Beben in der Xbox-Zentrale - Spencer und Bond verlassen das Unternehmen
von Marc Friedrichs
20.02.2026, 23:04 Uhr 5
Dass Xbox-Chef Phil Spencer den Job nicht mehr lange machen würde, war mehr oder weniger ausgemachte Sache. Nun nimmt er tatsächlich seinen Hut, doch der Umbruch gestaltet sich völlig anders als von vielen gedacht.
Phil Spencer war nach einem Praktikum 1988 jetzt seit fast vier Jahrzehnten bei Microsoft, die Xbox-Sparte übernahm er nach dem katastrophalen Start der Xbox One als CEO im Jahr 2014. Auch wenn er die damalige Konsolengeneration wieder auf Kurs bringen konnte, so fehlte ihm bei Xbox Series X|S manchmal doch das glückliche Händchen - wobei man bei vielen aus Spielersicht fragwürdigen Entscheidungen natürlich nie genau wusste, ob Spencer die nun zu verantworten hatte oder doch eher die Konzernspitze rund um Microsofts CEO Satya Nadella bzw. Finanzchefin Amy Hood.
Dass die Zeichen für Phil Spencer auf Abschied standen, war die letzten Monate immer wieder zu erkennen: Der Xbox steht eine neue Zeit mit grundlegenden Änderungen bevor und da macht es einfach auch Sinn, mit neuen Führungskräften an den Start zu gehen. Allerdings sind nahezu alle Branchenkenner davon ausgegangen, dass Sarah Bond, die aktuelle Xbox-Präsidentin, den Posten übernehmen wird. Doch weit gefehlt: Auch sie wird das Unternehmen verlassen - und zwar im Gegensatz zu Phil Spencer, der noch bis Sommer als Berater tätig sein wird und den Übergang begleitet, sofort. Laut Phil Spencer stand sein Abschied übrigens bereits intern seit Herbst letzten Jahres fest, nun möchte er ein neues Kapitel in seinem Leben aufschlagen.
Die neue starke Frau an der Spitze der Gaming-Abteilung wird nun Asha Sharma, die bisherige KI-Präsidentin bei Microsoft. Sie leitete zuletzt im Unternehmen den Bereich CoreAI und war zuvor Vizepräsidentin bei Meta. Dass ausgerechnet eine Person aus dem Bereich KI den Job übernimmt, passt einerseits natürlich zum derzeiten Hype in der Technikbranche. Andererseits dürften viele Spieler eine solche Personalie auch äußerst skeptisch sehen. In einer internen Botschaft gibt Sharma dann auch zu, dass ihr dies durchaus bewusst sei. Sie wolle aber versprechen, dass sie weder einer kurzfristigen Effizienz hinterherjage noch das Xbox-Ökosystem mit seelenlosem KI-Einheitsbrei fluten werde. Für sie seien Spiele Kunst, die von Menschen erschaffen wird - wenn auch mit modernster Technologie.
KOMMENTARE
Xbone
24.02.2026, 09:23 UhrEndlich ist der Phil weg jetzt kommt eine K.I Beauftragte und die Xbox verliert noch mehr an Relevanz… wenn sie gescheit wäre dann zuerst den gamepass abschaffen dann exlusive Spiele einführen…. Oder gleich die ganze Marke den Bach runter gehen lassen…
Braevator
21.02.2026, 23:08 UhrKI ist ne Blase, die platzen wird. Ich kauf oder miete keine von KI produzierten Dinge und schon gar keine games um mal beim thema zu bleiben. Das wäre als würde ich mir Fülltext statt Literatur kaufen. KI ist per se schon ne falsche Bezeichnung, was ist daran intelligent? Nen alle Zutaten zusammenwerfender Mixer und Einheitsbreigenetator ist auch kein Koch. KI ist nur nen Werkzeug im Autopilot, das zumindest für mich noch nix generiert hat, was ich kaufen würde.
Marc
21.02.2026, 12:09 UhrKI wird in Zukunft immer mehr übernehmen - auch in der Spieleentwicklung. Ob uns das gefällt oder nicht. Und das ist kein Xbox-Thema, sondern ein Generelles.
Wolfgang
21.02.2026, 11:51 UhrIch bin echt kein Fan von KI. Vor allem generativer KI Modellen. Hoffe das wird kein Total-Reinfall für die Marke Xbox.
Braevator
21.02.2026, 09:46 UhrDie Zeichen stehen auf KI KI KI !!! Leider. warum investieren Gamer in ein „Ökosystem“ (find den Begriff unpassend, Marke trifft es besser)?
wegen der games
für KI generierte Games sehe ich da schwarz, das wird ein riesiges Fiasko für xbox. Exclusives matters, siehe nintendo. da kauft auch keiner ne sw wegen der multiplattform titel.





