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Steelplay HP-44 und HP-45 Headsets - Ist billig noch gut genug?

Wer ein Headset für Konsole oder PC haben möchte, steht mittlerweile vor einer riesigen Auswahl - und kann viel Geld ausgeben. Doch es gibt auch günstige Modelle wie das Steelplay HP-45 bzw. das baugleiche HP-44. Kommt man mit billigen Headsets auch über die Runden?

Marc Friedrichs

von Marc Friedrichs

05.05.2022, 13:08 Uhr

Die Preise für Headsets variieren sehr stark: von einigen Euro bis hin zu knapp 500 Euro für das Bang & Olufsen Bioplay Portal ist alles dabei. Wenn man sich dann Tests (auch hier bei uns) anschaut, wird dann immer vom Preis-/Leistungsverhältnis gesprochen, doch am Ende landet man trotzdem schnell oft bei der Marke von 100 Euro. Und das ist viel Geld. Einige Spieler können das nicht mal eben so ausgeben, andere wollen das nicht, weil sie das Headset nicht so oft brauchen. Und da stellt sich natürlich die Frage, ob auch ein Headset aus dem untersten Preissegment seine Arbeit zumindest zufriedenstellend verrichtet.

Das HP-45 von Steelplay, welches wir uns heute mal genauer anschauen, ist gerade in den Handel gekommen und kostet in der UVP 24,99 Euro. Es ist ein kabelgebundenes Headset mit minimalen Features, kommt in schwarz mit grünen Akzenten daher und richtet sich deshalb augenscheinlich vorrangig an Xbox-Spieler. Das baugleiche HP-44 ist weiß mit blauen Akzenten und soll dagegen eher PlayStation-Spieler ansprechen. Grundsätzlich kann man aber beide Headsets mit allen Systemen nutzen - auch am PC oder mit der Nintendo Switch bzw. allen Geräten, die einen 3,5mm Klinkenanschluss besitzen.

Packt man das Headset aus, kommt einem erst einmal ein auffallend starker Kunststoffgeruch entgegen, der aber relativ schnell verfliegt. Insofern verwundert es auch nicht, dass das vorliegende HP-45 nahezu komplett aus Plastik besteht. In Sachen Verarbeitung, Haptik und Materialanmutung kann man dem Headset ein ausreichend attestieren. Allerdings muss man Steelplay zugute halten, dass man hier nicht das Gefühl hat, dass das Headset nicht stabil ist oder es an einigen Stellen schnell kaputt gehen könnte. Daher geht das so in Ordnung.

Das 2,5 Meter lange Kabel ist stoffummantelt und sollte daher nicht zu einem schnellen Kabelbruch neigen. Der vergoldete Audiostecker verspricht zudem eine gute Datenübertragung. Austauschbar ist das Kabel allerdings nicht, denn es ist fest mit dem Headset verbaut. Im Kabel ist außerdem eine zweckmäßige, recht große Fernbedienung integriert, mit der man die Lautstärke regeln und das Mikrofon an- und ausstellen kann. Am Headset selbst befinden sich daher keinerlei Tasten.

Die Ohrhörer sind mit Kunstleder überzogen und sind deshalb nicht besonders atmungsaktiv, was gerade im Hochsommer für heiße Ohren sorgen kann. Diese Problematik bringen allerdings oft auch deutlich teurere Headsets mit. Die Polster sind sehr weich, das Kunstleder ist allerdings sehr dünn, weshalb hier wohl die ersten Abnutzungserscheinungen auftreten werden. Man kann die Polster zwar abnehmen, ob es hier passenden Ersatz von Drittherstellern gibt, ist eine andere Frage. Preislich wird sich ein Austausch wohl auch tendeziell eher weniger lohnen.

Der Klang des HP-45 ist für Sprachchats ausreichend, Stimmen kommen klar und verständlich rüber. Für alles andere ist das Headset aber weniger geeignet. Gerade Musik klingt dumpf und bietet zeitgleich wenig Bass - eine recht selten anzutreffende Kombination. Mehr als ordentlich ist dagegen das Mikrofon. Dieses kommt zwar ohne Filter zur Rauschunterdrückung daher, dennoch wird die eigene Stimme gut übertragen. Hier sind auch viele der teureren Headsets oft nicht besser.

Abzüge gibt es aber wieder in Sachen Tragekomfort. Das Headset sitzt zwar nicht unbequem, allerdings liegen die Ohrhörer abhängig von der Kopfform nicht gerade auf. Da die Hörer nicht an einem Gelenk angebracht sind, befindet sich der Druckpunkt an der Unterseite, während der Sitz oben etwas weniger fest ist. Unbequem sind die HP-45 deswegen zwar wie erwähnt nicht, allerdings geht auch deshalb etwas an Soundqualität verloren, da der Klang gewissermaßen nach oben entweicht anstatt innerhalb der Polster für Volumen zu sorgen.

Fasst man das Ganze zusammen, bleibt am Ende vor allem das ordentliche Mikrofon in Erinnerung. Der Rest des Steelplay HP-45 ist ausreichend, in Relation zur UVP in Höhe von 24,99 Euro aber akzeptabel, sodass Spieler, die nicht viel für ein Headset ausgeben können oder wollen, hier durchaus zuschlagen können. Empfehlenswerte Alternativen sind einmal das Xbox Stereo Headset, welches im Markt teilweise schon ab 40 Euro zu bekommen ist, sowie das vergleichbare Logitech Astro A10 Gen 2. Da dieses aktuell aber noch relativ neu ist, wird hier die UVP in Höhe von knapp 60 Euro fällig.

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Xbox Aktuell

05.05.2022, 13:08 Uhr

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