Ubisoft streicht Stellen und will Studio schließen
von Marc Friedrichs
Gestern, 11:42 Uhr
Der Umbruch in der Videospielbranche ist in vollem Gange, nun gibt es (mal wieder) schlechte Nachrichten von Ubisoft. Zum einen sollen vor allem in Deutschland Stellen abgebaut werden, zum anderen plant man die Schließung eines Studios.
Demnach sollen hierzulande rund 100 Stellen gekürzt werden, betroffen sind die Standorte in Berlin, Mainz (ehemals Related Designs) und vor allem Düsseldorf (ehemals Blue Byte). Gespräche mit dem Betriebsrat über ein freiwilliges Ausscheidungsprogramm hätten begonnen, über Abfindungen wird verhandelt. Die betroffenen Niederlassungen wurden bereits letzte Woche über die Pläne informiert.
Die deutschen Studios sind als Co-Entwickler für diverse Games verantwortlich, haben mit "Die Siedler" oder der "Anno"-Reihe (zuletzt "Anno 117: Pax Romana") aber auch eigene Projekte. In Düsseldorf sind aktuell über 400 Mitarbeiter beschäftigt, in Berlin und Mainz arbeiten jeweils über 100 Angestellte.
Während die deutschen Niederlassungen genauso wie der Standort in Singapur mit dieser Maßnahme "besser positioniert" werden sollen, sieht es für RedLynx in Finnland schlechter aus. Berichten zufolge habe eine interne Überprüfung ergeben, dass eine Verkleinerung des Studios nicht ausreichen würde, um es langfristig wirtschaftlich tragfähig zu machen. Deshalb plane man die Schließung der Niederlassung, die mit der "Trials"-Reihe groß geworden ist und die derzeit wohl eigentlich an einem neuen Teil arbeitet.
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