die Tuningsmöglichkeiten sehr gut, so sieht nicht jedes Auto aus wie das andere. Im Gegensatz zu Need for Speed: Underground 2 hat man in Sachen Farbe mehr Auswahl. Die Farbe kann nach belieben angepasst werden und es gibt mehr Farbarten. In Underground 2 konnte man nur zwischen Hochglanz-, Metallic- und Perleffektlack auswählen, in Carbon hingegen kann man zwischen Hochglanz-, Metallic-, Chrom-, Candy- und Irredescentlack wählen.

Die Vinyls, Aufkleber die an den Autos platziert werden, können in Carbon bewegt und gestreckt werden, was in Most Wanted und Underground 2 nicht der Fall war. So kann man sich sein Traumauto schnell zusammenbauen. Aber einige Teile müssen erst Freigeschalten werden, wodurch man nicht gleich nach dem ersten Spiel den besten Wagen auf Höchstleistung tunen kann. Die meisten Teile schaltet man in der Story frei, aber einige Wagen, Teile oder Vinyls werden erst durch das Vervollständigen einer Prämienkarte dem Spieler offenbart. So kann z.B. der BMW M3 GTR erst durch 4 bestimmte Taten wieder gefahren werden.

Lackhafter Schaden
In Need for Speed: Carbon gibt es auch ein Schadensmodell, leider ist dabei allerdings nur der Lack betroffen. Aber diese Lackschäden sehen realistisch aus, sodass nach einem etwas rasanten Rennen der Wagen schon angeschlagen aussieht. Es kann passieren dass die Vinyls etwas eingerissen sind oder der Lack abgeschabt ist. Aber das Auto ist nicht das einzige was Schaden nehmen kann. So kann man durch "kleinere" Gegenstände wie Bäume oder Bushaltestellen einfach durchfahren. Die Objekte werden zerstört und der Wagen des Spielers sieht nach dem Rennen dementsprechend aus. Auch einige größere Objekte wie ein Dinosaurierskelett oder ein Vordach einer Autowerkstatt mit einem Riesenreifen oben drauf, lassen sich zerstören. Aber diese Objekte werden nicht vollständig zerstört, sondern nur ein Teil davon. Der Rest stürzt auf die Straße. Das ist wichtig in Verfolgungsjagden, denn so kann man die verfolgenden Polizeiwagen außer Gefecht setzen. Aber dies lässt sich auch in gewöhnlichen Rennen verwenden.

Aber auch sonst ist das Spiel technisch gesehen eine Wucht. Wie schon mal beschrieben, sieht die Grafik wunderbar aus und der Sound ist auch astrein. So kann man deutlich die Motorengeräusche der verschiedenen Wagen unterscheiden. Auch die Musikbegleitung ist gut. Eine Zusammenstellung aus Hip Hop, Rock und Techno machen die Playlist abwechslungsreich.

Die Stadt selbst erinnert mich an die Stadt aus Need for Speed: Underground 2. Aber auch einige Passagen aus Underground und Most Wanted sind vorzufinden, wie der Donutshop, einige Tankstellen oder der große Bogen aus Underground 2. Online ist Need for Speed: Carbon auch lustig, schon durch die Auswahl der vielen Wagen. Durch jedes Rennen verdient der Spieler OXP (Online Experience Points) und steigt nach einer gewissen Anzahl ein Level auf. So kann man herausfinden, welcher Spieler das Spiel schon länger und intensiver spielt.


1 Fazit

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