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Topvision Beamer - Gaming mit 'nem Billigheimer - macht das noch Spaß?

Filmfans schwören darauf, doch auch für viele Gamer klingt es verlockend, auf einer großen Leinwand zu zocken. Aber muss man für solch einen Traum wirklich viel Geld ausgeben oder reicht auch ein Billig-Beamer? Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut und den Test gewagt.

Marc Friedrichs

von Marc Friedrichs

12.04.2022, 16:00 Uhr 1

Wer sich einen hochwertigen Beamer anschaffen und in Sachen Bildqualität aus dem Vollen schöpfen möchte, muss tief in die Geldbörse greifen. Wer Wert auf 4K, ordentliche Farben, gute Kontrastwerte und dann auch noch leise Betriebsgeräusche legt, darf schnell einen kleinen bis mittleren vierstelligen Betrag ausgeben. Doch wer sich in den Shops umschaut, der findet auch alle Nase lang günstige Alternativen - oder zumindest angebliche Alternativen.

Einer dieser Kandidaten kommt aus dem Hause Topvision. Die UVP des "Heimkino Beamers" liegt bei 179,99 Euro, aber bei Händlern wie Amazon wird der Beamer regelmäßig immer mal wieder für rund 150 Euro angeboten. Die Produktbeschreibung verspricht eine hohe Leuchtkraft (9500 Lumen) gepaart mit einer langen Lebenszeit der Lampe (150.000 Stunden), dazu gesellen sich Schlagworte wie 1080p, 4K UHD und Touchscreen-Steuerung. Zudem wird mit einem ordentliches Kontrastverhältnis (12.000:1) sowie mit dem Hinweis "geeignet für Spiele" geworben. Unser Test zeigt: man muss damit zwar einige Abstriche machen, aber ganz so schlecht ist der Beamer am Ende auch wieder nicht. Zumindest für den Preis.

Der Topvision Heimkino Beamer kommt in einer recht dezenten Verpackung daher. Im Innern findet man neben dem Beamer ein Netzkabel, ein AV-Kabel, ein HDMI-Kabel, eine Fernbedienung, eine kurze Anleitung sowie eine Tragetasche. Der Projektionsabstand liegt zwischen 2 und 8 Metern, daraus ergibt sich eine Bilddiagonale von 45 bis 350 Zoll - also fast 9 Metern! Der Beamer ist zwar relativ hell, zur Geltung kommt das Bild aber trotzdem eher in abgedunkelten Räumen.

Die Herstellerangabe "natives 1080p" sowie der Hinweis auf 4K-UHD-Unterstützung stimmen zumindest über HDMI nicht. Schließt man an den Topvision Beamer eine Xbox Series X|S an, werden lediglich 720p mit 60 Hertz ausgegeben, was vor allem bei einer Projektionsfläche von 350 Zoll dann doch etwas wenig ist. Ob Filme über den internen Player via USB höher aufgelöst werden, lässt sich nicht sagen, da hier keine entsprechende Angabe eingeblendet wird. Schaltet man den Beamer ein, benötigt er kaum Zeit, bis er einsatzbereit ist. Positiv hervorzuheben ist in dieser Preisklasse zudem der Sound des internen Lautsprechers, der durchaus brauchbar ist, wenn man keine externe Soundanlage besitzt.

Beim Spielen - wir haben "Halo Infinite" ausprobiert - bleiben am Ende wie eingangs erwähnt nicht viele Pixel übrig und man muss aufgrund der geringen Auflösung ein paar Abstriche machen. Vor allem auf einer großen Leinwand gehen dann doch viele Details der Grafik verloren. Davon einmal abgesehen kann man mit dem Beamer aber durchaus ordentlich zocken und die Spielerfahrung lässt sich als ordentlich beschreiben. Eine Latenz bzw. eine Verzögerung der Darstellung ist kaum feststellbar. Aufgrund des geringen Gewichts kann man den Beamer auch mal eben zu Freunden mitnehmen und so auf die Schnelle ein durchaus brauchbares Kinofeeling zaubern, wenngleich die Lüftergeräusche doch recht laut sind.

Am Ende stellt sich wie so oft die Frage: was möchte man haben und - vor allem - was möchte man dafür ausgeben? Für 150 bis 180 Euro macht man mit dem Topvision Heimkino Beamer wirklich nicht viel falsch, allerdings sollte man nicht davon ausgehen, dass man damit ein Bild auf die Leinwand bekommt, welches mit einem Beamer einer höheren Preisklasse mithalten kann. Dennoch ist die Bildqualität für diesen Preis gut und die maximal Bildgröße von 350" der Wahnsinn, wenn man mal von der geringen Auflösung via HDMI absieht.

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Wolfgang

Wolfgang

12.04.2022, 20:55 Uhr

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