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Xbox Game Pass wieder günstiger? - Call of Duty könnte aus dem Abo fliegen

Marc Friedrichs

von Marc Friedrichs

14.04.2026, 11:13 Uhr 2

Seitdem Xbox-Chefin Asha Sharma im Amt ist, weht tatsächlich wieder so etwas wie Aufbruchstimmung durch Redmond und die Community. Viele frühere Entscheidungen werden von der neuen Führungsspitze aktiv hinterfragt, vor allem der Xbox Game Pass ist dabei in den letzten Wochen in den Fokus geraten.

So haben wir bereits über neue Abo-Modelle spekuliert, die das Angebot nicht nur erweitern (z. B. in einem Bundle mit Netflix), sondern auch womöglich entschlacken. Zuletzt machten zudem Meldungen über einen angeblich bevorstehenden Xbox Game Pass nur für Microsofts First-Party-Titel die Runde. Doch die meisten Spieler dürfte eher die Abo-Gebühr interessieren, denn die wurde nach der letzten Preiserhöhung bekannterweise drastisch teurer. So erhöhte sich der Preis des Xbox Game Pass Ultimate im Oktober letzten Jahres beispielsweise um etwa 50 Prozent von 17,99 Euro auf stolze 26,99 Euro pro Monat - ein Preis, der sich für viele Spieler trotz zusätzlicher Benefits nicht mehr lohnt.

Nun ist ein eigentlich nur internes Memo von Asha Sharma an die Öffentlichkeit geraten, in der sie schreibt, dass der Xbox Game Pass für Spieler zu teuer geworden sei. Microsoft benötige für das Abo ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis:

Der Game Pass ist für den Wert der Xbox ein zentraler Bestandteil und es ist klar, dass das aktuelle Modell nicht die finale Lösung sein kann. Kurzfristig ist das Abo für Spieler zu teuer, wir benötigen ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis. Langfristig müssen wir den Game Pass in ein flexibleres System weiterentwickeln, wofür wir allerdings noch Zeit benötigen und Erfahrung sammeln müssen.

Über Möglichkeiten, wie Microsoft den Xbox Game Pass günstiger machen könnte, wurde in den letzten Tagen viel diskutiert. Im Zentrum ist dabei "Call of Duty" gerückt, welches seit 2024 im Abo kostenlos spielbar ist. Das Problem: die Spielreihe ist nach wie vor sehr erfolgreich und spült dem Unternehmen jährlich große Summen in die Kasse. Mit der Veröffentlichung innerhalb des Xbox Game Pass kannibalisiert man die Einnahmen jedoch, weshalb "Call of Duty" gewissermaßen ein Preistreiber für den Xbox Game Pass ist. Würde das Spiel im Umkehrschluss aus dem Angebot fliegen, könnte man das Abo günstiger anbieten. Solche Überlegungen stammen bislang jedoch von Branchen-Insidern wie Jez Cordon von Windows Central oder Tom Warren von The Verge. Asha Sharma hat sich dazu bislang nicht geäußert, allerdings heißt es in dem internen Memo, dass sie sich in den nächsten Tagen mit dem Team den Xbox Game Pass genauer anschauen wird.

Interessant ist aber auch die Aussage Sharmas zu den langfristigen Plänen. Was könnte sie mit einem flexiblen System meinen? Bislang bucht man mit dem Xbox Game Pass ja immer ein konkretes Paket - Ultimate kommt beispielsweise mit Ubisoft+ Classics, EA Play, Cloud-Gaming und weiteren Bestandteilen daher. Aus Spielersicht dürfte es dagegen doch deutlich attraktiver und "flexibler" sein, wenn es in Zukunft nur noch ein günstiges Basis-Abo gäbe und man dann die Option hätte, zusätzliche Pakete wie in einem Baukastensystem dazuzubuchen.

Wohin die Reise des Xbox Game Pass geht, wird in Zukunft spannend sein zu beobachten. Eins ist auf jeden Fall sicher: Es wird sich offensichtlich einiges ändern.

Zu den Kommentaren (2)

KOMMENTARE


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Marc

Marc

15.04.2026, 10:10 Uhr

Dass ein Abo-Dienst nichts Exklusives braucht, zeigt im Grunde Spotify. Die haben sogar den Großteil der bislang exklusiven Podcasts auf andere Plattformen gebracht. Am Ende zählt nämlich nur Reichweite.

Aber wir können auch gerne mal zu Sony blicken - von wegen Erfolg gibt Recht. Die ersten 3-4 Jahre PS5 hat man da doch spielerisch nahezu nichts Besonderes geliefert. Trotzdem hat sich die Konsole gut verkauft. An den Exclusives kann es also eher nicht liegen. An der schlechter verarbeiteten Hardware auch nicht.

Und dass die Xbox 1st-Party-Games so durchschnittlich sein sollen... Klar. Deswegen haben die später auch jeweils die PS5-Charts dominiert.

Braevator

Braevator

15.04.2026, 06:34 Uhr

MS beugt sich den Gesetzen des Marktes, sonst würde es noch mehr Geld verlieren.

Nen Abo Dienst muss was exclusives (und das muss natürlich auch qualitativ überzeugen) um sich von der Konkurrenz abzuheben. So funktioniert nunmal jede Branche/jeder Markt.

der gp scheint sich ps-plus anzunähern was struktur und vmtl. auch preis angeht.

bewährtes modell von sony auch wenn die schwindende hardcore fanbase der xbox ne aversion gegen playstation hat, warum auch immer. erfolg gibt Recht.
Und MS ist der Öffentlichkeit immer noch den Beweis schuldig, dass der gp rentabel sei. Hab ich keine sekunde geglaubt. Mit dem faulen Bilanztrick, die Produktionskosten der eigenen xbox games studios aus der kosten/umsatz/gewinn rechnung rauszurechnen um „Rentabilität“ vorzugaukeln.. also bitte, wen wollten sie denn damit täuschen? biggest milchmädchenrechnung ever. haben anscheinend auch die controller bei ms bemerkt und nun beginnt das große zurückrudern im gp-marketing.. erst groß tönen, alles größer besser und billiger im gp… na klar. das einzige game was qualitativ mit der sony konkurrenz mithalten konnte in der aktuellen gen, is FH5 und das ist in 6 Jahren schon echt schwach. Auf Playstation gabs pro Jahr grob zwei Hochkaräter an games exklusiv. Macht 12:1. Überspitzt dargestellt. man kann es drehen und wenden wie man will: Auf xbox gibt’s keine Krachergames und sonstige Argumente für den Kauf der Hardware sind auch rar gesät. Unterm Strich: zu wenig um ohne Subventionen zu überleben.

Bleibt nur der MultipublisherWeg oder MS stärkt die eigene hardware basis mit guten games, die ip‘s hätten sie. nur kann ms keine gute software entwickeln; siehe teams, windows, office usw.

totales management versagen, wer nicht scheitern kann wegen zu großen geldreserven strängt sich auch nicht an. hätte ms qualitätsanspruch, würden sie nicht so schwache bzw. mittelprächtige titel bringen wie Starfield, Awoved, South of midnight ach ja und sony-cinematik games seien langweilig- hellblade sei da viel besser..überzeugt halt nicht, die meisten xboxler sind massiv enttäuscht vom xbox output.

und schaut neidisch zur konkurrenz von nintendo und sony. die beiden sind nicht umsonst Marktführer in ihren jeweiligen Marktsegmenten.

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