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Stranglehold
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Stranglehold - John Woo zu Gast auf der Xbox 360

05.10.2007 / 18:52 Uhr / Marc Friedrichs

Das ist doch mal etwas Neues: Anstelle den Actionfilm Hard Boiled aus dem Jahr 1992 auf der Kinoleinwand fortzusetzen, gibt es den zweiten Teil als Videospiel auf eurer Xbox 360. Und da für die Umsetzung keine geringeren als Regisseur John Woo und Schauspieler Chow Yun-Fat mitgewirkt haben, hat das Hongkong-Spektakel Stranglehold das Zeug, zum actionreichsten Shooter des Spieljahres 2007 zu werden. Wir haben uns in den Kampf gestürzt und präsentieren euch hier den Test zum Spiel.

Das Spiel erzählt die Geschichte von Inspektor Tequila weiter, der immer noch im Hongkonger Untergrund gegen die Triadenbanden kämpft. In seiner unnachahmlichen Gewandtheit und Schusssicherheit räumt er kräftig unter den Verbrechern auf. Doch als eines Tages seine Tochter entführt wird, muss Tequila sein Heimatland verlassen und auch in Chicago seinem Lebensinhalt nachgehen, um seine Tochter letztlich zu retten. Viel mehr braucht man über die sicherlich etwas schwache Story nicht zu wissen, denn bis auf sehenswerte Zwischensequenzen geht es in Stranglehold allein um die Action.

In bester Max Payne-Manier steuert ihr den Polizisten durch die streng linearen Levels. Die Schauplätze sind schön abwechslungsreich gewählt: So stehen z.B. Besuche des Hongkonger Hafens, des Marktes oder sogar des Naturkundemuseums in Chicago auf dem Programm. Innerhalb der Missionen selbst wird dagegen weniger Abwechslung geboten, immer wieder müsst ihr durch gleich aussehende Gebiete oder Räume laufen, was auf Dauer ein wenig enttäuschend ist. Nicht selten haben die Entwickler stur drei fast identische Räume aneinandergereiht, in denen ihr jedes Mal unzählige Feinde effektvoll beseitigen sollt.

Die vielen Schießereien sind dafür prächtig inszeniert. In einem sehr hohen Spieltempo ballert ihr mit Tequila wild um euch und versucht, die von überall kommenden Gangster zu töten. Zahlreiche Schießeisen wie MGs, Raketenwerfer oder Pistolen stehen euch dafür zur Verfügung, um Munitionsknappheit müsst ihr euch im Grunde nie Sorgen machen. Problematischer ist da schon die schiere Anzahl an Feinden, die gleichzeitig den Helden unter Beschuss nehmen. Zum Glück kann Tequila einerseits wie sein Kollege Max Payne die Zeit verlangsamen und außerdem die Umgebung in die Kämpfe mit einbeziehen. Beide Elemente kombiniert ergeben derart actionreiche Auseinandersetzungen, wie man sie in einem Videospiel noch nie gesehen hat.

Besonders das Ausnutzen der Umgebung macht richtig Spaß. Hängt über einem Feind beispielsweise eine lose Werbebande, könnt ihr auf die Werbung schießen, die herunterfallende Bande begräbt den Gegner dann. Wer Ausschau nach solchen interaktiven Objekten hält, kann sich viele der Kämpfe vereinfachen. Zudem sieht es einfach cool aus, wenn nach einem Gefecht kein Objekt mehr an Ort und Stelle steht. Wie beim Ego-Shooter Black gleichen die Levels am Ende einem echten Schlachtfeld. Ganz uneigennützig ist das Ausnutzen von diversen Objekten aber nicht. Denn je fulminanter ihr die Feinde erledigt, desto mehr Punkte erhaltet ihr. Mit diesen Punkten könnt ihr wiederum vier verschiedene Spezialfertigkeiten von Tequila einsetzen. Dazu gehört u.a. ein Präzisionsschuss, eine Art Wut-Modus und allen voran der Drehangriff. Bei letzterem erledigt der Held in einer 360 Grad-Drehung alle Feinde in der Nähe - und zwar automatisch.

Vor allem in den späteren Levels werdet ihr um den Einsatz des Drehangriffs kaum herumkommen. Selbst auf dem einfachsten von drei Schwierigkeitsgraden ist das Spiel kein Vergnügungsausflug. Das hohe Spieltempo lässt euch nicht einmal zur Ruhe kommen. Stranglehold spielt sich wie ein Max Payne auf Speed. Leider ist das Spiel auch ebenso schnell durchgezockt. Profis werden schon nach unter sieben Stunden den letzten Boss besiegt haben. Das ist einerseits schade, doch viel länger hätte das simple Gameplay auch nicht getragen. Schon während des Durchspielens fängt das Actionfeuerwerk zwischendurch immer mal wieder an zu langweilen. Allein die tolle Präsentation führt letztlich dazu, dass man Stranglehold dennoch mit viel Spaß spielt.

Technisch kann sich die Xbox 360-Version sehen lassen. Neben dem tollen und lauten Sound zaubert die Grafik hübsche Locations auf den Bildschirm, wobei die fast komplett zerstörbare Umgebung die optisch größten Reize hat. Hin und wieder bekommt man aber auch mal ein paar langweilige Texturen zu Gesicht. Im Gegensatz zu einem Max Payne kann Stranglehold sogar mit einem Mehrspielermodus aufwarten, der Dank teilweise instabiler Server allerdings nicht immer ganz rund läuft. Im Großen und Ganzen sollen die Onlineduelle das Spiel aber auch nur abrunden, denn der Hauptaugenmerk liegt klar und deutlich auf der Einzelspielerkampagne.


1 Fazit

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