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Enemy Territory: Quake Wars
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Enemy Territory: Quake Wars - Quake trifft Battlefield

04.07.2008 / 13:59 Uhr / C. Phiesel

Es ist nicht lange her, als uns "Quake 4" mit einer zensierten deutschen Auflage die Stimmung vermiest hatte. Dabei gibt es im Genre-Universum weitaus schlimmere Gewaltdarstellungen, die trotz dessen den Sprung auf die deutschen Bildschirme geschafft haben. Wie dem auch sei: "Enemy Territory: Quake Wars" besinnt sich dieses mal einzig und allein auf den Mutliplayerpart. Darum ist es zu Anfang auch nicht wirklich notwändig, ausschweifend Fakten über die Hintergrundgeschichte preis zu geben. Nach einem kurzen Intro stürzt man sich somit gleich ins Spiel - geht es mit einem Knopfdruck direkt ins Multiplayerspektakel oder doch eher Grafikdebakel?

Zu allererst muss gesagt sein, dass mit "Quake Wars" nicht leicht Zuckerschlecken ist. Das geht schon mit der Vorgeschichte, der Entwicklung des Spiels, eigentlich eher schlecht los. Die Idee der Entwickler war es offensichtlich, ein taktisch ausbalanciertes und auf Teamplay basierendes "Battlefield" mit einem actiongeladenen, schnellen und weniger teambasierten "Quake" zu vereinen. Manche werden diese Anspielung schon verstanden haben, dass so eine Mischung wohl eher ein gammliges als ein explosives Gemisch abgibt. Das ergab auch unser ausführlicher Test. Leider.

Beginnen wir mit der Menüführung. Einfach, simpel, überschaubar. Mehr braucht man dazu eigentlich nicht mehr sagen. Zum Spiel selbst ist uns während unserer Testphase aber so einiges untergekommen. Beispielsweise haben wir irgendwie die Kill-Death-Frag Anzeige vermisst, die eigentlich mit dem 21. Jahrhundert ihre Geburtsstunde hatte und seitdem eigentlich in jedem Shooter zu finden war. Nicht aber hier. Völlig ratlos steht bzw. liegt man nach einem Abschuss da und man weiß nicht, woher dieser Schuss kam. Das ist ein großes Manko an diesem Spiel. Man weiß nie, ob das eigene Team, welches eigentlich noch vor wenigen Sekunden hinter einem her marschiert ist, nicht bereits dem Erdboden gleich gemacht wurde und man womöglich alleine in den Kampf zieht. Das steigert natürlich die Frustmomente und macht absolut keinen Spaß. Und leider ist ein „Los, wir rushen jetzt mal eben schnell die gegnerische Base!“ gar nicht mal so einfach. Denn irgendwie haben es die Entwickler geschafft, fast alle negativen Aspekte der beiden unterschiedlichen Multiplayershootern zu einem zusammen zu fassen. Langsame Bewegungen mit taktischen Vorgehensweisen treffen auf rasante Multiplayerschlachten mit ständig durchgezogenem Abzug.

Aber das heißt nicht, dass die Entwickler mit diesem Spiel total versagt haben. Im Gegenteil. Es gibt viele positive Aspekte, welche man "Quake Wars" abgewinnen kann. Zum einen hat der Spieler die Möglichkeit, sich zwischen verschiedenen Spielerklassen eine auszuwählen. Zum einen gibt es hier den handelsüblichen Sanitäter mit serienmäßigen Medikits, die Soldaten mit leichter bis mittelschwerer Bewaffnung, Techniker, welche mit mehr als nur mit Schraubenschlüsseln bewaffnet sind und dann jeweils noch 2 Rassen unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten. In einem Multiplayermatch wird es der Fall sein, dass das eine Team die Rolle der Marines übernimmt, das andere Team die Rolle der Strogg, einer außerirdischen Rasse.

Einen „Einzelspielermodus“ gibt es eigentlich nicht. Lediglich bestimmte Missionen müssen ebenfalls auf Multiplayerkarten erfüllt werden. Zudem bieten die unterschiedlichen Aufgaben Gelegenheit dazu, die abwechslungsreichen Charakterklassen zu nutzen, da nicht jede Mission mit nicht nur ein und dem gleichen Charaktertyp fordert. Schließlich können Soldaten keine Türschlösser hacken, wie es beispielsweise die Agenten können. Die Aufträge bauen aufeinander auf und bilden dann doch irgendwie auf eine gewisse Art und Weise einen Handlungsstrang. Die Verwendung der unterschiedlichen Charakterklassen motivieren zudem. Wenn ein Spieler mit seinen besonders guten Leistungen aus den Spielen hervorsticht, dann kann sich derjenige auch bald auf beispielsweise verbesserte Sprintfähigkeiten freuen, was ebenfalls die Langzeitmotivation auf das Spiel anhebt.

Wie bereits erwähnt, ist das Spiel im Großen und Ganzen ein reines Multiplayerspiel. Auf 12 Multiplayerkarten, welche einen Querschlag durch alle nur erdenklichen Vegetationszonen machen, geht es heiß zur Sache. Womöglich werden auch bald neue Maps zum Download auf dem Xbox Live Marketplace bereit stehen. Auf den unterschiedlichsten Maps gibt es bis zu 13 Vehikel. Je nach Art und Weise des Vorgehens eignet sich eines der Vehikel mehr, als ein anderes. Das muss dann aber individuell nach strategischen Aspekten ausgewählt werden.

Treffen in einem Onlinespiel Menschen auf Menschen, ist dem Multiplayerspaß eigentlich keine Grenze gesetzt. Fehlen für ein komplettes Team noch Spieler, so ist es möglich auch computergesteuerte KI, kurz Bots, einzustellen, um eine annähernde Balance zwischen beiden Teams herzustellen. Seid ihr erst einmal im Spiel, bleiben euch in der Regel 20 Minuten, um die feindlichen Ziele zu eliminieren. Die Zeitangabe richtet sich dabei nach der jeweiligen Mission. Ihr werdet schnell merken, dass ihr ohne Fahrzeuge nicht sonderlich viel erreicht, sodass ihr zwangsläufig auf die Vehikel umsteigen müsst. Schwierig gestaltet sich auf alle Fälle die Fahrt mit einem Helikopter ähnlichen Gerät. Die Steuerung lässt hier einiges zu Wünschen übrig.

Außerdem strotzt das Spiel an manchen Stellen nur so vor Bugs. Maschinengewehre lassen sich nicht bedienen, da sie just in den Moment zerstört wurden, in dem man an sie heran treten will. In Folge dessen kann man sich nicht mehr bewegen, geschweige denn den Abzug der Waffe betätigen. Wir hoffen, dass sich diese kleinen Bugs nach einem hoffentlich baldigen Update aus dem Staub machen.

Auffällige Unterschiede treten auch beim direkten Vergleich der beiden Parteien auf: Zum einen übertrumpfen die Maschinen der Strogg in Sachen Durchschlagskraft und Auswahl. Zum anderen sind im Eins- gegen Eins-Kampf die Marines durch deutlich stärkere Waffen klar bevorteilt. Inwiefern dieses Verhältnis ausgeglichen ist, kann jeden Spieler für sich selbst zu entscheiden. Wir sagen dazu, dass die Stroggs gnadenlos benachteiligt sind.

Zu den Grafik und Soundeffekten hingegen kann man schon das ein oder andere Lob aussprechen. Die Menüsounds sind dem Spiel angepasst und stimmig. Sie verleihen selbst außerhalb des Spiels dem Spieler ein Gefühl der Dramatik und Action. Die Sprachausgabe, welche eigentlich im Spiel selbst so gut wie fast gar nicht vertreten ist, klingt flach und unbeeinflusst vom Spielgeschehen. Nur die Explosionseffekte sowie auch die Physikengine lassen ein wenig Platz für Wünsche und Kritik offen. Die Flammen von kleineren oder auch größeren Explosionen sind unrealistisch dargestellt. Selbst in rasanten und heiß umkämpften Szenen hat man nicht wirklich das Gefühl, mittendrin zu sein.

Obwohl diese Aspekte deutlich spürbar sind, muss man dem Spiel eines lassen: Irgendwie haben es die Entwickler geschafft, dass man nach einer Runde gleich die Nächste und danach gleich wieder die Nächste spielen will. Von der allgemeinen Steuerung und dem Verständnis des Spiels ist alles recht simpel gehalten, was höchst wahrscheinlich die meisten Spieler begeistert. Man kommt nach Hause, legt das Spiel ein und ohne großartig irgendwelche Spieleinstellungen vorzunehmen kann man Starten. Alles Wichtigere kann man auch im Spielverlauf einstellen. Beispielsweise lassen sich die Charakterklassen auch nach dem Tod einstellen. Die Respawnrate richtet sich je danach, wann die nächste Angriffswelle geplant ist. Man kann dabei Glück haben und gleich in der nächsten Sekunde am Fallschirm hängend respawnen, oder eben, wenn man Pech hat, 20 Sekunden warten. In dieser Zeit lassen sich Charakterklasse, Waffen, sowie der Absetzpunkt einstellen.


1 Fazit

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04.07.2008 / Testbericht online

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