The Sinking City 2 - Gelungener Cthulhu-Survival-Grusel
"The Sinking City 2" ist die Fortsetzung des gleichnamigen Titels von 2019. Inspiriert von H. P. Lovecraft und seinen Horror-Geschichten versetzt uns das Spiel in die 1920er Jahre. Wir haben uns das Sequel näher angeschaut. Welchem Horror wir begegnet sind, erfahrt ihr im folgendem Test.
von Wolfgang Kern
18.08.2026, 12:22 Uhr
Entwickelt wurde das Spiel erneut vom ukrainischen Studio Frogwares, das sich über viele Jahre hinweg vor allem mit seinen "Sherlock Holmes"-Adventures einen Namen gemacht hat. Während der erste Teil aus dem Jahr 2019 zwar eine starke Lovecraft-Atmosphäre bot, litt er noch spürbar unter spielerischen Schwächen, einer oft zu leeren Open World und hakeligem Gunplay.
Mit "The Sinking City 2" schlagen die Entwickler eine frische Richtung ein: Das Spiel versteht sich als eigenständiges Standalone-Sequel. Das bedeutet, dass ihr keine Vorkenntnisse aus dem Vorgänger benötigt, um voll in die Handlung einzutauchen. Statt auf ein sperriges Open-World-Konzept setzt Frogwares diesmal auf eine deutlich fokussiertere, extrem stimmungsvolle Survival-Horror-Erfahrung.
Die Geschichte führt uns ins überflutete Arkham im US-Bundesstaat Massachusetts der späten 1920er-Jahre. Über Lautsprecher dröhnen Alarmsirenen, während eine groteske Monsterbrut aus allen Ecken kriecht und die Straßen unter Wassermassen begraben liegen. Mittendrin befindet sich Hauptfigur Calvin Rafferty. Calvin ignoriert die Evakuierungs-Anweisungen ganz bewusst, denn er hat nur ein einziges Ziel: Seine große Liebe Faye zu retten, die sich in einem übernatürlichen, komaähnlichen Zustand befindet.

Um sie aus den sogenannten "Traumlanden" zurückzuholen, sucht Calvin in der düsteren Bibliothek von Arkham nach einem mystischen Ritual. Die Grenzen zwischen Realität und Calvins schwindendem Verstand verschwimmen dabei rasend schnell, was die Story ungemein spannend werden lässt.
Spielerisch orientiert sich "The Sinking City 2" spürbar an Genre-Größen wie "Resident Evil". Es erwartet euch eine gelungene Mischung aus Third-Person-Action, cleverem Ressourcen-Management und klassischen Adventure-Elementen. Das Inventar ist knapp bemessen, weshalb Munition und Heilmittel aus gesammelten Rohstoffen selbst hergestellt werden müssen.
In den Kämpfen stehen Calvins Pistole, Schrotflinte und Gewehr im Mittelpunkt. Stumpfes Ballern führt jedoch schnell zum Bildschirmtod. Die oft zombieartigen oder spinnenähnlichen Kreaturen besitzen spezifische Schwachstellen, die gezielt unter Beschuss genommen werden müssen, um Munition zu sparen. Ergänzt wird das Ganze durch Rätselabschnitte, das Durchsuchen von Hinweisen in Dokumenten sowie die Erkundung von verzweigten Arealen.

Arkham ist dabei der heimliche Star des Spiels. Die überfluteten Straßen, die man stellenweise nur mit dem Boot überqueren kann, und die verfallenen, düsteren Gebäude versprühen vom ersten Moment an eine beklemmende Cthulhu-Atmosphäre. Das Leveldesign ist spürbar fokussierter und kompakter als die riesige, oft sterile Stadtkarte des Vorgängers. Dadurch wirkt die Spielwelt organischer, bedrohlicher und lädt dennoch zum Erkunden von Geheimnissen abseits des Hauptwegs ein.
Grafisch macht "The Sinking City 2" einen gewaltigen Sprung nach vorne. Die Beleuchtung setzt tolle Akzente auf den nassen Oberflächen, und die Monsterdesigns fangen den Lovecraft’schen Körperhorror hervorragend ein. Die technische Performance läuft über weite Strecken flüssig und stabil, auch wenn vereinzelte Texturnachlader die Immersion kurz stören können. Gespielt wurde auf Series X und S, wobei der Titel auf der Series S wesentlich schlechter aussieht und die Performance dabei nicht ganz überzeugen kann.
Akustisch zieht das Spiel dagegen auf sämtlichen Xbox-Konsolen alle Register: Das Sounddesign punktet mit metallischem Knacken in der Ferne, unheimlichem Ächzen der alten Bauten und feuchten Schrittgeräuschen. Zusammen mit der exzellenten englischen Sprachausgabe und der gezielt eingesetzten, melancholisch-düsteren Musikuntermalung entsteht eine durchgehend angespannte Grundstimmung.
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Dieses Rating für registrierte Benutzer lebt von der Qualität der verteilten Sterne. Seid bei eurer Bewertung also fair... [+]: Nur selten hat ein gutes Spiel die Höchstnote verdient und natürlich muss auch ein schwächeres Spiel nicht gleich immer komplett abgestraft werden. Je objektiver ihr eure Sterne vergebt, desto aussagekräftiger ist am Ende die Gesamtwertung. [–]
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Xbox Aktuell
18.08.2026, 12:22 UhrEs wurden noch keine Kommentare abgegeben. Mach doch einfach den Anfang und sei die Nummer 1! 
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