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Colin McRae: Dirt - Auf in den Schlamm!

C. Phiesel

von C. Phiesel

05.07.2007, 12:13 Uhr

Seit 1998 haben Fans des Rallysports die Gelegenheit, ihr möglicherweise größtes Idol Colin McRae dank der gleichnamigen Spielserie selbst zu verkörpern. Seitdem sind insgesamt fünf Teile erschienen, von denen jeder von ihnen in keiner Rennspielsammlung fehlen sollte. Der neuste und aktuellste Teil Colin McRae: Dirt revolutioniert die Rennserie und holt eine Menge aus der 360 raus. So haben wir es uns nicht nehmen lassen, Dirt ausgiebig zu testen und auf Bremsen und Reifendruck zu prüfen.

Ein alter Klassiker
Schon damals gab Colin Mc Rae Rally gegenüber anderen Renntiteln einen starken Konkurrenten ab. Gerade wegen der realistischen Umsetzung des Rallysports von der Asphalt- oder Schotterpiste auf die Konsole konnte der erste Teil der Serie, damals noch auf der Playstation, punkten. Aktuelle Fahrzeuge, nachgebildete Rallys und, trotz realistischen Fahrzeugverhalten, ein beherrschbares Spiel. Das war Colin McRae Rally. Daran hat sich auch bis heute wenig geändert. Unterschiede zu damals sind die einzigartige Soundkulisse, die wahnsinnig realistischen Schadensmodelle, die durchaus überzeugende Grafik und die neuen Fahrzeug- und Rallyklassen, die sogar einen alten Zocker, den eigentlich nichts mehr aus der Ruhe bringt, überrascht hat.

Wie bereits erwähnt wurde, geht es in Colin McRae eigentlich nur um das Eine: Rallysport. Doch dieses mal fährt man nicht nur gegen die Zeit. In bestimmten Modi fährt man sogar gegen einen Konkurrenten im K.O.- System oder gegen fünf weitere Gegner auf einer Piste, was für ältere Teile der Rennsportserie eher untypisch ist. Auch an den Fahrzeugklassen hat sich einiges getan. Aber keine Angst: die guten alten Rallyflitzer, wie z.B. den Evo VIII von Mitsubishi oder den Subaru Impreza, gibt es immer noch. Dafür hat man aber nun auch die Möglichkeit sich hinter das Lenkrad eines tonnenschweren LKWs zu klemmen oder in einen Rennbuggy Platz zu nehmen, was zum einen Abwechslung in den gesamten Spielfluss bringt, sowie eine Erweiterung des sowieso schon weit reichenden Fuhrparks von Colin McRae: Dirt darstellt.

Leider hat die Sache mit den LKWs auch ihre Tücken: anscheinend stößt die Fahrzeugphysik von Colin McRae bei den sperrigen Boliden an ihre Grenzen. Die Fahrzeuge wirken eher schwammig, wenn man mit ihnen durch staubig-hügelige Steppen fährt. Es scheint, als würden sie jeden Moment umfallen, aber schwimmen dann doch irgendwie weiter auf der Strecke und "wabbeln" von links nach rechts und wieder zurück. Andererseits macht die detailverliebte Darstellung der Umgebung, der Fahrzeuge, des Schadensmodels, sowie der Staubeffekte an den Fahrzeugen und die physikalisch korrekten Bewegungen der Stoßdämpfer bei jeder kleinsten Bodenwelle dieses kleine Schmankerl wieder wett.

Und wer ist dieser Colin?
In Colin McRae: Dirt habt ihr die Möglichkeit eine Karriere zu starten, die über 10 Stufen verfügt. In jeder einzelnen gibt es neue Herausforderungen, die mit der bestmöglichen Platzierung abgeschlossen werden müssen. In mehreren Disziplinen wie Rally Classic, Buggyrally, Crossover oder 4WD tretet ihr in 5 verschiedenen Schwierigkeitsstufen unter anderen auch gegen Colin McRae höchst persönlich an. Wer jedoch keine Lust auf Karriere hat und lieber einfach drauf losfahren will, der kann sich auch für den Weltmeisterschaft-Modus entscheiden. Hier tretet ihr National, International, Europaweit oder Weltweit gegen die besten Fahrer an und räumt bei guten Zeiten auch schon mal den Goldpokal ab und verdient euch eine goldene Nase an schnellen Rennen, scharfen Kurven und verflixten Schikanen.

Für Mehrspielerfans gibt es die Möglichkeiten über System Link ein Rennen gegeneinander zu bestreiten - mit bis zu 100 Spielern. Aber auch für Online-Piloten ist gesorgt. Über Xbox Live könnt ihr euch gegen andere Rallyfahrer aus aller Welt messen. Leider ist es jedoch nicht möglich, Auge in Auge gegen andere Spieler zu fahren. Lediglich die Zeiten entscheiden in Xbox Live über Sieg oder Niederlage. Getrost nach dem Motto: Zwar nicht One on One, aber trotzdem Fun!

Eine weitere Neuerung im Onlinemodus, was sich anscheinend herumgesprochen hat, ist das neue Votingsystem, mit deren Hilfe die Spieler alle unter mehreren Strecken und Fahrzeugeinstellungen wählen können. Bei unentschiedenen Wahlen wird zwischen den beiden führenden Einstellungen zufällig ausgewählt. Ansonsten gilt: Die Rallyeinstellung mit den meisten Votings gewinnt. Auch der integrierte "Chat"- Raum hätte noch ein wenig überarbeitet werden können. Zwar hat Codemasters mit diesem vorgegebenen Antwort- und Fragespiel vorgebeugt, dass sich sittenwidrig verhalten wird, jedoch klingt das alles ein wenig stumpf, wenn sich die Spieler nur mit vorgegebenen Antworten und Fragen verständigen können. Sprich: man kann sich nicht unterhalten, nur über Meldefunktionen kann man bestimmte Antworten geben, die bereits vorgegeben sind. Somit wirkt das alles ein wenig unpersönlich, da es auch keine direkte Spielerlobby gibt, in der man sich miteinander unterhalten und über die gefahrenen Runden diskutieren kann. Jedoch ist die Tatsache zu wissen, dass man sich gerade mit Spielern aus aller Welt mist, schon ein starker Ansporn zum ordentlichen Fahren, jedoch anders, als es in der Fahrschule gelehrt wird.

Alles Dirty?
Wie allein schon der Titel verrät, geht es in Colin Mc Rae: Dirt nicht bloß darum, einen Nobelschlitten von A nach B in der bestmöglichen Zeit zu bringen. Das Ganze wird nämlich tatsächlich in manchen Regionen eine sehr dreckige Angelegenheit. Also nichts für Autofans mit Sauberkeitsfetisch. Wie bereits erwähnt, ist die Darstellung der Umgebung einzigartig. Bäume wiegen sich sanft im Wind, der aufgewirbelte Staub bzw. Schlamm der Piste legt sich an den Fahrzeugen fest und bleibt bis zum bitteren Ende daran haften und auch die teilweise zerstörbare Umgebung machen aus Colin McRae: Dirt ein realistischen Rallyklassiker der alten Schule.

Auch die Sache mit der Fahrzeugphysik ist noch nicht ganz geklärt: Vergleichen wir Dirt zum Beispiel mit dem ebenfalls aktuellen Forza Motorsports 2, dann lassen sich einige Unterschiede zwischen beiden Teilen feststellen. Zum einen bietet Forza 2 ein sehr realistisches Fahrverhalten, das mit zunehmendem Tuning der Fahrzeuge, was in Dirt nicht möglich ist, besser wird. Außerdem wird das ganze noch durch An- oder Abschalten von ABS, TCS und Co. erschwert bzw. vereinfacht. Dirt hingegen überzeugt mit seinem schon sehr realistischen Fahrverhalten, wobei das Fahrzeug jedoch zu jederzeit im Rennen unter Kontrolle bleibt, trotz realistischer Fahrzeugphysik. Man kann lediglich vor jedem Rennen den Radsturz, Aufhängung, sowie Übersetzung und Federung einstellen, was allerdings auch bei Forza 2 möglich ist.

Somit kassiert Dirt einen satten Pluspunkt, da es zum einen bereits nach kurzer Eingewöhnungsphase selbst für Genreanfänger ein Kinderspiel ist und sich somit anfängerfreundlich präsentiert. Jedoch liegt Forza 2 in Sachen Feintuning und Umfang der Einstellungsmöglichkeiten mit einer ganzen Wagenlänge vor Dirt. Wer unserer Meinung nach das Rennen macht, steht in unserem Fazit.

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05.07.2007, 12:13 Uhr

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