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Defense Grid 2 - Turmbau zu Xbox

31.10.2014 / 11:16 Uhr / Lesertest von NilsoSto

Tower-Defense-Spiele sind auf den Konsolen eher rar gesät. Schon für die Xbox 360 erschien 2009 aber der Erstling der "Defense Grid"-Reihe, der durchaus solide Tower-Defense-Kost bieten konnte. Der zweite Teil bietet zwar nicht viel Neues, setzt dabei aber auf die Stärken des Vorgängers und baut diese gekonnt aus.

"Defense Grid" handelt von der Invasion einer Alien-Rasse, die versucht Energiekerne aus unseren Basen zu entwenden und für sich zu nutzen. Unser Ziel ist es also, dem Plan der Aliens Einhalt zu gebieten und diese schlussendlich davon abzuhalten. Denn neigt sich der Energievorrat unserer Basen dem Ende zu, schalten sich diese ab und das Spiel ist vorbei.

Die Geschichte spielt sich dabei nur am Rande ab. Jede Mission beginnt mit einem kurzen Briefing und schildert uns in Textform kurz die Eckpunkte der nächsten Mission. Der Großteil der Story wird anschließend in Dialogen verschiedener künstlicher Intelligenzen während der Mission getragen. Die Gespräche reichen, aufgrund des gewöhnungsbedürftigen Humors, dabei von nett bis nervtötend. Zum Glück lassen sich die Stimmen unter den Einstellungen abschalten. Wirklich überzeugen kann die Story inhaltlich nämlich kaum.

Aber bei Tower-Defense-Spielen erwartet man ja nicht unbedingt eine komplexe und durchdachte Story, sondern in erster Linie spaßiges und forderndes Gameplay. Und hier macht "Defense Grid 2" das Meiste richtig. Zu Beginn einer Mission steht uns eine bestimmte Anzahl an Ressourcen zur Verfügung. Diese gilt es so schnell wie möglich in Türme zu investieren, um uns für die bevorstehende Alien-Invasion zu wappnen. Das Angebot an Türmen ist dabei überschaubar, bleibt dadurch aber übersichtlich und bietet trotzdem genug Variation und Abwechslung. Jeder Turm hat seine Stärken und Schwächen und sollte dementsprechend an einer geeigneten Stelle auf der Karte platziert werden. Dabei stehen uns vorgegebene Bauplätze zur Verfügung, die sich rasterartig über das Areal verteilen. Und auch hier zeigt sich eine weitere taktische Komponente. Denn durch geschickte Platzierung lassen sich Wege abschneiden und dadurch die Laufpfade der Aliens entscheidend verlängern. Im Verlauf der Mission lassen sich die Türme dann noch verbessern. Auch dazu benötigen wir Ressourcen, die man mit der Zeit oder nach Abschluss einer Welle erhält.

Die Aufgabe der Aliens besteht darin, die Energiekerne zu erreichen. Hierbei bekommt man es mit allerhand Gegnertypen zu tun. Diese reichen von langsam bis schnell und haben individuelle Stärken und Schwächen. Erreicht ein Alien unsere Zentrale, nimmt es den Energiekern auf und versucht diesen auf gleichem Weg zurückzubringen. Jetzt gilt es besonders aufmerksam zu sein, denn wird das Alien erwischt, wird der Energiekern zwar langsam zurück zum Ausgangspunkt gezogen, kann aber von einem anderen Alien direkt wieder aufgenommen und weitergetragen werden. Dieses Spielprinzip funktioniert ziemlich gut und macht immer wieder aufs Neue Spaß. Durch gelegentliche Veränderungen der Areale und andere Überraschungen bleibt das Gameplay zudem fast durchgehend spannend. Merkt man, dass sich die Situation ins Negative entwickelt, hat man jederzeit die Möglichkeit, per Knopfdruck zu einem früheren Kontrollpunkt zurückzuspringen und den Fehler auszubügeln. Praktisch ist aber auch die Vorspul-Funktion, durch welche sich beispielsweise ruhigere Passagen schneller hinter sich bringen lassen.

Das Spiel bietet eine Kampagne mit knapp 20 Missionen, die je nach Spielstil für zehn bis 15 Stunden beschäftigen. Anschließend hat man die Möglichkeit, diese Karten mit verschiedenen Modifikationen erneut zu spielen. Hierbei gilt es beispielsweise den Level mit einer begrenzten Anzahl an Türmen oder Ressourcen zu bewältigen. Des Weiteren ist es möglich sich mit einem Partner sowohl lokal als auch online in die Schlacht zu stürzen. Das ist allerdings mehr schlecht als recht umgesetzt. Im kooperativen Spielmodus stehen jedem Spieler nämlich nur vorgegebene Bereiche, in denen man bauen kann zur Verfügung. Da kann es schon mal vorkommen, dass der Mitspieler eine Route baut, wodurch man selber keine Möglichkeiten mehr hat, am Geschehen mitzuwirken. Bei lokalem Spiel kommt zudem ein massives Kameraproblem hinzu. Interessanter ist da der kompetitive Spielmodus, der allerdings nur online funktioniert. Hier hetzt man sich die Aliens gegenseitig auf den Hals, indem diese auf der gegnerischen Karte erscheinen, sobald sie von eigenen Türmen erwischt wurden.

Zu erwähnen bleibt noch, dass "Defense Grid 2" grafisch leider ziemlich altbacken aussieht. Zudem wirken die Level ziemlich statisch und steril. Und auch die Bildrate gerät bei großen Gegneraufkommen gelegentlich leicht ins Stocken. Hier wäre um Einiges mehr drin gewesen!

Lesermeinung von NilsoSto

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Defense Grid 2" insbesondere für Liebhaber des Genres spaßige Tower-Defense-Kost zu bieten hat. Über die Schwächen in der Story und in der Grafik lässt sich dadurch hinwegsehen. Ob man den Titel jedoch zum aktuell sehr hohen Preis von 24,99 Euro wirklich braucht, muss jeder für sich selbst entscheiden.
7,5

"gut!"

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26.04.2016 / Spiele für Mai vorgestellt 31.10.2014 / Lesertest zum Tower-Defense-Spiel

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