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Need for Speed: Shift
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Need for Speed: Shift - Zurück auf die Erfolgsspur

16.09.2009 / 12:39 Uhr / Marc Friedrichs

Die "Need for Speed"-Reihe durchlebte zuletzt schwierige Zeiten, denn die letzten Teile konnten weder Presse noch Spieler wirklich überzeugen. Viele sehen "Underground" als den letzten Meilenstein an, ältere Spieler sind dagegen sogar seit "Porsche" nicht mehr ins Schwärmen gekommen. Nun hat Electronic Arts reagiert. Das neue "Need for Speed: Shift" soll mit neuem Entwicklerstudio zu alter Stärke zurückfinden, wobei man allerdings einen neuen Schwerpunkt setzt: War "NfS" bislang ein Aushängeschild für wilde Arcaderennen, will man nun mit etwas mehr Simulation punkten. Ob dies gelingt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Anfangs aber gleich mal eine kleine Entwarnung für alle eingefleischten "Need for Speed"-Fans, die mit einer Simulation nicht allzu viel anfangen können: Die Steuerung der Fahrzeuge ist zwar etwas anspruchsvoller als in früheren Spielen der Reihe, in denen die Boliden quasi wie auf Schienen fuhren, doch mit "Forza Motorsport" & Co. kann und will EA sicherlich nicht gleichziehen. Besonders in den Kurven drohen die Autos jetzt aber leichter auszubrechen, sodass man hier sorgfältig die Dosierung von Gas und Bremse abwägen sollte.

Alles in allem erinnert "Need for Speed: Shift" stark an Codemasters "Racedriver"-Reihe - was durchaus nicht schlecht ist. Anstelle vor der Polizei zu fliehen, findet man sich nun auf Rennkursen wieder, auf denen Motorsport richtig groß geschrieben wird. Zum einen gibt es diverse Stadtkurse, auf denen man sich auf abgesteckten Strecken heiße Duelle liefert, zum anderen auch offizielle Rennstrecken. Fans des Rennsports werden so u.a. auf Brands Hatch, Silverstone oder auch die berüchtigte Nordschleife des Nürburgrings nicht verzichten müssen.

Um den Simulationcharakter des Spiels ein wenig zu erhöhen, haben die Entwickler der Slightly Mad Studios massig Einstellungsmöglichkeiten in den neuen "Need for Speed"-Titel integriert. Erstaunlicherweise sind dabei so viele Parameter vorhanden, dass selbst "richtige" Rennsimulationen dagegen teilweise etwas blass aussehen. Aber: Die Settings haben kaum einen wirklichen Einfluss auf das Renngeschehen. So ist das Ganze am Ende eine nette Dreingabe, im Spiel werden aber sicherlich nur die wenigstens darauf zurückgreifen und das Features nicht mit der Zeit ignorieren. Schön ist aber, dass es als allererstes in "Shift" ein kleines Einführungsrennen gibt. Je nachdem wie man hier abschneidet, werden dem Spieler Einstellungsoptionen vorgeschlagen. Wer sich z.B. nie wirklich sicher ist, ob die Schwierigkeitsstufen "einfach", "mittel" oder "schwer" zu wählen sind, kann sich hier einen Tipp abholen.

Zurück zum "Racedriver"-Vergleich. "Shift" bietet jetzt ebenfalls eine... nun, Story wäre dann doch etwas übertrieben... Rahmengeschichte. Man startet als Niemand in die Szene und kämpft sich bis zur großen World Tour durch. Dabei gibt es in kleinen Einspielern und vor den jeweiligen Rennen immer wieder regen Funkkontakt zum Team. Anfangs startet man mit einem kleinen Budget und verdient nach und nach immer mehr Geld, was in neue Autos und Upgrades investiert werden kann, um irgendwann in der Meisterschaft ganz oben zu stehen. Bei den Upgrades stehen dabei diverse Tuningmöglichkeiten zur Verfügung, sodass man hier schnell - genügend Bargeld vorausgesetzt - das beste oder vielmehr: das schnellste aus seinem Wagen herauskitzeln kann.

Die Rennen an sich laufen spannend ab. Die Gegner-KI ist zwar auch nicht immer die hellste, aber im Großen und Ganzen recht passabel. Einziger Kritikpunkt: Mit steigendem Schwierigkeitsgrad werden die Kontrahenten eher aggressiver als wirklich besser. Gerade auf engen Kursen wird dann oft gerempelt was das Zeug hält. Spätestens hier verabschiedet sich dann der Simulationscharakter endgültig.

Neu ist in "Need for Speed: Shift" das Bewertungssystem, was ein wenig an die Kudos aus "Project Gotham Racing" erinnert. Hier wird der eigene Fahrstil nach Aggressivität und fahrerischem Können bewertet, was aber teilweise etwas undurchschaubar ist. So kann es in Rennen durchaus vorkommen, dass man Sterne sammelt ohne genau zu wissen, was man gerade eigentlich getan hat. Ist das Rennen dann beendet, werden die gesammelten Punkte addiert. Dabei kann es auch vorkommen, dass man als Zweiter mit etlichen Platzkämpfen besser dasteht als wenn man eigentlicher Sieger des Rennes wird.

Rein technisch betrachtet ist "Shift" der beste Ableger der "Need for Speed"-Serie. Vor allem optisch macht der Titel viel her und weiß z.B. durch die tollen Fahrzeugmodelle zu überzeugen. Vor allem Fahrer, die in Rennspielen die Cockpitansicht bevorzugen, werden aus dem Stauen nicht herauskommen. Hier bietet Electronic Arts derzeit das absolute Nonplusultra. Wo Licht ist, ist aber auch Schatten - zumindest etwas. Die Texturen der Umgebung sind etwas schwach und zu einem teils sichtbaren Bildaufbau in der Ferne kommen hin und wieder ein paar wenige Ruckler zum Vorschein. Gerade zu Beginn des Rennens, wenn alle Gegner noch dicht beieinander liegen, gibt es hin und wieder kleine Aussetzer. Das alles stört im Wesentlichen aber kaum, denn schließlich konzentriert man sich in der Hitze des Gefechts auf andere Dinge. So weiß z.B. auch der Sound vollends zu überzeugen und bringt die Wände beim Hämmern der Motoren ordentlich ins Zittern.


1 Fazit

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Kommentare

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Black Falcon360
Die Änderungen bei den Einstellungen sind, wenn man etwas Know-How hat, vor allem bei Drift-Events extrem wichtig. Das Fahrverhalten und vor allem die Fahrbarkeit ändern sich drastisch von "scheiß unnötige Drift-Events" zu "Man is das geil das Auto konstant im Drift zu halten"
Also kann ich dein "...ohne wirklichen Einfluss" ganz und gar nicht unterstreichen.

04.10.2009 / 09:57 Uhr / Black Falcon360

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