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Blazing Angels 2: Secret Missions of WWII
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Blazing Angels 2: Secret Missions of WWII - Rückkehr der Jagdflieger

19.09.2007 / 18:41 Uhr / Marc Friedrichs

Anfang letzten Jahres gelang Ubisoft mit Blazing Angels: Squadrons of WWII ein kleiner Überraschungserfolg. Auch wenn das Spiel technisch nicht auf der ganzen Linie überzeugen konnte, hat das Gameplay mit seinen spannenden Dogfights doch den einen oder anderen Spieler hinter dem Sofa hervorholen können. Nun schickt man mit Blazing Angels 2: Secret Missions of WWII den Nachfolger ins Rennen. Ob das Sequel noch einen drauflegen kann? Wir haben uns für euch waghalsig hinters Cockpit geschnallt.

Allen Hobbypiloten sei zu Anfang versichert: Viel hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht geändert, auch in Blazing Angels 2 stehen die actionreichen Luftkämpfe im Mittelpunkt. Wie es aber der Untertitel bereits ankündigt, geht es diesmal eher um die „geheimen“ Missionen des 2. Weltkriegs. Insofern konnten die Entwickler sich richtig austoben und die künstlerische Freiheit genießen. Anstelle sich also zum X-ten mal über dem europäischen Kontinent zu bekämpfen, heißt es diesmal, über China, dem Himalaja, Rom, Moskau und Ägypten die Lufthoheit zu gewinnen.

Was geblieben ist, ist hauptsächlich das Gameplay: Wer eine Flugsimulation erwartet, wird von Blazing Angels 2 wiederum enttäuscht. Wie schon der Vorgänger spielt sich auch Teil 2 trotz vorhandenem Simulationsmodus recht actionlastig. Manöver wie Loopings und Schrauben sind zwar nicht von alleine zu meistern, allerdings muss es schon mit dem Teufel zugehen, wenn man diese vergeigen will. Zumindest nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gehen auch die abgefahrensten Flugeinlagen locker von der Hand.

Um die Orientierung im Kampf nicht zu verlieren, gibt es zum Einen die standardisierte Karte mit Kompass, zum Anderen die gut umgesetzte Zielkamera. Man muss lediglich einen Schalter drücken und schon wird der derzeit aktiv geschaltete Feind fokussiert und man muss nur noch das Flugzeug in die richtige Richtung lenken. So hat man den Gegner stets im Blick und verpasst auch nicht die befriedigende Explosion, wenn der Gegner das Zeitliche gesegnet hat.

Begleitet wird man bei seinen Einsätzen erneut von einigen Kameraden, denen man über das Digikreuz einfache Anweisungen wie z.B. „Angriff“ oder „Deckung“ geben kann. Wirklich nötig ist das zwar nur selten, doch es kann schon mal ganz hilfreich sein, wenn der eigene Flieger kurz vor dem Exitus steht und man den Flügelmännern befehlen kann, hinter sich Stellung zu beziehen. Die KI ist – so sei an dieser Stelle kurz erwähnt – durchschnittlich. Mit Intelligenzbestien hat man es im Spiel nicht zu tun, grobe Patzer sucht man aber auch vergebens.

Neu in Blazing Angels 2 ist das Punktesystem. Ähnlich wie bei den Kudos in Project Gotham Racing bekommt man hier Punkte für waghalsige Manöver oder das Abschießen von Gegnern. Hat man einige Punkte zusammen, heißt es, den nächsten Supermarkt aufzusuchen, um das Flugzeug durch Upgrades zu verbessern. So kann man z.B. seine Motorleistung optimieren oder die Reichweite der Geschütze erhöhen. Auch die Haltbarkeit des Fliegers oder die Flügelmänner werden so später aufgewertet.

Die Einzelspielerkampagne besteht aus 18 Missionen die mehr oder weniger lose miteinander verknüpft sind. Dabei erzählt jeder Einsatz eine kleine Geschichte, die durch eine packende Inszenierung gekrönt wird. So gilt es z.B. in Kairo erst einige Flieger vom Himmel zu holen, bevor man etliche Fallschirmspringer daran hindern muss, den Boden zu erreichen. Als Showdown wartet dann ein übergroßer Zeppelin auf den Spieler, der zwar alles andere als realistisch ist, aber dem Spieler eine Menge abverlangt. Für Abwechslung ist somit gesorgt.

Große Gegner sind das eine, schwere Gegner sind das andere. Bereits Blazing Angels war an einigen Stellen an der Grenze der Unfairness und auch Teil 2 steht dem in Nichts nach. Einige Missionen bzw. Gegner sind recht knackig, sodass der eine oder andere Einsatz mal leicht zur Frustration beisteuern kann. Immerhin gibt es im Spiel mehrere Checkpoints, an denen man neu starten darf. Nichtsdestotrotz hätte man den Schwierigkeitsgrad ruhig ein wenig nach unten korrigieren können.

Was die technische Umsetzung angeht, hat Blazing Angels 2 im Vergleich zum Vorgänger etwas zugelegt: Die Grafik wurde verbessert und auch Ruckler wurden minimiert. Jedoch lässt die Xbox 360 für einen möglichen dritten Teil noch deutlich mehr Spielraum nach oben zu, zumal es in Situationen, in denen der Himmel von Flugzeugen nur so wimmelt, immer noch zu einigen Tearing-Effekten kommen kann – vor allem, wenn man an einem HD-Fernseher spielt.

Im Großen und Ganzen macht das Spiel aber trotzdem einen soliden Eindruck, denn sowohl die Luftkämpfe an sich als auch die Landschaften machen einiges her. Auch akustisch gibt es nichts zu meckern, schließlich wird die Heimkinoanlage mächtig unter Dampf gesetzt. Eine deutsche Sprachausgabe sucht man dagegen immer noch vergebens. Zwar gibt es in den Filmsequenzen Untertitel, allerdings sind diese aufgrund Schriftgröße und -farbe teilweise schwer zu lesen oder einfach zu schnell wieder vom Bildschirm verschwunden.

Wie schon der erste Teil, kann auch Blazing Angels 2 mit einem spaßigen Mehrspielermodus aufwarten. Neben von Shootern bekannten Modi wie z.B. Deathmatch und Team-basierten Spielen inkl. Capture the Flag, gibt es auch kooperative Einsätze. So lassen sich u.a. alle 18 Missionen der Einzelspielerkampagne mit mehreren Spielern gemeinsam zocken. Das Erlegen des Zeppelins in der Kairo-Mission macht dann nämlich doppelt soviel Spaß.


1 Fazit

Detailseite: Alle Infos zum Spiel
Download: Xbox Store

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