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FEZ - Die geheimnisvolle dritte Dimension

27.04.2012 / 14:04 Uhr / Jens Fischer

Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Wenn ihr zurzeit eure Xbox startet, erscheint auf der Startseite eine bunte Werbung für ein Spiel Namens "FEZ". Falls ihr nun wissen wollt, was das eigentlich sein soll, kommt hier die Antwort in unserem Arcade-Kurztest. So viel sei dann auch schon mal verraten: Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall, sonst verpasst ihr eines der schönsten, rätselhaftesten und verrücktesten Spiele dieses noch relativ jungen Jahres.

Startet man "FEZ", wird man zunächst doch ziemlich von der Grafik überrascht. Und zwar nicht, weil diese neue Maßstäbe setzt. Im Gegenteil: Man hat sich einer sehr eckigen Grafik bedient, die dem guten alten Game Boy Color erschreckend ähnlich sieht. Abgesehen davon, dass die Farben natürlich viel schöner sind, gibt es nicht den leisesten Hinweis auf die HD-Fähigkeit der Xbox 360. Nur selten werden in der Story grafisch höherwertige Elemente eingestreut. Und nicht nur optisch, auch akustisch fühlt man sich sehr schnell in die gute alte Game Boy Welt zurückversetzt. Dass die Grafik somit gut ein Jahrzehnt älter wirkt als die aktueller Titel, tut aber nicht weh, sondern macht eher einen eigenen Charme aus und ist der Atmosphäre irgendwie sogar förderlich. So gibt es z.B. Tag und Nacht, wobei sich der Hintergrund verfärbt und auch die Hintergrundgeräusche sich anpassen. Die Welten, die man kennenlernt, sind allesamt abstrakt – die einen mehr, die anderen weniger – aber meist auch irgendwie idyllisch und immer interessant anzusehen. Die Welten sind auch schön lebendig – etliche pixelige Vögel und weiteres Getier bewegen sich überall. Allerdings ruckelt das Spiel häufiger trotz der Grafik etwas, was unschön ist, aber nicht nachhaltig stört.

Nun zum Spiel an sich. Man steuert ein kleines Männchen namens Gomez, das nichts kann, außer sich nach rechts und links zu bewegen und zu springen. Zumindest anfangs. So sieht man das kleine Männchen aufwachen, steuert es aus seinem Haus heraus, wo es die Post lesen kann. Durch einen Brief wird Gomez aufgefordert, auf den höchsten Punkt seines in der Luft schwebenden Dorfes zu klettern, was natürlich auch sogleich von euch getan wird, wobei ihr immer wieder die Chance bekommt, mit anderen Bewohnern kurze Gespräche zu führen. Kämpfe gibt es allerdings nicht zu bestreiten, und das wird sich auch während des ganzen Spiels nicht ändern. Oben angekommen, wird man dann Zeuge eines mysteriösen Ereignisses, durch das man die dritte Dimension kennenlernt.

Nachdem man diesen Vorspann erlebt hat, spielt einem das Spiel Fehler vor, und plötzlich muss man von vorne beginnen, kommt sogar noch einmal in den Startbildschirm und wieder sieht man Gomez in seinem Zimmer aufwachen, als wäre nichts gewesen. Dann stellt man jedoch fest, dass es weitergeht. Und dass man dieses Mal neue Blickwinkel gewonnen hat. Über die Bumper kann man den Blickwinkel ändern und so die dritte Dimension erleben, in dem man das Bild jeweils um 90 Grad drehen kann, wodurch man so etwas wie eine dreidimensionale zweite Dimension kennenlernt – so verrückt das klingt.

Und die dritte Dimension ist längst nicht so trivial, wie sie uns erst einmal erscheinen mag. Durch die Änderung der Perspektive ändern sich die Level komplett. Vorher unerreichbare Plattformen sind plötzlich ganz nah, versteckte Bereiche tauchen plötzlich auf. Und so sind die gestellten Rätsel dank der vier Blickwinkel ziemlich verzwickt, aber auch wirklich interessant. Zwar verträgt sich das Spiel so nicht mit unserem Verständnis der dritten Dimension, sondern spielt mit etlichen Tricks, aber gerade das macht die Rätsel so spaßig. Das Spielprinzip würde ich schlichtweg genial nennen. Nun gilt es, seine neu gewonnenen Fähigkeiten anzuwenden, um so in den verschiedenen Level alle Teile eines goldenen Quadrats zusammen zu suchen. Außerdem kann man optional auch noch zusätzliche Schlüssel, Schatztruhen und Schatzkarten finden, was natürlich ordentlich anstachelt, wirklich jeden Winkel kennenzulernen. Aber die Rätsel gehen auch weit über einfache Suchen hinaus. Was hat es mit den Zeichen auf sich, die des Öfteren auftauchen. Was sind das für seltsame Türme? Das Spiel wirft unendlich viele Fragen auf, die ein einzelner kaum alle zu lösen im Stande ist. Kleiner Tipp: Eines der Rätsel findet sich sogar in den Erfolgen.

Alle Fragen zu lösen, ist ziemlich verzwickt, denn die Level glänzen nur selten durch Übersichtlichkeit. Nichts, aber auch wirklich nichts ist, wie es scheint. Da kann es schon mal vorkommen, dass man durch eine Tür geht und plötzlich ganz wo anders wieder auftaucht. Dreht man sich einmal in einem Raum um die eigene Achse, kann es sein, dass die Tür, durch die man eben reingekommen ist, plötzlich an einen ganz anderen Ort führt. Und so muss man aber auch aufpassen, dass man sich nicht verirrt, sondern irgendwie alle Würfel pro Level zusammen sammelt – denn um wirklich zu bestehen und das Ende des Spiels zu erleben, braucht man absolut alle. Wenn man dabei mal abstürzt, macht das nichts, man startet direkt dort, wo man abgesprungen ist neu, ohne jedwede Ladezeit. So kommt auch bei den schwierigsten Rätseln kein Frust auf.


1 Fazit

Detailseite: Alle Infos zum Spiel
Download: Xbox Store

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27.04.2012 / FEZ im Kurztest

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