Life is Strange: Reunion - Ein fesselndes Comeback
Nachdem "Life is Strange: Double Exposure" uns die erwachsene Max Caulfield zurückgebracht hat, blieben am Ende doch einige Fragen offen - und bei vielen Fans auch ein etwas mulmiges Gefühl wegen des verwirrenden Finales. Mit "Reunion" liefert Deck Nine nun das Kapitel nach, auf das wir alle gewartet haben: Chloe Price ist zurück. Ich habe mir angesehen, ob das Duo Max und Chloe auch Jahre nach Arcadia Bay noch die alte Magie versprüht.
von Wolfgang Kern
07.04.2026, 14:28 Uhr
Als Fan der Reihe vom ersten Teil an, war ich nach "Double Exposure" verunsichert, ob wir überhaupt ein Finale der Story erhalten werden. Das Problem war nicht die Qualität des Spiels oder die Story - die meiner Meinung nach sehr gut erzählt war -, sondern eher der ausbleibende finanzielle Erfolg des Spiels. Aber mit "Reunion" liefert Deck Nine nun das langersehnte Wiedersehen von Chloe und Max und ein sehr befriedigendes Ende der Serie.
Bevor wir mit dem Spiel beginnen, können wir bestimmte Freundschaften und Partnerschaften definieren - entweder frei oder eben so wie man selbst in den Vorgängern entschieden hat. Oder man lässt das Spiel entscheiden. Dabei werden bereits einige Story-Stränge festgelegt und definiert, wie sich bestimmte Charaktere gegenüber Max verhalten.

Die Geschichte setzt direkt an die Ereignisse an der Caledon Universität aus "Double Exposure" an. Max kehrt von einer Foto-Ausstellung zurück und findet den Campus in Flammen vor. Ihr Freund Moses schwebt in Lebensgefahr, und in ihrer Verzweiflung nutzt Max ein Selfie für einen Zeitsprung zurück - wir sind also weg vom Welten-Hopping durch Fotos aus dem Vorgänger und kehren zurück zur klassischen "Rewind"-Mechanik.
Parallel dazu begleiten wir Chloe, die von grausamen Visionen geplagt wird. Sie erinnert sich an ihren eigenen Tod und die Zerstörung von Arcadia Bay, obwohl sie doch quicklebendig vor uns steht. Diese Dualität der Erzählweise ist brillant geschrieben. Zu sehen, wie Chloe auf die Leute in Caledon reagiert und wie die beiden Handlungsstränge langsam zusammenlaufen, hat mich von der ersten Minute an gepackt.

Spielerisch fühlt sich "Life is Strange: Reunion" wieder deutlich mehr nach dem ursprünglichen "Life is Strange" an. Dass wir die Zeit zurückdrehen können, um in Gesprächen neue Informationen zu nutzen, hat mir in "Double Exposure" ein wenig gefehlt. Es lädt viel mehr zum Experimentieren und Erkunden ein.
Ein echtes Highlight sind die Abschnitte, in denen wir Chloe direkt steuern. Sie hat keine Superkräfte, dafür aber ihr loses Mundwerk. In speziellen Dialog-Duellen müssen wir Leute beeinflussen - und da wir hier nicht zurückspulen können, haben unsere Worte echtes Gewicht. Ein falscher Satz, und eine wichtige Information bleibt uns verwehrt. Das sorgt für eine tolle Dynamik und macht die Entscheidungen wieder spürbar relevanter als im direkten Vorgänger.

Grafisch bleibt das Spiel auf dem hohen Niveau von "Double Exposure". Die Lichteffekte, wenn die Sonne durch die herbstlichen Bäume von Caledon bricht, sind einfach wunderschön. Besonders auf der Xbox Series X läuft alles butterweich, und die Gesichtsanimationen transportieren die Emotionen von Max und Chloe gewohnt stark. Einzig ist seltenen Fällen kommt es kurz zu leichten Rucklern. Der Soundtrack ist - wie sollte es anders sein - wieder einmal perfekt gewählt und unterstreicht die melancholische, aber hoffnungsvolle Stimmung des Spiels.
Wie bewertest du das Spiel?
Dieses Rating für registrierte Benutzer lebt von der Qualität der verteilten Sterne. Seid bei eurer Bewertung also fair... [+]: Nur selten hat ein gutes Spiel die Höchstnote verdient und natürlich muss auch ein schwächeres Spiel nicht gleich immer komplett abgestraft werden. Je objektiver ihr eure Sterne vergebt, desto aussagekräftiger ist am Ende die Gesamtwertung. [–]
WEITERE NEWS ZUM SPIEL
KOMMENTARE
Xbox Aktuell
07.04.2026, 14:28 UhrEs wurden noch keine Kommentare abgegeben. Mach doch einfach den Anfang und sei die Nummer 1! 
Wie bewertest du das Spiel?
Dieses Rating für registrierte Benutzer lebt von der Qualität der verteilten Sterne. Seid bei eurer Bewertung also fair... [+]: Nur selten hat ein gutes Spiel die Höchstnote verdient und natürlich muss auch ein schwächeres Spiel nicht gleich immer komplett abgestraft werden. Je objektiver ihr eure Sterne vergebt, desto aussagekräftiger ist am Ende die Gesamtwertung. [–]





