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Fracture
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Fracture - Wer anderen eine Grube gräbt...

13.10.2008 / 16:59 Uhr / Wolfgang Kern

Vor nicht all zu langer Zeit lieferte Lucas Arts mit "Star Wars: The Force Unleashed" nicht nur ein neues Kapitel der "Star Wars"-Saga, sondern auch ein wirklich gutes Spiel mit einer herausragenden Physikengine. Die Betonung liegt hier auf dem Wort Physik, denn von dieser müssen die Jungs von Lucas Arts auf Grund ihres neuesten Spiels wirklich viel Ahnung haben. Bei "The Force Unleashed" benutzten wir die Macht, um Gegner und Objekte durch den Raum zu schleudern, nun heißt das Zauberwort "Terraforming": Die Rede ist natürlich von "Fracture". Worin "Fracture" sich von anderen Spielen abhebt und ob das Spielen damit Spaß macht, lest ihr im folgenden Test.

Wenn man einen Blick auf vergangene Shooter wirft, merkt man, dass in den letzten paar Jahren die Zerstörung immer mehr in den Vordergrund gerückt ist. "Mercenaries 2", "Battlefield: Bad Company", "GTA 4" und viele mehr würden mir auf der Stelle als Beispiel einfallen. Es gibt eigentlich nichts, was virtuell schon von uns zerstört, zerschossen oder hochgejagt wurde. Die Jungs von den Day 1 Studios und Lucas Arts sind uns aber schon einen Schritt voraus. In "Fracture" wollen sie uns zeigen, dass auch der Boden in einer Schlacht eingesetzt werden kann - ebenfalls als Waffe. Später mehr dazu, werfen wir vorher einen Blick auf die sehr innovative Story des Spiels.

Im Grunde geht es in "Fracture" um einen Krieg zwischen der Ost- und Westküste der USA. Durch den Klimawandel im 22. Jahrhundert stieg der Meeresspiegel stark an und dank der Geländeverformungs-Technologien gelang es den Amerikanern die Küstenregionen zu schützen. Die mittleren Staaten wurden jedoch überschwemmt und es bildete sich eine Kluft zwischen Ost und West. Die "Pazifikaner" im Westen der USA hofften ihr Heil in der Genmanipulation zu finden, die "Atlantische Allianz" im Osten hingegen setzte auf die Kybernetik, welche die Menschheit vor der Vernichtung bewahren solle. Als die Atlantischen Allianz die Genmanipulationen aber verurteilte und sie sogar unter Strafe stellte, trennten sich die einst zusammengehörigen Teile. Ein Krieg entbrannte zwischen den Mächten.

Man schlüpft in die Rolle von Jet Brody, einem Soldaten der Allianz. Anfangs seid ihr auf dem Weg nach Alcatraz, um General Nathan Sheridan festzunehmen. Jener kehrte, als seine Tochter starb, der Allianz den Rücken. Er war der Meinung, die Gentechnik der Pazifikaner hätte sie retten können. Das Vorhaben schlägt Fehl und ihr werdet auf eine sehr spannende Reise geschickt, bei der ihr unter anderem bei der Zerstörung der Golden Gate Bridge helft und dem verschneiten Washington DC einen Besuch abstattet. Insgesamt bestreitet ihr zwölf sehr unterschiedliche Level, unterteil in drei Akte.

Um sich gegen genmanipulierte Supersoldaten zur Wehr zu setzten, braucht man ein besonderes Arsenal an Waffen. Ihr könnt maximal zwei Waffen mit euch tragen, die ihr aber jederzeit auswechseln könnt. Ihr habt die Wahl zwischen futuristischen Waffen oder herkömmlichen Kalibern wie das Maschinengewehr. Hier machen aber die speziellen Wummen gehörig mehr Spaß. So hat jede Waffe eine wirklich coole Fähigkeit: Zum Bespiel verschießt man einen Pfeil, der physikalisch korrekt alles Herumliegende anzieht - auch feindliche Einheiten. Auch habt ihr einen Geländeverformer in eurem Anzug, welcher zwar nicht wirklich als Waffe dient, aber eine zentrale Funktion im Kampf gegen die Pazifikaner ist. So könnt ihr jeder Zeit unbefestigtes Gelände anheben oder absenken und euch so einen taktischen Vorteil verschaffen.

Natürlich gibt es auch Granaten, welche mit etwas mehr Wucht Gelände verformen und mitunter auch tödlich für Feinde im Umkreis enden können. Es gibt vier verschiedene Arten von Granaten, welche jede auf ihre Art gewaltige Auswirkungen hat. Auch Feinde machen regen Gebrauch von diesen Wurfgeschossen, wodurch nach einer gewonnenen Auseinandersetzung ein Schlachtfeld wie eine Off-Road-Rennstrecke aussieht. Richtige Actionstimmung kommt aber erst richtig auf, wenn euch Trümmer, Erdbrocken und Kisten um die Ohren fliegen. Aber auch Rätsel und kleinere Spielereien mit dem Geländeverformer sind in "Fracture" enthalten. Diese sind zwar nicht sehr komplex, bieten aber eine nette Abwechslung zu der monotonen Ballerei, wie man sie aus einigen Spielen kennt. Ob man nun Laserstrahlen mittels Absenken oder Anheben spiegelnder Oberflächen ablenk, oder Maschinen zerstört, in dem man sie einfach zuschüttet – das hat es einfach zuvor noch nie gegeben. Leider finden sich nur wenige dieser Rätselmomente im Spiel.

Aber neben der Spielerei mit der Physik, sollte man auch ein Auge auf das eigentliche Gameplay werfen. Das sich die Entwickler bei größeren Spielen wie "Gears of War" etwas bedient haben, lässt sich nicht abstreiten. Leider wurde hier auf ein Deckungssystem gänzlich verzichtet und so könnt ihr euch lediglich hinter Objekten ducken, aber nicht aus der Deckung heraus feuern. Auch die zu linearen Levels sind irgendwie sehr gegensätzlich und lassen kaum eine Möglichkeit offen, die Spielmechanik und die coolen Waffen ausgiebig zu erforschen. Trotz dieser negativen Aspekte gibt es auch Positives zu sagen. Die Steuerung ist sehr präzise und leicht handzuhaben und sicherlich auch für Genre-Neulinge (falls es die noch gibt) schnell eingängig. Das Waffenwechseln geht sehr schnell und so hat man auch mitten in einem Feuergefecht Zeit, eine gute Waffe situationsbedingt auszuwählen.

Die Grafik des Spiels ist kurz gesagt der Hammer. "Fracture" hält optisch auf jeden Fall ein recht hohes Niveau aufrecht und kann mit fantastischen Texturen und Effekten aufwarten. Vor allem wenn eine Vortex-Granate alles in ihrem Umkreis in sich aufsaugt, herumwirbelt und in einer Explosion wieder um sich herum verteilt, ist das ein wahrer Genuss für das Auge. Bei Explosionen könnt ihr den ganzen Boden um das Zentrum der Explosion beeindrucken wabern sehen, als wäre der Boden aus weichem Stoff. Sehr beeindruckend ist auch die Unterschiedlichkeit der Levels. Ob es regnet oder schneit, alles sieht neu und noch unverbraucht aus. Auch der Sound der Waffen ist wirklich gelungen und untermalt die Kämpfe zusätzlich. Die orchestralen Stücke des Soundtracks, der während des ganzen Spielgeschehens laufen, schaffen Blockbuster-Feeling und verleihen einigen Momenten im Spiel eine gewissen Dramatik.

Auch ein Multiplayer wurde dem Titel verpasst, welcher aber außer der neuartigen Spielmechanik nichts wirklich Neues bietet. Leider wurde kein Coop-Modus eingebaut, stattdessen gibt es Multiplayer-Standards: Deathmatch, King of the Hill, Capture the Flag. Mit bis zu zwölf Spielern kommt es aber auch hier zu actionlastigen Feuergefechten mit den Waffen und Funktionen aus dem Einzelspielermodus.


1 Fazit

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13.10.2008 / Terraforming-Shooter im Testlabor

Kommentare

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Wolfgang
ja isses auch.......wie gesagt wer was ANDERES sucht bzw. was für zwischendurch ist hier richtig

17.10.2008 / 21:01 Uhr / Wolfgang

Patrick
klingt doch eigentlich sehr nett :) = Smile

17.10.2008 / 09:15 Uhr / Patrick

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