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Activision Blizzard - Bobby Kotick massiv unter Druck

Marc Friedrichs

von Marc Friedrichs

19.11.2021, 10:50 Uhr

Bei Activision Blizzard läuft es intern alles andere als rund. Schon seit Monaten wird über schlechte Arbeitsbedingungen, Diskriminierung und auch sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz berichtet. Nun steht CEO Bobby Kotick massiv unter Beschuss.

Die Vorwürfe sind nicht neu: das Arbeitsklima bei Activision Blizzard soll arg zu wünschen übrig lassen, Diskriminierung sei an der Tagesordnung und Führungskräfte nutzen angeblich ihre Positionen aus und belästigen vor allem weibliche Mitarbeiterinnen. Mittlerweile beschäftigen sich auch Gerichte mit der Angelegenheit, u. a. hatte dieses Jahr sogar der US-Bundesstaat Kalifornien selbst eine Klage gegen Activision Blizzard eingereicht.

Als wenn die ganzen Vorwürfe nicht schon schlimm genug wären, wächst auch die Kritik am Vorstand des Unternehmens, der nach wie vor seine schützende Hand über CEO Bobby Kotick hält: "Der Vorstand bleibt dem Ziel verpflichtet, Activision Blizzard zum offensten und integrativsten Unternehmen der Branche zu machen", ließ man in einer Erklärung verlauten. "Die Ziele, die wir uns gesetzt haben, sind sowohl wichtig als auch ehrgeizig. Der Vorstand vertraut weiterhin auf Bobby Koticks Führung, sein Engagement und seine Fähigkeit, diese Ziele zu erreichen."

Das Problem bei der Sache: Bobby Kotick wird selber vorgeworfen, Mitarbeiterinnen sexuell belästigt zu haben und von gleichlautenden Vorwürfen gegenüber anderen Führungskräften gewusst zu haben. Sanktioniert bzw. gemeldet habe er dies allerdings nicht. Aufgrund dessen gerät der CEO zunehmend unter Druck und nach Jim Ryan von Sony äußerte sich jetzt auch Xbox-Chef Phil Spencer zu der Angelegenheit.

In einer Nachricht an die eigenen Mitarbeiter, die Bloomberg vorliegt, schreibt Spencer, dass er "alle Aspekte unserer Beziehung zu Activision Blizzard überprüft und fortlaufend proaktive Anpassungen vornimmt." Er und das Xbox-Führungsteam seien "verstört und zutiefst beunruhigt über die schrecklichen Ereignisse" bei Activision Blizzard. Diese Art von Verhalten habe in der Branche und nirgendwo anders einen Platz, so Spencer.

Das Ausmaß der Empörung nimmt also weiter zu und nach Mitarbeitern distanzieren sich jetzt nicht nur Geschäftspartner wie Microsoft von Activision Blizzard, sondern auch Investoren und Aktionäre. Wie lange sich Bobby Kotick unter diesen Umständen noch im Sessel halten kann, bleibt abzuwarten.

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19.11.2021, 10:50 Uhr

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