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Yu-Gi-Oh! Millenium Duels
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Yu-Gi-Oh! Millenium Duels - Der König der Spiele

20.05.2014 / 11:28 Uhr / Jens Kopper

Das heutige Stichwort, liebe Leser, lautet Jugendsünden. Ein jeder von uns kennt sie und schämt sich wahlweise für die eigenen, oder macht sich über die von anderen lustig. Sei es nun der erste Alkoholabsturz, die außer Kontrolle geratene Hausparty, die mit dem Verlust des Inhalts des heimischen Aquariums endete, oder die wahllose Verschwendung des eigenen, meist eher dürftigen Taschengelds. Die Jugend ist die richtige Zeit für Handlungen jeder Art, die einem als Erwachsener unheimlich dämlich vorkommen. Obwohl man selbst dann noch zugeben muss, dass man eine Menge Spaß hatte. Eine dieser Sünden, und in diesem Fall spreche ich natürlich explizit von mir, ist "Yu-Gi-Oh!". Wenn ich darüber nachdenke, wie viel Geld ich in dieses Trading Card Game investiert habe, wird mir heute ganz schwindlig. Zahllose Nachmittage wurden beim örtlichen Kartendealer verbracht, tausende von Duelle ausgefochten. Offizielle Turniere wurden bestritten und sogar als Schiedsrichter auf einem örtlichen Turnier war ich unterwegs. Selbstverständlich wurde das Hobby bei mir Zuhause eher kritisch beäugt, was wohl zum einen an den massiven Investitionen und zum anderen am negativen Einfluss auf meine Schulnoten gelegen hat. Ich kann also durchaus von mir behaupten, dass ich eine gewisse Expertise im Bereich "Yu-Gi-Oh!" besitze, wobei ich im Zuge meines Studiums bzw. Berufsleben heute nicht mehr viel damit zu tun habe. Trotzdem war innerhalb der Redaktion schnell klar, wer das neue "Yu-Gi-Oh! Millennium Duels" testen darf. Im folgenden Bericht erfahrt ihr, ob der Arcadetitel dem großen Namen gerecht wird.

Zugegeben, die Ankündigung zu "Millennium Duels" kam etwas kurzfristig. Eine Woche vor Release wurde erst verraten, dass ein neuer "Yu-Gi-Oh!"-Titel im Anmarsch ist. Darum bin ich auch sehr unvorbereitet und ohne gewachsene Erwartungshaltung an das Spiel herangegangen - und wurde gleich mal sehr angenehm überrascht. Für den Preis von 9,99 Euro erhaltet ihr über 6.000 Karten! Das sind mehr oder weniger alle Karten, die bis heute erschienen sind. Respekt. Vor allem sind diese Karten für jeden zugänglich und nicht an teure DLCs gebunden. Das gesamte Spiel ist so aufgebaut, dass man ohne Zukauf erfolgreich sein kann. Und selbst wenn man sich doch zum Kauf entscheiden sollte, gibt es die Themendecks für einen relativ günstigen Preis. Aber wie gesagt, wer nicht direkt der beste Duellant der Welt sein muss, sondern sich langsam ein eigenes Deck aufbauen will, kann dies ohne Probleme mit Hilfe des tatsächlichen Spiels tun. Allerdings sei an dieser Stelle eine kleine Einschränkung erlaubt. Das Spiel ist nicht einfach. Ich, als alter Profi, hatte keine Probleme, aber Neulinge haben mir gesagt, dass die Lernkurve sehr schnell sehr steil wird und man sich leicht überfordert fühlt. Und das integrierte Tutorial ist zwar vollständig und sehr detailliert, aber auch trocken und lieblos und hilft nur bis zu einem gewissen Punkt. Hier heißt es Zähne zusammenbeißen und immer wieder versuchen. Vor allem in Hinblick auf die integrierten und gut funktionierenden Online-Duelle bietet es sich an, ausgiebig zu trainieren.

Die größte Stärke und in meinen Augen der wichtigste Punkt an einem "Yu-Gi-Oh!"-Titel ist die Spielmechanik. Dabei geht es mir vor allem um Umfang, Regeltreue und Steuerung. Der Umfang ist, wie oben bereits, sehr groß. Von der Ur-"Yu-Gi-Oh!"-Serie bis zur in Europa aktuellen "Zexal"-Serie ist alles drin, was das Universum von Kazuki Takahashi so hergibt. Hier gibt es absolut nichts zu bemängeln. Gleiches gilt für die Regeltreue. Alle aktuellen Verbote und Regeln sind adäquat umgesetzt. Das bedeutet im Spiel selbst natürlich, dass man von unzähligen An- und Abfragen bzgl. Ketten und Konter erschlagen wird. Aber so funktioniert das Spiel nun mal. Und gerade die sogenannten Chains, also die Verkettung von Effekten, Fallen und Magie machen den strategischen Charme des Spiels aus. Dementsprechend Chapeau an die Entwickler, die offensichtlich selbst leidenschaftliche Duellanten sind. Was mir hingegen nicht so gefällt, ist die Steuerung. Funktioniert diese im Duell noch wirklich gut und intuitiv, versagt sie beim Deckmanagement komplett. Keine Ahnung, was sich die Entwickler gedacht haben. Aber wenn ich im besten Fall 6.000 Karten und mehrere Decks verwalten muss, dann kann man mich nicht mit so einer umständlichen Steuerung und einer so verschachtelten Menüstruktur alleine lassen. Es dauert ewig, bis man Karte X gefunden hah und es dauert noch viel länger, bis man sein Deck gebaut hat. Schade. Ebenfalls zum Abgewöhnen ist der Soundtrack. Billiges, elektronisches Gitarrengeheule, welches nach maximal fünf Minuten kolossal nervt.

Abschließend noch ein paar Worte zur Präsentation bzw. Grafik. Ich würde sie als zweckmäßig bezeichnen, weil es für die Duelle nicht notwendig ist, ein Triple-A-Grafik-Feuerwerk abzufeuern. Nüchtern betrachtet ist die Grafik aber schlichtweg sehr, sehr einfach gehalten. Keine Effekte, keine ausladenden Animationen. Einfach das Spielbrett und die Karten. Für den Preis und das gebotene Spiel ausreichend. Mehr aber auch nicht. Wer auf ein Grafikmonster aus ist, ist hier fehl am Platz. Wer Spaß an "Yu-Gi-Oh!"-Duellen hat, ist hingegen sehr gut mit dem Arcadetitel bedient.


1 Fazit

Detailseite: Alle Infos zum Spiel
Download: Xbox Store

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20.05.2014 / Das Trading-Card-Game im Arcade-Test

Kommentare

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Marc
So soll's sein ;) = Zwinker

21.05.2014 / 16:14 Uhr / Marc

Zaborg
Als Ex-Yu-Gi-Oh Spieler ist mein Interesse geweckt :D = D

20.05.2014 / 17:30 Uhr / Zaborg

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