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Bully: Die Ehrenrunde - Die Lümmel von der ersten Bank

04.04.2008 / 12:40 Uhr / Marc Friedrichs

Ende April ist es soweit und mit Grand Theft Auto IV erscheint vieleicht DAS Spiel des Jahres. Bis man sich in die riesige, freie Spielwelt wagen darf, vergehen also noch ein paar Tage. Grund genug, sich Bully: Die Ehrenrunde etwas genauer anzusehen, denn immerhin stammt auch dieser Titel aus dem Hause Rockstar und bietet ebenfalls eine frei zu erkundene Umgebung. Autodiebstahl darf man hier allerdings nicht erwarten, auch wenn es auf dem Schulhof der Bullworth Academy nicht gerade zimperlich zugeht.

In Bully: Die Ehrenrunde schlüpft der Spieler in die Rolle von Jimmy Hopkins. Dieser hat, was seine Schullaufbahn angeht, schon die eine oder andere Bildungsstätte von innen gesehen, denn er ist alles andere als ein Musterschüler. Nachdem er wieder mal einer Schule verwiesen wurde, hat seine Mutter genug vom Ärger. Kurz bevor sie mit ihrem neuen Mann und Jimmys verhassten Neu-Dad in die Flitterwochen fliegt, setzt sie den Sprössling in Bullworth vor der dortigen Academy ab. Von nun an begleitet der Spieler Jimmy durch das Pennälerleben, dass dieser eigentlich ganz ruhig und unauffällig verbringen möchte. Doch ein Mitschüler namens Gary stürzt den Antihelden in den Kampf um die Vorherrschaft des Schulgeländes.

Bully: Die Ehrenrunde ist eine Neuauflage von Canis Canem Edit (zu deutsch in etwa "Fressen oder gefressen werden"), das Ende 2006 für die Playstation 2 erschienen ist. Da sich in Sachen Technik seitdem natürlich eine Menge getan hat, wurde das Spiel komplett überarbeitet und aufgehübscht. Zudem hat Entwickler Rockstar dem Spiel acht neue Missionen, vier neue Schulfächer, vier neue Charaktere sowie diverse 2-Spieler Minigames spendiert.

Das Gameplay ist relativ simpel: Morgens klingelt der Wecker und Jimmy steht vor einem neuen Tag. Auch wenn man anfangs natürlich lieber das Schulgelände unsicher machen würde, warten pro Tag zwei Unterrichtseinheiten auf den Spieler. Sobald die Schulklingel ertönt, sollte man sich also zum nächsten Klassenraum begeben und fleißig an seinem Abschluss arbeiten. Hier warten je nach Tag unterschiedliche Fächer auf Jimmy: Von Mathe und Englisch über Kunst bis hin zur Arbeitslehre gibt es recht viel zu erledigen. Jedes Fach besteht dabei aus fünf Einzelkursen, die wiederum aus recht abwechslungsreichen Minigames bestehen. In Englisch muss man z.B. innerhalb eines Zeitlimits aus vorgegebenen Buchstaben diverse (deutsche) Wörter bilden, in Erdkunde muss man Flaggen ihren jeweiligen Ländern zuordnen und in Musik passend zum Takt unterschiedliche Tastencombos ausführen.

Da diese Unterrichtseinheiten Jimmy natürlich nicht immer begeistern, kann man diesen natürlich auch fern bleiben und die Schule schwänzen. Stattdessen kann man sich auf dem Schulhof oder der angrenzenden Stadt aufhalten, wobei man hier allerdings aufpassen muss, nicht von der Schulaufsicht oder der Polizei erwischt zu werden. Denn sonst landet man wieder schneller als einem lieb ist auf der Schulbank oder beim Rektor, um sich eine Predigt über Verantwortungsbewusstsein und Fleiß anzuhören.

Die Spielwelt in Bully bietet eine Menge Abwechslung. Auf dem Schulhof und der angrenzenden Stadt tummeln sich - von den Einwohnern mal abgesehen - diverse Gruppen. Zum einen wären da die "Nerds". Hier hat man es mit der Intelligenz von Bullworth zu tun, die mit Zahnspange und Nickelbrille ausgerüstet den Tag am liebsten in der Bibliothek verbringt. Gerade diese Schülergruppe eignet sich natürlich am besten für dubiose Streiche oder um sie in Mülltonnen zu stopfen oder Schränken einzusperren. Dann gibt es noch die "Preps", arrogante Kinder reicher Eltern, die "Greaser", die "Jocks" und die "Bullies", durchtrainierte Sportler ohne Grips.

Aber auch die Stadt Bullworth bietet unterschiedliche Gegenden, die nach und nach freigeschaltet werden. Vom Zentrum mit Strand über das Villenviertel mit Park, dem Arbeiterviertel, dem Industriegelände samt Slums bis hin zu einem Vergnügungspark, auf dem man sich nicht nur an Schießbuden o.ä. an Minispiele wagen, sondern auch in Fahrgeschäften Platznehmen darf, wird dem Spieler eine Menge Abwechslung geboten. Hier und auf dem Schulgelände warten neben den Unterrichtseinheiten diverse Missionen auf einen, die Jimmy seinem Ziel näher bringen sollen, die Herrschaft über Bullworth zu erreichen.

Wer schon einmal GTA gespielt hat, wird an dieser Stelle bereits einige Parallelen erkannt haben. Und auch die Missionen ähneln sich derer im großen Bruder recht stark. So werden zur Verfügung stehende Aufgaben und Ziele auf der Weltkarte entsprechend markiert. Wann man sich um was kümmert, ist dabei eher nebensächlich. So kann man sich zum Beispiel erst darum kümmern, eine Gruppe von Nerds zu verprügeln, bevor man sich in ein Wettrennen stürzt. Apropos Rennen: da ein 15-jähriger natürlich noch nicht Auto fahren kann, stehen in Bully passendere Fortbewegungsmittel zur Verfügung. Wer die Spielwelt nicht zu Fuß erkunden möchte, darf sich so auf ein Skateboard oder ein Fahrrad schmeißen. Im Späteren Verlauf kommen dann noch Motorroller und Go-Karts dazu.

Während das Gameplay an sich zu überzeugen weiß, ist die Steuerung nicht immer ganz so optimal. Ist man zu Fuß unterwegs gibt es kaum Probleme. Mit dem A-Button kann man schneller laufen, mit dem linken Trigger visiert man andere Personen an und mit Y bzw. X interagiert man mit seiner Umwelt - sei es zum Türenöffnen oder zum Schlagen. Ist man allerdings mit einem Gefährt unterwegs, entpuppt sich vor allem die Lenkung als recht hakelig: Geschmeidige Kurven kann man kaum fahren. Gerade auf dem Skateboard macht man schnell gleich eine Drehung um 90°, obwohl man eigentlich nur ein klein wenig nach links steuern wollte. Auch die Kamera hat hier und da einige Schwäche. Vor allem bei Schlägereien positioniert sie sich oft so, dass man ins Leere schlägt oder beim Wegrennen plötzlich in die falsche Richtung läuft. Alles in allem sind diese beiden Punkte aber zu verzeihen. Richtig nervig sind dagegen die Ladezeiten. Hier fragt man sich wirklich, ob jedes Mal nachgeladen werden muss, wenn man ein Gebäude verlässt oder betritt.

Ansonsten weiß Bully: Die Ehrenrunde aber zu überzeugen. Die Missionen sind abwechslungsreich und werden durch allerhand Zusatzaufgaben noch erweitert. So kann man sich Geld, das in unterschiedlichen Shops wieder verprasst werden will, beim Rasenmähen oder Zeitungsaustragen verdienen, ängstige Mitschüler von A nach B eskortieren, unterschiedlichste Botengänge übernehmen oder Bewohnern von Bullworth unter die Arme greifen. Die Grafik ist mehr als ordentlich, auch wenn die offene Spielwelt nicht immer ohne Ruckler und Pop-Ups auskommt. Einzig die musikalische Untermalung ist recht eintönig und kann mit der Vielfalt eines Grand Theft Auto nicht mithalten. Last but not least: Einige Spieler beschweren sich in Foren über vermehrte Spielabbrüche, wovon wir in unseren Tests allerdings verschont geblieben sind.


1 Fazit

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