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Dark Messiah of Might & Magic: Elements
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Dark Messiah of Might & Magic: Elements - Verschenktes Potential

20.02.2008 / 11:39 Uhr / Wolfgang Kern

Länger als ein Jahr ist es her, dass Ubisoft die RPG/FPS-Mixtur Dark Messiah of Might and Magic veröffentlichte. Das Spiel verkaufte sich sehr gut und war ein Highlight des Jahres. Die Arkane Studios und Ubisoft arbeiteten etwa ein Jahr für die Konsolen-Umsetzung, die auf den Untertitel "Elements" hört. Wir haben uns für euch in die Welt von Dark Messiah gestürzt, Kreaturen getötet und den größten Gefahren getrotzt. Ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat, erfahrt ihr in diesem Test.

Das Spiel lässt sich einfach beschreiben: Oblivion als Ego-Shooter. Das Fantasy-Abenteuer spielt sich aus der Ego-Perspektive, was aber die Atmosphäre stark beeinflusst. Am Anfang kann man sich zwischen vier unterschiedlichen Klassen entscheiden. Ihr habt die Wahl zwischen einem Krieger, einem Magier, einem Bogenschützen oder einem Assassinen. Jede Klasse benutzt andere Waffen und man erlernt andere Fähigkeiten im Spielverlauf. Während der Assassine die Gegner leise überwältigt, kann der Schwertkämpfer Schilde benutzen.

Die Geschichte um den jungen Sareth, ein Lehrling des Magiers Phenrig, ist sehr flach. Am Beginn des Spiels muss man ein kurzes Tutorial bewältigen. Der Magier befiehlt einem, ein Artefakt zu besorgen und das dann in eine Stadt im Königreich Steinhelm zu bringen. Der Hexer gibt euch aber ein magisches Wesen mit auf den Weg, welches sich in euren Kopf einnistet und euch mit Tipps versorgt. Dabei ähnelt diese sehr Cortana aus der bekannten Halo-Serie. Der übrige Storyverlauf ist vorhersehbar und bietet nur vereinzelt kleine Überraschungen. Das liegt vor allem daran, dass die Story sich in den ersten Zwischensequenzen selbst spoilert. Im Spiel kann man aber ab und zu zwischen zwei verschiedenen Möglichkeiten entscheiden, was Auswirkung auf den restlichen Spielverlauf und das Ende hat.

Das Spiel setzt sehr auf Abenteuer und nicht auf Action. Die Entwickler versuchten offensichtlich sich aus verschiedenen Spielen Ideen zu holen und alles miteinander zu kombinieren. Dabei kam zwar eine rege Vielfalt heraus, aber das Spiel kann dabei in fast keinen Bereich komplett überzeugen. Beginnen wir bei der Grafik. Dark Messiah ist in aller Hinsicht ein schönes Spiel, die Umgebungen gestochen scharf, viele Texturen verfügen über einen fast schon überraschenden Detailreichtum. Die wunderschönen Lichteffekte können sich wirklich sehen lassen und sorgen dafür, dass die Spielwelt richtig lebendig aussieht. Allerdings hat Dark Messiah mit einer höchst eigenartigen Framerate zu kämpfen. Während in manchen Arealen alles flüssig läuft, ruckelt das eine oder andere sehr stark.

Das Gameplay des Spiels ist auch eine Sache für sich. Die Entwickler haben es geschafft, die Keyboard- und Maus-Steuerung vom PC original 1:1 auf das Xbox 360 Pad zu transferieren. Das funktioniert sogar sehr gut und intuitiv und ist für die meisten Zocker kein Problem. Ein weiterer positiver Aspekt ist der sehr gute Gebrauch der Source Engine. Dadurch ist es dem Spieler zum Beispiel möglich, die Feinde mit herumliegenden Kisten zu plätten. Im Gegenteil dazu ist es sehr nervig, wenn ein Gegner nach 5 Pfeilen kaum Ermüdungserscheinungen aufzeigt oder nach einem Stich in den Kopf nicht sofort den Geist aufgeben. Diese und andere kleinen Mängel schaden dem Gesamteindruck des Spiels deutlich.

Während man sich durch die geradlinigen Levels kämpft, erhält man zwar Erfahrungspunkte und steigt in den Stufe auf. Neue Fertigkeiten werden dann jedoch automatisch erlernt. Spezialisierungen oder das Verteilen von Attributspunkten sucht man hier vergeblich. Daher ähnelt dieses System dem Spiel Bioshock, allerdings mit weniger Freiheiten und Abwechslung. Die Auswahl der Gegnerentsorgung ist dafür sehr vielfältig. Man kann Feinde per Tritt in Gruben, Flammen und spitze Gegenstände stoßen oder ein Holzgerüst über ihnen zum Einsturz bringen. Dieses System wird einem aber mehr oder weniger aufgezwungen, da Feinde meistens direkt daneben stehen.

Die Steuerung ist sehr schnell verinnerlicht und man kann immer gezielter gegen Feinde vorgehen. Durch das Betätigen der rechten Schultertaste führt man einfache Nahkampfangriffe aus. Hält man die Taste und lässt sie erst 3 Sekunden später los, führt man eine stärkere Attacke aus. Solche starken Attacken sind durch eine Ausdauerleiste begrenzt, die sich aber sehr schnell wieder auflädt. Man kann selbstverständlich auch Hiebe parieren. Per Druck auf den X-Button verfällt man in einen kurzen Adrenalinrausch, um kräftiger zuschlagen oder effizienter zaubern zu können. Die Steuerung funktioniert sehr gut, kann aber bei Sprungpassagen etwas hakelig werden. Im Kampf gegen mehrere Wiedersacher verliert man aber des Öfteren die Übersicht.

Das Spiel hat neben der Singleplayer-Kampagne auch einen Mehrspieler-Modus zu bieten. Hier wurde den Entwicklern die Chance gegeben, etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Wie aber schon so oft, wurde das Ziel verfehlt. Der Multiplayer-Modus ist zwar nicht so schlecht, kann aber am Ende nicht vollständig überzeugen. Der Hauptbestandteil liegt auf dem Crusade-Modus, in dem zwei Teams um die Kontrolle über diverse Objekte kämpfen. Hinzu kommen die selbsterklärenden Deathmatch und Team Deatmatch. Hier kann man sich noch zwischen Menschen und Untoten entscheiden. Bei den einzelnen Klassen gibt es aber im Grunde keinen Unterschied. Auch Einbrüche der Framerate trüben den Spielspaß und können auch stellenweise richtig frustrierend sein.


1 Fazit

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