Xbox Project Helix - Neue Pläne für die nächste Generation?
von Marc Friedrichs
10.06.2026, 14:37 Uhr
Letztes Jahr wagte sich Microsoft mit ersten Statements zu Project Helix, der nächsten Xbox-Generation, an die Öffentlichkeit. So sagte Sarah Bond eine Premium-Hardware voraus - die "ambitionierteste Xbox aller Zeiten". Und Insider erwarteten eine Grafikpower vergleichbar mit der GeForce RTX 5080. Mindestens.
Seitdem ist einiges passiert: aufgrund des KI-Booms und der Komponenten-Nachfrage von Rechenzentren, die den Markt vor allem für Speicher gewissermaßen leer kaufen, sind die Preise von RAM-Bausteinen extrem angestiegen. Da schon die jetzigen Konsolen teurer geworden sind, fragen sich viele Spieler, ob die Next-Gen für die Masse überhaupt noch bezahlbar bleibe. Dass die nächsten Geräte von Microsoft und Sony die 1.000-Euro-Marke knacken, ist gar nicht mehr das Thema, sondern eher wie viel mehr die Gamer darüber hinaus noch berappen müssen.
Und ja, auch bei Microsoft macht man sich darüber Gedanken. Wie Xbox-Chefin Asha Sharma in einem Interview mit Fortune sagt, würde man aufgrund der Preisentwicklung, die wohl auch noch einige Zeit so anhalten wird, neue Geschäftsmodelle prüfen, damit die Hardwarekosten abgefedert werden und Project Helix für Spieler erschwinglich bleibt. Seitdem die neue Hardware das erste Mal von Microsoft angeteasert wurde, hätten sich die Marktbedingungen extrem verändert: betrug der Kostenanteil der Speicherkomponenten bei einer Konsole früher in etwa 50 Prozent der Gesamtkosten, so seien die Preise für RAM in den letzten Monaten um das 2,75-fache gestiefen. Und Prognosen für die nächsten Monate bzw. Jahre sähen noch düsterer aus.
Grundsätzlich, so Sharma, wolle man an der Ausrichtung von Project Helix festhalten: Spitzenleistung für Xbox- und PC-Spiele. Dennoch erwäge man verschiedene Ansätze, um die Einstiegskosten zu senken. Das könnten Finanzierungsmodelle aber auch neue Vertriebswege sein. Letzteres könnte vielleicht auf einen Direktvertrieb hindeuten, so dass man für den Einzelhandel keine Gewinnspanne einplanen müsste. Laut der Managerin könnte man aber eventuell auch unterschiedliche Speicheroptionen anbieten, was am Ende die bisherige Fragmentierung durch Xbox Series X und Xbox Series S noch einmal fortführen würde. Zudem müsse man aber auch an neuen Komprimierungstechniken arbeiten, um den Speicherbedarf von Spielen zu senken. Effizienz sei das Zauberwort.
Wie Asha Sharma meint, sei die Branche jedenfalls an einem Punkt angekommen, an dem ein ausschließlich auf maximale Leistung ausgelegtes Premium-Modell für viele Spieler zu teuer werde. Künftige Konsolen müssten also veränderte Geschäftsmodelle bieten. Ihre Prognose: Erste Entwicklungen in diese Richtung könnten branchenweit bereits im Laufe des Jahres sichtbar werden - was immer das auch konkret bedeuten mag.
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10.06.2026, 14:37 UhrEs wurden noch keine Kommentare abgegeben. Mach doch einfach den Anfang und sei die Nummer 1! 





