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Burnout Paradise: The Ultimate Box
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Burnout Paradise: The Ultimate Box - Zurück im Garten Eden

02.03.2009 / 13:44 Uhr / Jens Kopper

Das Paradies. Der göttliche Garten. Der Ort an dem alles perfekt ist, man alles bekommt was man möchte, man sich unendlich beschäftigen kann, ohne dass auch nur ein Hauch von Langeweile aufkommt. Schließlich ist "der Eine" euer Gastgeber. Was kann man nun von einem Rennspiel erwarten, welches uns schon seit dem Jahre 2001 mit purer Geschwindigkeit und brachialer Zerstörungsgewalt erfreut und den Beinamen "Paradise" trägt? Die Rede ist natürlich von "Burnout". Um genau zu sein von "Burnout Paradise: The Ultimate Box". Dabei handelt es sich um eine erweiterte Edition der Ursprungsversion von "Burnout Paradise". Will Publisher Electronic Arts seinem Ruf gerecht werden und fleißig abkassieren, oder lohnt der Kauf der neuen Edition? Fragen über Fragen. Antworten findet ihr in unserem paradisischen Test.

Als allererstes könnt ihr euch hier die Unterschiede zwischen der normalen Edition und der "Ultimate Box" anschauen. Letzters enthält zusätzlich zur Originalfassung folgende Packs:

  • Cagney
    • 3 neue Online-Spielmodi (Marked Man, Road Rage, Stunt Run)
    • 70 neue Herausforderungen
    • 2 neue Fahrzeuge
    • Info-Bildschirm mit Neuigkeiten und vielem mehr
  • Bikes
    • 4 heiße Motorräder
    • spezielle Motorrad-Herausforderungen und -Lizensen
    • dynamischer Tag-/Nachtwechsel
    • Wettereffekte
  • Party
    • Offline-Herausforderungen für bis zu 8 Spieler

Ich muss es direkt zugeben. Wenn mich ein Spiel mit der rauchigen Stimme von Axl Rose begrüßt, der von schönen Frauen, Stränden und Sonne singt, hat ein Spiel sofort einen Bonus bei mir. Es ist aber auch absolut logisch, die Streifzüge durch "Paradise City", mit Guns'n Roses gleichnamigen Hit zu hinterlegen. Der Soundtrack ist sowieso wieder über jeden Zweifel erhaben. Von Rock über Hip-Hop bis Techno wird wirklich alles geboten. Sehr cool finde ich persönlich die implementierte klassische Musik. Es hat einfach Stil durch die bildhübsche City zu heizen und dabei Stücke von Antonio Vivaldi oder Mozart zu genießen. Wem das nicht gefällt, der kann im Menü aber auch einstellen, mit welcher Musik er berieselt werden will. Gerade durch den wirklich passenden Soundtrack und den Tag-Nacht-Wechsel erzeugt "Burnout Paradise" eine Atmosphäre, die seines gleichen sucht. Die Stadt wirkt wie aus einem Guss und ist komplett frei befahrbar. Keine Barrieren behindern euren Entdeckungsdrang.

Ich erwische mich jedesmal, dass ich mir meine Lieblingskarre schnappe und ohne tieferen Sinn durch die paradisische Stadt heize. Der Motor brüllt, die Sonne geht glühend am Horizont unter und im Hintergrund läuft eine meiner Lieblingsbands (Seether). Wunderbar. Dieses freie Fahren ist aber auch einer der Kernpunkte von "Burnout Paradise". Die Stadt steckt voller Sprünge, die gemeistert werden wollen. Überall gibt es Werbetafeln und Absperrungen, die zertrümmert werden wollen. So kann man sich wirklich stundenlang beschäftigen, ohne irgendein Event zu starten. Dabei haben sich die Entwickler wirklich nicht lumpen gelassen und erschlagen euch mit der Fülle an Events. Normale Rennen, Road Rage, Stuntrennen, Marked Man, Burning Route. An fast jeder Straßenkreuzung gibt es ein Event zu meistern.

Dabei sind die oben genannten Veranstaltungen natürlich grundverschieden. Beim normalen Renne gilt es gegen sieben Konkurrenten möglichst schnell von A nach B zu kommen. Bei Road Rage geht es um das, worum es bei Burnout eigentlich schon immer ging: Crashen. Ziel ist es, möglich viele Takedowns zu erzielen. Salopp gesagt, möglichst viele Gegner in irgendeiner Art und Weise zu verschrotten ohne selbst zerlegt zu werden. Um was es bei den Stuntrennen geht, erklärt sich ja quasi von selbst. Macht Sprünge und Barrelrolls, um möglichst viele Punkte zu erhalten. Marked Man hingegen ist ein frischer Modus. Dabei handelt es sich quasi um Fangen spielen auf vier Rädern. Ihr seid der Marked Man und müsst von A nach B kommen, ohne komplett zerstört zu werden. Eine Vielzahl an CPU-Gegner möchte euch nämlich an eurer erfolgreichen Fahrt hindern. Ich brauche ja nicht zu erwähnen, dass es sich hier anbietet, ein sehr stabiles bzw. sehr schnelles Fahrzeug zu wählen. Richtig interessant sind aber die Burning Route Rennen. Für jedes Fahrzeug in eurem Fuhrpark gibt es ein solches Rennen. Auch hier gilt es wieder vom Startpunkt zum Ziel zu gelangen. Allerdings seht ihr euch diesmal mit einem Zeitlimit konfrontiert. Solltet ihr dieses Rennen erfolgreich erledigen, erhaltet ihr ein neues Fahrzeug. Um genau zu sein, eine bessere Version des Fahrzeugs mit dem ihr die Burning Route bestritten habt. Und das bringt mich auch schon zum nächsten Punkt. Die Autos in "Burnout Paradise: The Ultimate Box".

Nimmt man alle Autos, die im Spiel enthalten sind, plus die Motorräder, welche durch das in der "Ultimate Box" implementierte Bikes Pack verfügbar sind, erreicht man schon knapp 80 verschieden Fahrzeuge. Die Zahl sollte man aber mit etwas Vorsicht genießen. Schließlich sind viele Schlitten in zweifacher Ausführung vorhanden. Trotzdem ist die Anzahl für einen Arcade-Raser riesig. Selbst untereinander unterscheiden sich die Karren. So gibt es z.B. richtig dicke Maschinen, welche ganz klar für Road Rage gedacht sind, da sie über eine extrem hohe Stabilität verfügen. Ebenfalls vorhanden sind Hochgeschwindigkeitswagen, welche natürlich super schnell sind, leider aber auch sehr schwer zu kontrollieren. Je nachdem in welche Klasse das Fahrzeug eingeordnet ist, unterscheidet sich auch der Boost-Typ. So besitzen Stunt-Autos z.B. eine einzige große Boostleiste, die ihr immer benutzen könnt, wenn ihr etwas Boost gesammelt habt. Bei den Tempo-Fahrzeugen hingegen, müsst ihr die Leiste erst komplett füllen, bevor ihr sie benutzen könnt. Dafür füllt sie sich aber auch automatisch wieder auf und lässt euch weiterboosten, wenn sie komplett in einem Zug geleert wurde. Ihr fragt euch jetzt wie man überhaupt Boost sammelt? Ganz einfach! Fahrt im Gegenverkehr, macht Sprünge, erzielt Takedowns usw. Das Alles gibt euch Boost.

Wo wir uns gerade mit den Fahrzeugen beschäftigen, kommen wir zur ersten Änderung zwischen der Originalversion von "Burnout Paradise" und der neuen "Ultimate Box". Wie oben schon erwähnt, beinhaltet diese Edition nämlich das auf Xbox Live verfügbare Bikes Pack (Codename Davis). Um genau zu sein, gibt es vier verschiedene Zweiräder, obwohl auch hier wieder gilt, dass es eigentlich nur zwei Motorräder in zwei Ausführungen sind. Einen Boost besitzen die Bikes leider nicht und auf die in Kurven sehr nützliche Handbremse müsst ihr naturgemäß auch verzichten. Trotzdem haben sich die Entwickler auch hier wieder große Mühe gegeben und bieten euch mit den Motorrädern eine alternative Kampagne, die ihr erledigen könnt. Mit der Hauptkampagne kann und möchte sich diese Alternative aber niemals messen.

Damit gelangen wir zum Punkt Hauptkampagne. Positiv: Es gibt bei "Burnout Paradise" keine Story wie z.B. bei "Need for Speed", keine Handlung, einfach garnichts. Ihr werdet im ganzen Spiel, außer dem Modell das hinten auf eurem Motorrad sitzt, keinen einzigen Character treffen. Nur die auf Dauer akut nervige Stimme von DJ Atomica begleitet euch. Was ist aber dann der Sinn von "Burnout Paradise", was motiviert euch weiterzuspielen? Im Grunde drei Dinge. Das Hauptziel des Spiels ist es, eure Fahrlizenz auf die höchste Stufe zu bringen. Besitzt ihr am Anfang nur eine "Anfängerlizenz", erlangt ihr am Ende die "Burnout-Lizenz". Je mehr Events ihr gewinnt, umso höherwertiger wird eure Fahrlizenz.

Anstelle der Jagd auf Lizenzen, sind zwei Dinge aber viel interessanter: Zum Einen die Entdeckungstouren durch die Stadt. Es gibt wirklich immer irgendwo, irgendwas zu entdecken. Ich persönlich bin sehr oft auf der Suche nach sogenannten "Super-Jumps". Dabei handelt es sich um besonders waghalsige Sprünge über Schluchten, Häuser oder Straßen. Unzählige davon sind in Paradise City versteckt. Habt ihr dann einen gefunden kann euch nur ein passieren: Euch fehlt das passenden Gefährt, um diesen Sprung zu meistern. Und hier greift der Hauptmotivationsgrund des Spiels. Die permanente Jagd nach neuen Autos. Sei es nun, dass ihr einen schnellen Flitzer braucht, um einen der oben erwähnten "Super-Jumps" zu schaffen oder dass ihr einen neuen "Panzer" benötigt, um ein Road Rage bzw. Marked Man zu bewältigen. Ihr seid immer auf der Jagd nach neuen Autos.

Grafisch ist "Burnout Paradise" ebenfalls ein Genuss. Hochauflösende Texturen, riesige Weitsicht, hübsche Spiegelungen, glatte Kanten. Alles wunderbar. Und sogar komplett ruckelfrei. Bei so einer großen Stadt, die vollkommen ohne Ladezeiten auskommt, sehr löblich. Aber selbst wenn es mal richtig zu Sache geht und überall die Autos zerfetzen und durch die Luft fliegen, werdet ihr keinen Einbruch der Framrate feststellen.

Auch bei der Steuerung hat sich Criterion keine Fehler erlaubt. Mit den beiden Triggern gebt ihr Gas bzw. bremst. Mit dem linken Stick wird gelenkt, der rechte Stick lässt euch zu jeder Zeit die Kamera drehen. Boosten könnt ihr mit der A-Taste, die Handbremse liegt auf X. Mehr braucht ihr nicht, um euer Auto zu jeder Zeit unter Kontrolle zu haben.

"Burnout Paradise: The Ultimate Box" ist ja so schon ein famoses Spiel. Richtig rockt das Ganze aber online. Ihr könnt jederzeit während eurer Offline-Fahrt in den Online-Modus wechseln. Dabei könnt ihr natürlich entscheiden, ob ihr ein Spiel erstellen oder an einem teilnehmen wollt. Und dann gibt es quasi keine Grenzen mehr. Es macht einfach höllisch Spaß, einen menschlichen Gegenspieler abzuschießen bzw. in einem Rennen zu besiegen. Doch damit noch nicht genug. Es wäre ja schon genial, alle Offline-Events online fahren zu dürfen. Die Jungs von Criterion haben sich aber noch extra Online-Herausforderungen aus den Fingern gesaugt. So müssen z.B. alle Spieler in einer gewissen Zeit eine Barrelroll machen oder zwei Spieler zeitgleich einen Sprung über eine Brücke. Dass das wahnsinnig viel Spaß macht, muss wohl nicht noch extra erwähnen.

Eine Kleinigkeit hat mir am Online-Modus aber nicht gefallen. Es gibt auf diesem Planeten viel zu viele Spieler, die nur auf Takedowns aus sind. Sinnvolles Zocken ist mit denen leider nicht möglich, da sie keinerlei Interesse an Challenges haben, sondern nur immer mehr Takedowns ihrer Online-Lizenz hinzufügen wollen. Somit steht und fällt der Spaß am Multiplayer wie so oft leider mit euren Mitspielern. Habt ihr das Glück und trefft auf Gamer, die richtig spielen wollen, ist "Burnout Paradise" online eine absolute Spaßbombe.

Aber auch Offline kann man dank des Party-Packs mit bis zu acht Freunden zocken. Allerdings gibt es hierbei nur bestimmte Challenges zu meistern. Und das auch nur im "Pass the Pad"-System. Auf deutsch: Ihr braucht eigentlich nur ein Pad, da nacheinander gespielt wird. Hört sich zwar öde an. Macht aber ebenfalls ziemlich Spaß.


1 Fazit

Detailseite: Alle Infos zum Spiel
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Kommentare

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Jens
Siehst du, so verschieden sind die Geschmäcker. Mir gefällt er garnicht ;D

02.03.2009 / 20:24 Uhr / Jens

Master_leo_chief
Wow geiler Review, echt nice !

Ich hoffe ich kann mir einige Sachen bei dir abgucken :D = D

02.03.2009 / 17:29 Uhr / Master_leo_chief

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