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Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
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Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen - Fastfood statt Regen

29.01.2010 / 14:41 Uhr / Wolfgang Kern

Immer mehr Filmsstudios bringen neben einem Film auch eine dazugehörige Spieleadaption. Solche Spiele sind in der Zocker-Community aber meistens wegen zu schneller Entwicklungsdauer verschrien. Der neueste Titel, welcher auf einen Film basiert, ist das Spiel "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen". Der Name allein wirft eine Menge Fragen auf, die ich euch hoffentlich in diesem Review beantworten kann. Unter anderem ist Ubisoft für dieses Spiel verantwortlich und daher könnte man auch eine gewisse Qualität erwarten. Ob das Spiel nicht nur eine weitere lieblose Umsetzung eines Films ist, lest ihr pünktlich zum Kinostart in den folgenden Zeilen.

Legt man die Disc in die Konsole ein, gelangt man nach wenigen Sekunden in das sehr nette und interaktive Menü des Spiels. So steuert man im Menü bereits den Protagonisten Flint Lockwood, mit dem man die einzelnen Menüpunkte wie Spiel starten, Extras, Optionen und Freispielelemente anwählen kann. Auch die nette Hintergundmusik macht Laune. Die Story ist in einzelne Episoden unterteilt, wobei jede Episode mit fünf unterschiedlichen Missionen aufwartet. Eure Ausrüstung ist missionsabhängig, das heißt, dass man in jeder Mission andere Waffen und Werkzeuge benutzt um gegen das mutierte Essen vorzugehen. Mutiertes Essen? Ohh ja!

Wer sich mit dem Film bzw. dem Spiel noch nicht wirklich auseinandergesetzt hat, weiß natürlich nicht, was es mit diesem etwas eigenartigen Titel auf sich hat. Flint Lockwood, seines Zeichens Erfinder (wird aufgrund seines weißen Kittels auch des Öfteren mit einem Zahnarzt verwechselt), hat wegen des Tourismusrückgangs auf seiner Insel eine Maschine erfunden, die Essen vom Himmel regnen lässt. Doch wie es nicht anderes kommt, gerät die Maschine außer Kontrolle und das Essen beginnt sich gegen die Menschen zu wehren. Eine etwas paradoxe Situation, da das Essen beginnt, Menschen zu essen. Wer an diesem Punkt etwas wie "Oh mein Gott, wieder ein dummes und bedeutungsloses Spiel" denkt, sollte sofort umdenken. "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen" ist überraschenderweise ein echt tolles und abwechslungsreiches Spiel geworden, das vor allem zu Zweit eine Menge Spaß macht.

Flint Lockwood beginnt nun Schritt für Schritt gegen das Essen vorzugehen und die Stadt zu retten. Dabei wird er von Sam und Cal, zwei guten Freunden, unterstützt. Da stellt sich aber nun die Frage: "Was tut man eigentlich gegen mutiertes Essen???". Doch auch auf diese Frage hat der findige Erfinder Flint Lockwood eine tolle Lösung. So hat er eigens Waffen entwickelt, welche gegen bestimmte Essenssorten helfen. An dieser Stelle möchte ich nicht mehr verraten, da sich die Entwickler hier beinahe selbst übertroffen haben. Die erwähnten Waffen können je nach Missionsausgang verbessert werden. Jede von den fünf Waffen kann dabei zweimal optimiert werden.

Die einzelnen Missionen unterscheiden sich in Sachen Gameplay vor allem durch diese unterschiedlichen Waffen. In einigen Missionen kämpft ihr gegen riesiges Eis, große Gummibärchen oder Spagetti-Tornados. Diese Vielfalt an Essen, gibt dem Spiel einen sehr kurzweiligen Eindruck und erhöht den Wiederspielwert. Hin und wieder konnte ich mich vor Lachen nicht mehr halten, aufgrund von genialen Ideen bestimmte Nahrungsmittel zu besiegen. Auch wurde ein gewisser Rätselanteil in die Missionen gebracht, um versteckte Früchte oder andere Sammelobjekte zu finden. So müsst ihr auch mal Essen stapeln, um an höhere Stellen zu gelangen.

Anfangs gibt die Story aufgrund von fehlenden Zwischensequenzen nicht wirklich viel her. Die Erzählung erfolgt hauptsächlich über Bilder. Doch spätestens bei den späteren Missionen fällt dies nicht mehr auf. Je weiter ihr im Storyverlauf kommt, desto heftiger werden die Missionen. Da das Spiel aber vor allem für junge Zocker gemacht wurde, ist es für einen Erwachsenen nur bedingt herausfordernd.

Die Grafikqualität des Spiels ist sehr unterschiedlich. Schöne Texturen wechseln sich mit grausamen Animationen ab und umgekehrt. Etwas mehr Entwicklungsarbeit hätte das Spiel an dieser Stelle auf jeden Fall noch vertragen können. Die Charakterdarstellung ist dagegen wirklich gelungen und auch die Darstellung der unterschiedlichen Gegner. Vor allem das mutierte Hühnchen sowie sowie die aggressiven Gummibärchen sind echte Hingucker. Auch wurden die Levelhintergründe wirklich toll in Szene gesetzt. Tolle farbliche Wolken, Essensstürme und andere Dinge erfreuen hier das Auge. Der Soundtrack schwächelt gelegentlich, da er sich kaum von anderen abhebt. Dafür ist der Sound einfach Wahnsinn.

Auch ein kleiner Multiplayer hat sich auf die Disc geschlichen. So könnt ihr jederzeit einen weiteren menschlichen Kollegen mitspielen lassen. Dabei spielt der zweite Spieler den Affen Steve, der im weiteren Spielverlauf aber nicht wirklich erläutert wird. Ab und zu kann die Kamera im Zweispieler-Modus etwas zicken machen, ähnlich wie bei den "Lego"-Spielen.


1 Fazit

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