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Wie Cheats die Welt von Video- und Casinospielen vergiften - Es geht mittlerweile um Millionen

20.11.2019 / 11:53 Uhr / Xbox Aktuell Team

Wenn man als Kind eher zufällig einen Cheat in einem Computerspiel entdeckt hat, dann wurde dieser gnadenlos ausgenutzt, um die eigenen Siegchancen zu erhöhen. Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich im Spiel "FIFA 1998" mit Deutschland gegen Belgien gespielt habe. Am Anstoßpunkt lief ich mit meinem Spieler einen Schritt nach rechts und wollte eine lange Flanke auf die linke Seite schlagen. Statt dem Pass-Knopf drückte ich jedoch aus Versehen den Schuss-Knopf und der Ball flog im hohen Bogen über das halbe Feld direkt ins Tor.

Die Freude und Verwunderung war gleichermaßen groß. War das bloß purer Zufall oder hatte ich einen Cheat entdeckt? Es dauerte nicht lange bis ich meine Spieler ausschließlich in der Mitte des Feldes positionierte. Ball abnehmen, zum Mittelkreis, Schritt nach links und schießen. Tor!

Früher ging es um den Spaß, heute um viel Geld

Nun mag es sich fast schon heuchlerisch anhören, wenn sich der "FIFA 1998"-Betrüger von gestern über die Cheater von heute beschwert, und doch gibt es einen gewaltigen Unterschied. Früher konnte ich mir vom dem Sieg in exorbitanter Höhe nichts kaufen, heute geht es teilweise um Millionen.

"Fortnite"-Superstar FaZe Jarvis, ein Youtube-Spieler mit mehr als zwei Millionen Abonnenten, wurde kürzlich von Epic Games lebenslang gesperrt. FaZe Jarvis hatte bei "Fortnite", einem Battle-Royale-Shooter, sogenannte Aimbots eingesetzt, eine Software, die automatisch die Zielposition auf den Gegner einstellt und dadurch die Trefferquote deutlich steigert.

Früher waren solche "Cheats", wie spezielle Waffen oder mehr Spielgeld, sogar absichtlich von den Entwicklern in das Spiel eingebaut worden und konnten oft mit einer versteckten Tastenkombination abgerufen werden. Epic Games und andere Hersteller verbieten jedoch strikt die Verwendung jeglicher Tricks, denn bei E-Sport-Veranstaltungen für "Fortnite", "DOTA 2" oder "League of Legends" geht es um Millionen. FaZe Jarvis etwa hat mit seinen 17 Jahren bereits über zwei Millionen Euro erspielt und lebte zusammen mit Mitspielern in einem 11 Millionen teuren Anwesen in den USA.

Im Casino wurde schon immer geschummelt

Cheats sind allerdings keine Erfindung der Neuzeit, sondern treiben ihr Unwesen seit Menschengedenken. Vor allem im Casino, wo es ebenfalls um viel Geld geht, versuchen Spieler die eigene "Glückssträhne zu optimieren".

Bei den allerersten Spielautomaten etwa schliffen gewitzte Spieler die Kanten der Münze ab, wodurch der erste Detektor den Münzwert als korrekt erkannte und dem Spieler das Guthaben gutschrieb, während der zweite Detektor die Münze als fehlerhaft wieder ausspuckte. Mit ein paar Cent endlos spielen? Das lohnte sich!

Auch Online Casinos und Sportwetten Anbieter sehen sich Betrügereien ausgesetzt. Einige Spieler versuchen zum Beispiel, im Zusammenspiel mit anderen auf alle möglichen Ausgänge eines Events zu setzen, um einen Verlust des Einsatzes quasi unmöglich zu machen. Andere wiederum nutzen die Funktionalität der Währungsumrechnung im Casino, um in einer schwachen Währung einzuzahlen und in einer Stärkeren den Bonus zu kassieren.

Schadensersatz in Millionenhöhe

Casinos und Videospielhersteller gehen konsequent gegen Cheats vor und haben in der Vergangenheit teilweise Schadensersatz in Millionenhöhe erreicht. Hinter den Cheats stecken nämlich in den allermeisten Fällen nicht die Nutzer selbst, sondern Hackergruppen auf der ganzen Welt, die mit ausgeprägtem technischen Wissen den Herstellern das Leben schwer machen. Schadensersatzklagen müssen Spieler übrigens nicht fürchten, aber straffrei kommt man dennoch nicht davon. Der Fall FaZe Jarvis hat das deutlich gezeigt.

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