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gamescom Tagebuch 2009 - Erlebnisse am Pressetag

20.08.2009 / 09:36 Uhr / Marc Friedrichs

Ja, ja, die Presse hat es gut. Während Normalsterblich die gamescom in überfüllten Hallen genießen müssen, kann sich unsereins schon am Presse- und Fachbesuchertag die Spieletrends von morgen ansehen. Allerdings hat auch dies seine Schattenseiten. Um pünktlich zur ersten Pressekonferenz des Tages zu erscheinen, heißt es früh aufstehen. Sehr früh, um genau zu sein. Also: Wecker gestellt, und los geht's! Hier kommt mein gamescom Tagebuch 2009.



Wir schreiben Mittwoch, den 19. August 2009. Es ist 3 Uhr, in einer halben Stunde müsste der Wecker klingeln. Noch einmal umdrehen? Lohnt sich nicht. Also raus aus den Federn und ab ins Bad. Es ist schon erstaunlich. Eigentlich müsste ja jetzt genügend Zeit sein, aber trotzdem: Es wird mal wieder knapp. Frühstück fällt aus – nachts bekommt man eh nichts herunter. Ab ins Auto und dann in Richtung Bahnhof. Vorteil: Es geht deutlich schneller als mit Bus oder S- und U-Bahn, denn selbst in Berlin läßt der ÖPNV zwischen 3 und 4 Uhr arg zu wünschen übrig. Nachteil: Parkplatzsuche. Denn anstelle mal Plätze freizumachen, liegen die Mitbürger ja noch lieber im Bett. Und ein offizieller Parkplatz der Bahn verschlingt Unsummen. Immerhin: Ein kleiner Fußmarsch und ein Kaffee im Bistro vertreiben ein wenig die Müdigkeit. Jetzt heißt es nur noch ab in den Zug. gamescom 2009: Ich komme!



Erster Termin ist um 10 Uhr die Pressekonferenz von Microsoft. Eigentlich ist es ja schon spannend genug, dass sich Entwicklerlegende Peter Molyneux von Liohead und jetziger Creative Director der Microsoft Game Studios in Europa angekündigt hat. Fast schon interessanter ist da aber Sonys Paukenschlag von gestern Abend. Gerüchte über eine neue Version der Playstation 3 gab es ja schon länger, aber dass man die europäische Leitmesse für eine solche Ankündigung nutzt, zeigt deutlich, welchen Stellenwert die gamescom schon jetzt hat. Bislang wurden für solche Präsentationen schließlich immer die Messen in Asien oder den USA genutzt. Wie dem auch sei: Die kommende Playstation 3 Slim soll Sonys Trumpf sein, um verlorene Marktanteile wieder zu gewinnen. Die Tatsache, dass die kleine, stromsparende Variante mit 120 GB Festplatte nur noch 300 Euro kosten soll, wird Nintendo und vor allem Microsoft jedenfalls ein wenig in Zugzwang bringen. Schließlich konnte die Xbox 360 bei ähnlicher Technik und ebenfalls ähnlichem Softwareangebot bislang hauptsächlich durch den deutlich günstigeren Preis im Bereich von 290 Euro überzeugen. Nun ist die PS3 Slim nur noch ein ganz klein wenig teurer, bietet dafür aber immerhin auch einen Blu-ray-Player. Microsoft muss sich jetzt also etwas einfallen lassen. Aber auch hier wird ja schon länger über eine überarbeitete Xbox 360 spekuliert. Wer weiß, was die gamescom also noch für Geheimnisse lüften wird.



Die Pressekonferenz. Peter Molyneux betritt die Bühen und referiert ein wenig über "Fable" und was man mit der Reihe bisher schon erreicht hat. Erste Ankündigung: Ab dem 29. September erscheinen fünf eigenständige neue Chapter für Teil 2 auf dem Xbox Live Marktplatz. Während der erste Download kostenlos sein wird, muss man sich am Ende des Kapitels überlegen, ob man sich sofort Chapter 2 oder gleich den kompletten Rest herunterlädt. Der Kostenpunkt ist dabei noch unbekannt.

Und dann? Dann kommt "Fable III". Das es irgendwann erscheinen wird, war ja im Grunde klar. Das der Titel aber auf der gamescom angekündigt wurde, ist schon eine schöne Sache. Wie dem auch sei: Lionhead ist sich der Problematik bewusst, dass der dritte Teil einer Reihe oft nicht mehr mit den Vorgängern mithalten kann. Daher hat man sich nun auch diverse Neuerungen ausgedacht. Der Spieler schlüpft jetzt in die Haut vom Kind des Helden aus "Fable II". Hier muss man eine Revolution gegen den König von Albion anführen und im Land Unterstützung suchen. Während man sich also mit dem Herrscher anlegt, bekommt man immer wieder mit ungerechten Gesetzen oder sonstiger diktatorischenr Willkür zu tun. Diese muss man immer wieder bewerten und einschätzen. Ist die Revolution geglückt, wird der Spieler selber zum Herrscher über Albion. Und dann wird sich zeigen, ob man die Dinge, die man vorher immer besser machen wollte, nun auch umsetzen kann – oder noch will. Wie man sich auch entscheidet, nicht nur der eigene Charakter ändert sich so im Laufe der Zeit, sondern auch das komlette Königreich. Bis es dazu kommt müssen wir aber wohl noch etwas warten. Laut Molyneux erscheint der Titel im Jahr 2010, wobei er hinzufügt, dass man dabei nicht vom Frühjahr ausgehen sollte. Wir rechnen also mit einem Release zum Weihnachtsgeschäft.

Und sonst? Fehlanzeige. Außer einem Hinweis, dass Lionhead auch noch an "Milo & Kate" arbeitet, gibt es seitens Microsoft keine weiteren Ankündigungen auf der Konferenz. Die Meldung, dass man für "Lips" jetzt auch eine Edition mit deutschen Songs auf den Markt bringt, veröffentlicht man z.B. nur nebenbei. Schade eigentlich...



Nach einem kurzen Termin mit den Leuten hinter dem deutschen Xbox Live Marktplatz steht dann die erste Pressevorführung auf dem Programm: Ubisoft zeigt "John Cameron's Avatar: The Game". In einem kleinen, muffigen Raum stellt Entwickler Patrick Naud ein paar Szenen aus der Kampagne vor. Darin steuert der Spieler einen Soldaten, der auf einem fremden Planeten gegen diverse Aliens kämpfen muss, die teilweise an die Dinosaurier aus der Urzeit erinnern. Gespielt wird dabei in der 3rd-Persion-Sicht, wobei das Spiel das komlette Gegenteil von "Gears of War" ist. Während Epics Actionhit grau und trist daherkommt, ist die Welt in "Avatar" bunt. Extrem bunt. So bunt, dass man sich daran auf alle Fälle erst einmal gewöhnen muss. Spielerisch erinnert der Titel aber vor allem an Capcoms "Lost Planet", das demnächst ja eine Fortsetzung spendiert bekommt. Im Spiel selbst muss man aber nicht immer zu Fuß unterwegs sein. Es gibt Flugzeuge, Buggys und – Capcom läßt Grüßen – Mechs, in die man sich hineinzwängen kann. Aber auch außerhalb dieser Gefährte hat man alle Möglichkeiten: Es gibt diverse Waffen, unterschiedliche Melee-Attacken und sog. Skills. So kann man sich z.B. für kurze Zeit unsichtbar machen, was die Sache an manchen Stellen erheblich vereinfacht. Hilft das alles nicht, gibt es nun auch die Möglichkeit, Luftunterstützung anzufordern. Interessant: Man kann während des Spiels auch die Seiten wechseln und Missionen aus der Sicht eines Gegners erleben. Ob der Titel letztendlich überzeugen kann, wird sich zeigen. Auf jeden Fall bietet "Avatar" eine ordentliche, flüssige Grafik mit schönen Lichteffekten, zerstörbare Umgebungen sowie einen hämmernden Sound.



Gleich im Anschluß: Stickiger, kleiner Raum Nummer zwei. Diesmal aber bei Activision. "Guitar Hero 5" will gerockt werden. Wenn man jetzt denkt, dass das Thema ein wenig ausgelutscht ist, wird mit Neversofts neustem Streich aber eines besseren belehrt, denn es gibt durchaus viele Neuerungen. Wird das Spiel gestartet, fällt sofort auf, dass von Anfang an alle Songs des Spiels zur Verfügung stehen. Ein teils langwieriges Freischalten ist also nicht erforderlich. Was die Songs angeht, ist dann auch für jeden Geschmack etwas dabei – von The Killers, über Bob Dylan bis Iron Maiden. Ansonsten ist jetzt auch nicht mehr vorgeschrieben, mit welchen Instrumenten man auf die virtuelle Bühne muss: "GH5" kann man in allen erdenklichen Möglichkeiten spielen, sei es auch nur mit mehreren Schlagzeugen. Das Highlight ist aber sicherlich GH Studio, mit dem man eigene Songs komponieren und via Xbox Live veröffentlichen kann. Auch Tracks von anderen Spielern lassen sich herunterladen und mixen.



Nach soviel Rock bin ich nun natürlich in Actionlaune. Also geht's auf zum Xbox 360 Stand. Dieser ist übrigens wieder recht klein geraten. Das liegt aber auch daran, dass man hier nur eigene Entwicklungen vorstellt. Wer Interesse an Spielen von 3rd-Party-Entwicklern hat, soll gefälligst auch bei deren Ständen vorbeischauen - so anscheinend die Devise bei Microsoft. Ein Viertel der Fläche ist Windows 7 gewidmet, ein Viertel der neuen Version von "Lips", ein Viertel "Forza Motorsport 3" und der Rest ist "Halo 3: ODST" vorbehalten. Und hier dürfen Besucher den neuen Firefight-Modus ausprobieren, der dem Horde-Modus aus "Gears of War 2" ähnelt. Als Team sieht man sich Allianz-Kämpfern ausgesetzt, die in aufeinanderfolgenden Wellen angreifen. Die gute Nachricht: Obwohl man jetzt nicht mehr als Masterchief unterwegs ist, sondern als Mitglied der ODST, spielt sich die Bonuskampagne, die Bungie für die Fans entwickelt, im Grunde wie "Halo 3". Fans der Reihe werden sich also sofort heimisch fühlen. Was die Optik angeht, wird die "Halo 3"-Engine genutzt, die aber ein wenig aufpoliert wurde. Die Szenerie ist etwas detailreicher und schärfer dargestellt, ohne dabei aber ganz an aktuelle Toptitel heranreichen zu können. Aber "Halo" hat ja schon immer mehr von seiner Atmosphäre gelebt...



Der letzte offizielle Termin des Tages, führt mich zurück zu Activision und damit wieder in eine kleine, mittlerweile übelriechende Kammer. Hier wartet "Call of Duty: Modern Warfare 2" auf mich – wohl einer der Toptitel, die in den kommenden Monaten auf uns losgelassen werden. Während man im öffentlichen Bereich einen Blick auf die Einzelspielerkampagne werfen kann, wird uns nun Spec Ops, ein Koop-Modus vorgestellt. Dieser besteht aus einzelnen voneinander unabhängigen Missionen, die man zu zweit spielen kann – entweder per Splittscreen oder Xbox Live. Wer keinen Spielpartner findet, kann aber zur Not auch alleine zu Werke gehen, wobei die Ballerorgien dann aber nicht ganz soviel Spaß machen. Ob "Modern Warfare 2" wesentliche spielerische Neuerungen bieten kann, wird man sehen müssen. Auf jeden Fall wird aber ein Actionfeuerwerk der Extraklasse gezündet. Grafisch ist der Titel einfach bombastisch!



Jetzt bleibt noch ein wenig Zeit, in Ruhe durch die Hallen zu schlendern und sich einige Spiele anzusehen. "Forza 3" könnte wirklich ein absoluter Hit werden. Konnte Teil 2 bereits in Sachen Realismus überzeugen, hat man nun vor allem an der Grafikschraube gedreht. Richtig abgefahren sind aber die Rennsessel von Fanatec, die am Stand zu ein paar Runden einladen. Wer keine 1000 Euro parat hat, sollte den Messebesuch unbedingt zum Probesitzen nutzen! Ansonsten: Ubisoft zeigt in Vorführungen "Assassins's Creed 2", wobei aber schon heute teils lange Wartezeiten zu verzeichnen sind – ähnlich wie am Stand von Take 2, wo in einem Kino Highlights aus "Mafia II" und "Bioshock 2" gezeigt werden. Actionfans können sich zudem u.a. auf "Lost Planet 2" und "Section 8" freuen, während Fußballfans den Gewinner aus dem ewigen Duell "PES" vs. "Fifa" ermitteln können. Ich sehe da "Fifa 10" im Vergleich zu "PES 2010" mal wieder vorne.



Messefazit: Um 19 Uhr ist alles vorbei und ich bin auf dem vierstündigen Heimweg. Die gamescom darf sich jedenfalls an den kommenden Publikumstagen warm anziehen. Aufgrund des großen Einzuggebiets dürfen die Veranstalter sicherlich mit einer Menge Besucher rechnen. Ob Köln nun als Standort besser ist als Leipzig, darüber läßt sich streiten. Ich für meinen Teil fand die Messehallen der Games Convention allerdings ein wenig sympathischer. Wie dem auch sei, nächstes Jahr geht es wieder weiter: Vom 18. bis 22. August öffnet die gamescom 2010 in den Kölner Messehallen erneut ihre Pforten.

Kommentare

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Marc
Keine Ahnung, was bei der E3 lief. War ein Spec Ops Level. Der, den man auch oben im Bild sieht...

22.08.2009 / 18:36 Uhr / Marc

Master_leo_chief
War es den das gleiche Level wie bei der E3 ?

21.08.2009 / 13:55 Uhr / Master_leo_chief

Marc
Jupp. Spielt sich sehr gut.

21.08.2009 / 08:52 Uhr / Marc

Master_leo_chief
Durftes du Chef auch MW2 anzocken ?

20.08.2009 / 21:15 Uhr / Master_leo_chief

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