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Xbox 360 - Peter Moore kommentiert Japan-Start

05.01.2006 / 09:20 Uhr / Marc Friedrichs

Peter Moore, Corporate Vice President of Worldwide Marketing and Publishing für die Xbox, hat sich gegenüber ZDNet zur Markteinführung der Xbox 360 in Japan geäußert. So war seiner Meinung nach das geringe Software-Angebot von nur 6 Starttiteln ausschlaggebend dafür, dass die Konsole die Kunden nicht sofort angesprochen hat. Er verwies auf die Veröffentlichung des Prügelspiels Dead or Alive 4 von Tecmo am 29. Dezember 2005, das die Hardware-Abverkäufe ankurbeln soll.

Allerdings würde sich das Schicksal der Konsole in Japan erst mit Spielen wie Blue Dragon und Lost Odyssey entscheiden; beide RPGs befinden sich bei Mistwalker in Arbeit und sollen 2006 ausgeliefert werden.

Zudem äußerte sich Moore zum Lieferengpass in den USA. Demnach schliesst Microsoft aus, dass Xbox 360 Konsolen aus Japan in die USA gebracht werden, um die dortige Nachfrage zu stillen.

Während die Xbox 360 sich in Japan eher schlecht verkauft und in den Regalen liegt, sind diese in den USA durch die große Nachfrage meistens leer. Eine Verlegung des japanischen Bestands in die USA sei laut Moore eine schlechte geschäftliche Entscheidung, da sie mit enormen Kosten verbunden sei.

Wie viele Xbox 360 sich in Japan befinden, ist unklar. Moore wies Berichte zurück, in denen von Hunderttausenden die Rede ist. Gleichzeitig gab er amerikanischen Händlern eine gewisse Mitschuld an der Warenknappheit in den USA: Ohne Namen zu nennen merkte er an, dass einige Geschäfte ihren Kunden eine höhere Verfügbarkeit der Konsole vorgegaukelt hätten, als es in den ersten Wochen dann tatsächlich der Fall war.

Einige Händler hätten dadurch womöglich ihre Zahlen überschritten, bevor sie wussten, wie hoch die Verteilungsmengen waren. Moore verspricht, dass Microsoft bald der Nachfrage nachkommen und sich dann darauf konzentrieren wird, die im Laden befindlichen Xbox 360 schnell genug zu verkaufen.

Link: ZDNet (Japan-Start)
Link: ZDNet (Lieferenpässe)

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