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Kameo: Elements of Power - Klassikertest

Julian Riefsdahl

von Julian Riefsdahl

28.07.2006, 00:52 Uhr

Die Spieleschmiede Rare ist bekannt für lange Entwicklungszeiten, das Spiel Kameo: Elements of Power macht da keine Ausnahme, seit 2002 wurde an dem Titel gearbeitet. Kameo war ursprünglich für den Gamecube angekündigt, als Rare von Microsoft aufgekauft wurde, sollte es für die Xbox erscheinen und nun nach fast vier Jahren kam es als Launch-Titel für die Xbox 360 auf den Markt. Ob man dem Spiel die vier Jahre Entwicklungs-Zeit ansieht, erfahrt ihr in unserem ersten Klassikertest.

Grafisches Meisterwerk der Superlative
Wie es sich für ein echtes Adventure gehört, hat auch Kameo: Elements of Power eine umfangreiche Story. Als die junge Elfe Kameo, drei sogenannte Elementar-Krieger von ihrer Mutter vererbt bekommt, fühlt sich ihre Schwester Kalus vernachlässigt. Um sich zu rächen, nimmt sie ihre Familie gefangen, versklavt sie und, als wenn das nicht genug wäre, zettelt sie den Kampf der Elfen gegen die Orks erneut an, indem sie den selbsternannten Troll-König Thorn wieder zum Leben erweckt. Nun liegt es natürlich an Kameo, ihre gesamte Familie aus den Händen ihrer Schwester zu befreien und Frieden in die Welt der Elfen zu bringen. Doch um Kalus zu schlagen benötigt sie die restlichen sieben Elementar-Krieger und nun liegt es an euch sie zu holen.

In grafischer Hinsicht haben die vier Jahre dem Spiel bestimmt gut getan. Kameo: Elements of Power ist wohl einer der grafisch am schönsten Launch-Titel der Xbox 360. Das sieht man bei den wunderschönen Charaktermodellen, den sehr plastisch wirkenden Gebäuden und den herumfliegenden Schmetterlingen sehr gut. Obwohl die Xbox 360 durch diese kleinen Details wohl sehr ausgeschöpft wird, kommt es zu keinen Rucklern. Einzig die Ladezeiten zwischen den Bereichen stören ein wenig den Spielverlauf. Die Übersetzung der Texte sowie der Synchronisation sind dafür nahezu perfekt gelungen. Durch diese Merkmale wirken die Charaktere authentisch.

Geschichten von boxenden Pflanzen und feurigen Ameisen Die Elementar-Krieger wurden in jeweils fünf Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe besteht aus zwei Kriegern. Es gibt die Gruppen Pflanzen, Feuer, Fels, Wasser und Eis. Jeder Elementar-Krieger hat seine ganz eigenen Fähigkeiten, die ihr geschickt bei den Rätseln einsetzen müsst, um im weiteren Spielverlauf voran zu kommen. So müsst ihr euch z.B. in General Schaden verwandeln, um mit seinen Fähigkeiten z.B. über eine Schlucht zu kommen. Oder wiederum in die Feuerechse, um Fackeln anzuzünden, damit sich eine Tür öffnet. Leider wiederholen sich diese Rätsel, was das Gameplay auf Dauer ein wenig eintönig macht.
Um nicht immer in das Pausen-Menü wechseln zu müssen, um sich in die Elementar-Krieger zu verwandeln, gibt es übrigens die Möglichkeit, drei der zehn Krieger auf die X-, Y- und B-Taste zu setzen.

Doch am Anfang müsst ihr euch die Elementar-Krieger erst einmal besorgen. Die meisten von ihnen bekommt ihr im Kampf gegen die so genannten Schattentrolle, welche euch die Krieger ganz gewiss nicht einfach schenken. Die Schattentrolle werden nämlich mit jedem Mal stärker und dadurch wird es natürlich auch schwerer, sie zu besiegen. Ein paar wenige Elementar-Krieger bekommt ihr jedoch auch, wenn ihr eure Familien-Mitglieder aus den Klauen der Dämonen befreit.

Kurzes Vergnügen
Kameo: Elements of Power mag zwar ein grafisch wunderschönes und spielerisches unglaubliches Spiel sein, doch es hat auch seine Kritikpunkte. Der größte ist die extrem kurze Spielzeit: Durchschnittliche Spieler haben das Abenteuer in 10 bis maximal 13 Stunden bestanden. Einen Grund die verschiedenen Levels erneut zu spielen, gibt es aber allemal: Wenn ihr in jedem Level einen bestimmten Highscore erreicht, winken tolle Boni wie z.B. neue Skins, Animations-Videos, Cheat-Packs und vieles mehr. Um einen solchen Highscore zu erreichen, darf man sich aber auch keinen einzigen Tod erlauben. Auf dem Xbox Live Marktplatz gibt es auch zwei Kostüm-Pakete, in dem Skins enthalten sind, die man sich für jeweils 200 Microsoft Points downloaden kann.

Einen kooperativen Modus gibt es auch. Allerdings muss man die Levels erst im Singleplayer Modus Freischalten, um sie im Koop-Modus spielen zu dürfen. Es wäre bestimmt um einiges spaßiger gewesen, das Abenteuer von Anfang an mit einem Kumpel durchzuspielen. Mittlerweile gibt es auf dem Xbox Live Marktplatz auch einen kostenlosen Patch, mit dem sich der Koop auch über Xbox Live und per System Link spielen lässt. Es stehen zu zweit jedoch nur die Tempel-Levels selber zur Verfügung. Somit kann man sich leider nicht zu zweit auf dem Ödland durch die Mengen an Orks kämpfen oder sich in den Dörfern ein wenig umschauen.

Atmosphäre Bombe
Wie man es von Rare gewohnt ist, ist der musikalische Teil auch bei Kameo sehr gut ausgefallen und kann durch einen wunderschönen Soundtrack überzeugen. Dieser schafft besonders in den Tempeln und in den Boss-Kämpfen eine Menge Atmosphäre. Auch die Soundeffekte, wie z.B. Vogel-Gezwitscher wirken sehr echt.

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Dieses Rating für registrierte Benutzer lebt von der Qualität der verteilten Sterne. Seid bei eurer Bewertung also fair... [+]: Nur selten hat ein gutes Spiel die Höchstnote verdient und natürlich muss auch ein schwächeres Spiel nicht gleich immer komplett abgestraft werden. Je objektiver ihr eure Sterne vergebt, desto aussagekräftiger ist am Ende die Gesamtwertung. [–]

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28.07.2006, 00:52 Uhr

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