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Die Legende von Beowulf: Das Spiel
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Die Legende von Beowulf: Das Spiel - Maues Hack 'n Slay

23.11.2007 / 13:17 Uhr / Patrick

Am 15. November kam der Kinostreifen Beowulf in unsere heimischen Filmtheater. Der Film selbst wurde komplett am Rechner erschaffen und einige Filmstars wie Angelina Jolie und Anthony Hopkins verliehen den Charakteren ihr digitales Gesicht. Zeitgleich zum Kinostart veröffentlichte Ubisoft mit Die Legende von Beowulf – Das Spiel das dazugehörige Videospiel. Erfahrungsgemäß sind Spielumsetzungen ja meistens nicht so das Gelbe vom Ei. Ob es Beowulf besser macht, erfahrt ihr in unserem Test.

Die Mythologie hat einige Geschichten zu bieten. So auch die Saga um Beowulf. Und mit genau diesem Beowulf und einer Hand voll Männer zieht es euch hoch in den Norden nach Dänemark, wo ihr dem König Hrodgar beim Kampf gegen eine Menschenfressende Kreatur namens Grendel beisteht. Ihr versucht das Böse zu vernichten, welches euch aber nicht auf Anhieb gelingt. In folge dessen seht ihr euch nun mit euren Männern in einer Blutrünstigen Schlacht gegen eine Heerschar von Söldnern, Monster und Seeungeheuer wieder. Und genau diese Schlachten, die sich abseits der Kinovorlage bewegen, gilt es mit eurem Helden Beowulf zu bestehen und der Kreatur Grendel den Gar auszumachen, damit endlich wieder Frieden im Königreich einkehren kann.

Zu Beginn des Spiels startet ihr einen kleinen Wettkampf gegen einen eurer Gefährten, welcher als Tutorial dient, um euch die grundlegende Steuerung nahe zu bringen. Hier wird gleich klar, auf was es in dem Spiel ankommt und was euch eigentlich noch den Rest des Spiels erwartet. Nämlich kleine Hüpf- und Klettereinlagen serviert mit sonst nur brutaler Gewalt. So könnt Ihr euch zu Beginn gleich mal an ein paar überdimensional großen Urzeitkrebsen auslassen und diese in ihre Einzelteile zerlegen. Habt ihr diese hinter euch gebracht, wird es auch gleich ein wenig ungemütlicher und ruppiger. Denn als nächstes wartet nicht nur eine, sondern gleich drei Riesen-Seeschlangen darauf, von euch ins Reich der Toten befördert zu werden. Hierbei erlang ihr auch eure erste Fähigkeit und bekommt gezeigt, wie ihr diese und die weiteren noch folgenden einsetzen könnt. Da ihr nun die Grundzüge der Steuerung kennen gelernt habt, verstreicht auch keine Zeit mehr und ihr zieht nun los in die Schlacht, auf der Suche nach dem Bösen in Form der Kreatur Grendel. Auf dem Weg in eure Schlachten werdet Ihr stetig von einer handvoll Gefährten begleitet, denen ihr direkt übers Steuerkreuz Befehle erteilen könnt. Dieses erweist sich in manschen Schlachten, in denen es nur noch so von Gegnern wuselt, dann auch als sehr nützlich.

Sie Steuerung ist dabei eigentlich recht simpel. Ihr habt zwei Angriffstasten, die euch auf unterschiedlichste Art und Weise eure Widersacher zerkleinern lassen. Je weiter das Spiel voran schreitet, desto mehr Kombos und spezielle Fähigkeiten lassen sich einsetzen. In zahlreichen Minispielchen, die eher cineastisch dargestellt werden, kommt es dann aber auch auf eure Reaktion an. So müsst ihr eure Männer beim Rudern anpeitschen oder sie zum Kampfe einsingen. Dieses gelingt euch aber nur, wenn ihr die angezeigten Buttons im Richtigen Moment drückt. Und hier macht sich auch schnell der erste Frust breit.

Denn sobald ihr mehrmals bei einer Salve von nicht gerade wenig zu drückenden Knöpfen versagt, fängt der ganze Mist wieder von vorne an. So kann es durchaus mal vorkommen, dass ihr eine halbe Ewigkeit damit verbringt, ein paar Seemeilen zurück zu legen. Eigentlich erinnern diese Spieleinlagen eher an ein Spiel, was die Altersklasse der 6- bis 12-jährigen ansprechen sollte. Kaum zu Glauben, dass wir es hier mit einem Titel zu tun haben, der von der USK keine Jugendfreigabe erhalten hat. Dies ist aber auch bei der hier dargestellten Gewalt und Literweise verspritzendem Blut kein Wunder.

Man sollte doch eigentlich Glauben, das wenn schon der Kinofilm, der hier zur Vorlage dient und komplett am Computer entstanden ist, auch gerade die Spieleumsetzung in Sachen Grafik etwas hermacht. Aber weit gefehlt: Würde man hier und dort auch nur die kleinsten Abstriche machen, so hätte man das Spiel auch problemlos auf der alten Xbox umsetzen können. Hier wird also keineswegs die Hardware eurer Konsole ins Schwitzen kommen. Die Level sind einfach und linear gestaltet, zudem ist eine Ähnlichkeit mit dem ebenfalls kürzlich erschienenen Conan nicht zu leugnen. Auch die Zwischensequenzen heben sich kaum vom tristen Leveldesign ab. In den zahlreichen Schlachten gegen eine Heerschar von Gegnern, ist es dann auch kaum verwunderlich, dass ihr auf dem Bildschirm kaum noch zwischen Freund und Feind unterscheiden könnt. So haut ihr schließlich mit Schwert und Axt auf alles was sich bewegt. Nur zu gut, dass ihr eure eigenen Gefährten nicht verletzen könnt. Auch die zahlreichen Bosskämpfe kommen unter Anwendung eurer Fähigkeiten nur sehr verwaschen und unscharf rüber. Hier hat man sich also nicht die größte Mühe gegeben, um der Kinovorlage auch nur im Geringsten gerecht zu werden.

Die Soundkulisse bringt last but not least auch nicht wirklich viel mit sich. So sind die Synchronsprecher teilweise sehr leise und daher kaum zu verstehen und bringen auch kaum den Ausdruck und Atmosphäre in die Story. Lediglicht bei den Zwischenspielchen, in denen ihr eure Männer anpeitschen oder Sie auf die Schlacht einsingen müsst, rührt sich euer Subwoofer mal ein wenig. Alles in allem ist das aber zu wenig, um ein Glanzstück von Spiel abzuliefern.


1 Fazit

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