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Steelseries Arctis Nova Pro Omni Wireless Headset - Mehr geht fast nicht

Steelseries hat mittlerweile für jeden Geldbeutel ein passendes Headset im Angebot. Mit dem neuen Arctis Nova Pro Omni bedient man nun die Oberklasse. Ob das gelingt, erfahrt ihr in unserem Test mit der Xbox.

Marc Friedrichs

von Marc Friedrichs

Heute, 16:00 Uhr

Das Steelseries Arctis Nova Pro Omni ist das Nachfolge-Headset zum Arctis Nova Pro Wireless und mit seiner unverbindlichen Preisempfehlung in Höhe von 399,99 Euro deutlich in der Oberklasse bzw. im High-End-Segment positioniert. Mit dem Arctis Nova Elite für knapp 650 Euro gibt es zwar noch ein teureres Headset, dieses zeichnet sich aber in erster Linie durch hochwertigere Materialien aus. Rein technisch betrachtet gibt es dagegen kaum nennenswerte Unterschiede.

Das neue Pro Omni ist ein Multiplattform-Headset und kommt in den Farben Schwarz, Weiß und Marine-Blau daher. Unterstützt werden neben Xbox Series X|S, Xbox One und Windows 10/11 auch PlayStation, Switch sowie Bluetooth-fähige Endgeräte wie Smartphones. Das Headset kann kabellos über 2,4 GHz mit 96 kHz bzw. 24 Bit und Bluetooth 5.3 inklusive LE Audio und LC3+ verwendet werden, ansonsten gibt es auch einen 3,5 mm Audioanschluss für den kabelgebundenen Betrieb. Ein entsprechendes Kabel wird dafür jedoch nicht mitgeliefert. Lediglich zwei 1,5 Meter lange USB-Kabel sind im Lieferumfang zu finden.

Die kabellose 2,4-GHz-Verbindung läuft über den Omniplay Gamehub, der bereits beim Vorgänger und auch einigen anderen Headsets des Herstellers zum Einsatz kommt. Insgesamt lassen sich hier bis zu fünf Geräte verbinden, wobei vier Audioquellen gleichzeitig abgemischt werden können. Zeitgleich bietet der Hub auch einen 3,5 mm Audioein- sowie -ausgang, über den sich z. B. Lautsprecher anschließen lassen.

Das Steelseries Arctis Nova Pro Omni besteht zwar nahezu komplett aus Kunststoff, kommt dabei aber äußerst wertig und gut verarbeitet daher. Nichts knarzt, alles macht einen stabilen Eindruck und vermittelt das Gefühl eines robusten und somit auch haltbaren Geräts. Der Tragekomfort kann - subjektiv betrachtet - ebenfalls überzeugen: Das Headset lässt sich stufenlos in der Größe einstellen, für den Halt sorgt ein elastisches Kopfband, welches ebenfalls verstellbar ist. Die Ohrpolster sind angenehm weich und schmiegen sich auch beim Tragen einer Brille bequem an. Deren Kunstleder schirmt gut ab, sodass schon ohne elektronische Helfer wenig Außengeräusche ans Ohr dringen. Diese Abschirmung sorgt allerdings für eine geringe Luftzufuhr, sodass das Headset gerade im Hochsommer sicherlich etwas warm beim Tragen werden kann. Ein hochwertiges, atmungsaktives Mesh-Gewebe wäre mir an dieser Stelle etwas lieber gewesen.

In Sachen Klangwiedergabe gibt sich das neue Headset aber keinerlei Blöße. Während bereits der voreingestellte Standard-Sound durchaus überzeugen kann, bietet der verbaute Equalizer viele Möglichkeiten, noch deutlich mehr aus dem Headset herauszuholen. Grundsätzliche Einstellungen lassen sich über den Gamehub regeln, für das volle Programm sollte man aber auf Smartphone-App oder PC-Software zurückgreifen. Hier stehen neben klassischen Presets unzählige (über 200!) Audio-Voreinstellungen zur Verfügung, die auf konkrete Games abgestimmt sind. Zudem lassen sich die Einstellungen auch manuell den eigenen Vorlieben anpassen. Hinzu kommt eine optional konfigurierbare aktive Geräuschunterdrückung (ANC), die störende Umgebungsgeräusche herausfiltert und sich vor der Technik anderer führender Hersteller definitiv nicht verstecken muss. Auf Wunsch lässt sich auch ein Transparenzmodus aktivieren, mit dem Außengeräusch bewusst durchgelassen werden, damit man sich z. B. besser unterhalten kann.

Die Achillisverse vieler Headsets ist das Mikrofon, doch auch hier kann das Pro Omni punkten. Bei der Standard-Einstellung ist die Leistung schon mehr als solide und liefert einen nahezu rauschfreien Klang. Doch auch hier lässt sich mit diversen Soundprofilen noch einiges mehr herausholen, wobei der Hinweis erlaubt sein darf, dass man sich viele Presets durchaus hätte sparen können. Wie auch immer: auch das Mikro kommt zusätzlich noch mit einer anpassbaren KI-Geräuschunterdrückung daher, welche Umgebungsgeräusche ausblendet und Stimmen noch klarer durchlässt. Wer das Headset mobil nutzt, um zum Beispiel unterwegs mit dem Smartphone Musik- oder Podcasts zu hören, kann das Mikrofon komplett in die Ohrmuschel schieben. Einzig der mitglieferte Pop-Filter muss dann abgenommen werden. Tatsächlich braucht man diesen aber zuhause nicht zwingend aufstecken, da man nicht direkt in das Mikro hineinspricht bzw. atmet.

Das neue Headset von Steelseries kommt mit zwei Akkus daher, so dass einer von beiden immer direkt im Gamehub geladen werden kann. Im Grunde genommen ist die Akkulaufzeit somit unbegrenzt, davon einmal abgesehen gibt der Hersteller aber zweimal 30 Stunden an, wobei mittels Fast Charge in 15 Minuten wieder weitere vier Stunden Nutzung ermöglicht werden sollen.

Fazit: Das Steelseries Arctis Nova Pro Omni liefert sich auf den ersten Testmetern absolut keine Schwächen. Während die Verarbeitung einen wertigen und stabilen Eindruck hinterlässt, punkte das Headset vor allem in den technischen Disziplinen, denn sowohl das Klangerlebnis als auch die Mikrofon-Qualität sind erstklassig und lassen keine zusätzlichen Wünsche aufkommen. Das sollte bei einem Verkaufspreis von knapp 400 Euro allerdings auch selbstverständlich sein.

Am Ende muss man selber wissen, ob einem das alles die Investition wert ist. Das Vorgängermodell wird aktuell für rund 250 Euro abverkauft und ist auch nur in Nuancen etwas schwächer - wenn überhaupt. Oder das im letzten Jahr hier getestete Steelseries Nova 3X/3P ist mittlerweile schon für um die 90 Euro im Handel erhältlich. Natürlich kann es ein solches Mittelklasse-Headset qualitativ nicht mit dem neuen Pro Omni aufnehmen. Aber schlecht ist dessen Klang und Mikrofon beleibe auch nicht. Wie auch immer: Wer das Geld übrig hat und in Sachen Sound keine Kompromisse eingehen möchte, bekommt mit dem Steelseries Arctis Nova Pro Omni eines der derzeit besten Headsets auf dem Markt. 

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