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Islands of Wakfu
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Islands of Wakfu - Pack den Drachen aus

04.04.2011 / 16:16 Uhr / Jens Fischer

Manche Spiele haben einfach komische Namen. Das am 30. März erschienene Arcadespiel "Islands of Wakfu" ist zweifellos so eines. Falls euch der Name irgendwoher bekannt vorkommen sollte: Es handelt sich dabei um eine Arcade-Adaption eines MMORPGs. Dieses wiederum ist der Nachfolger des Multiplayer Rollenspiels "Dofus", welches immerhin so einige Preise eingeheimst hat. Soviel zur Geschichte des Entwicklers. Ob es sich lohnt, den Namen "Wakfu" im Gedächtnis zu behalten, oder ob ihr ihn lieber schnell vergessen solltet, erfahrt ihr in unserem Acrade-Kurztest.

Schon das Startmenü spiegelt den Stil von "Islands of Wakfu" wieder: Im Hintergrund hört man Streicher eine angenehme Melodie spielen und das klassisch aufgebaute Menü ist in schöner Comic-Grafik gestaltet. Startet man den Einzelspieler-Modus, kann man sich zwischen einer normalen und einer sehr einfachen Variante entscheiden. Wobei auch die normale Schwierigkeitsstufe keine allzu große Herausforderung darstellt, solang ihr euch an die Steuerung gewohnt habt, aber dazu später mehr. Beginnt man die Story, wird man auch direkt von einer stilistisch passenden Videosequenz begrüßt. Man sieht einen lila Kometen auf einen Erde-ähnlichen Planeten zurasen. In der nächsten Sequenz sieht man unseren Protagonisten Nova in einem herbstlichen Wald aufwachen, während eine Göttin zu ihr spricht. Der Spieler beobachtet das Ganze von schräg oben aus der Vogelperspektive, die Kamera lässt sich nicht steuern. Die ganze Welt ist sehr schön gestaltet und sieht idyllisch aus. Als nächstes folgt ein Initiationsritus, der aus Nova eine Kriegerin formen soll – richtig, das ist das Tutorial.

Hier lernt man, wie man sich per Knopfdruck auf Y in einen Drachen verwandeln kann. Man bekommt beigebracht, wie man mit dem Drachen Fernangriffe starten kann oder wie man mit Nova schlägt, tritt, blockt und Kombos ausführt. Das ist am Anfang alles noch ganz gut verständlich. Etwas komplizierter wird es allerdings, sobald man das Teleportieren und einige Spezialattacken erlernt hat. Denn dann ist es ziemlich schwierig, die Übersicht zu behalten. Ohne diese Attacken ist es allerdings schwer, das Spiel zu gewinnen. Ohne Teleportieren ist es gar unmöglich. Praktisch ist hier das Teleportieren hinter den nächstgelegenen Gegner per LB, während das Teleportieren an beliebige Orte mithilfe von RB deutlich komplizierter ist. Denn den Ankunftsort, durch eine blaue Scheibe am Boden gekennzeichnet, wählt man mit dem rechten Stick, während man gleichzeitig die Figur mit dem linken Stick steuert. Das führt dazu, dass man eigentlich ein Auge auf beide Punkte haben muss, was sehr schwierig ist. Noch komplizierter wird es, wenn man Spezialattacken ausführt, für die man RT gedrückt halten muss, was jedoch Energie verbraucht. Da man im Spielverlauf dann auch noch häufig auf viele Gegner gleichzeitig trifft, braucht man zum Bestehen ein gutes Gedächtnis und einen ruhigen Kopf.

Kaum dass man mit der Ausbildung fertig ist, wird die Idylle auch schon durch den erwähnten Meteor zerstört, und viele Gegner tauchen auf. Sofort liegt es an euch, die Göttin und den ganzen Planeten zu retten. Es gibt sehr viele verschiedene Gegnertypen, mit denen man sich herumschlagen muss, sodass man seine Taktik ständig ändern muss. In der Regel muss man immer ein paar Feinde töten, weitergehen und wieder ein paar Feinde töten. Abwechslung entsteht durch gelegentlich eingestreute Rätsel und Endgegner. Beides ist nicht ganz einfach, weil man nicht immer direkt darauf kommt, was man tun muss. Leider kommt es häufiger vor, dass man keinen Tipp bekommt, sondern nur per Zufall den richtigen Weg findet.

Was mich bei dem Spiel am meisten Überrascht hat: Für eine Rollenspiel-Adaption hat es sehr wenige Rollenspielelemente. Laut offizieller Beschreibung handelt es sich bei "Islands of Wakfu" um eine Mischung aus Action-Adventure und Rollenspiel, obwohl von letzterem kaum was zu sehen ist. Da hab ich schon in manchem Shooter oder Rennspiel mehr Entwicklungs- und Anpassungsmöglichkeiten gesehen. In "Islands of Wakfu" kann man weder Kleidung noch Charakter verändern, noch irgendeinen Fertigkeitsbaum bearbeiten, sodass nur das erkaufen einiger Extra-Attacken übrig bleibt. Insofern ist die Bezeichnung Rollenspiel hier auch als Nebenrolle kaum gerechtfertigt. Es ist eher ein Actionspiel, was sehr schade ist, denn ein paar Rollenspielelemente hätten das Spiel in meinen Augen deutlich aufgewertet.

Ein wenig ausgeglichen wird der fehlende Rollenspielanteil durch den Mutliplayer. Denn etwas mehr Spaß macht die Story von "Islands of Wakfu" natürlich, wenn man sie zu zweit spielt. Dankbarerweise wurde dem Spiel nämlich ein lokaler Koop-Modus spendiert. Dieser unterscheidet sich zwar nur dadurch vom Singleplayer, dass man zu zweit ist, aber es wertet das Ganze trotzdem deutlich auf und wird einfacher. Denn nun kann ein Spieler Nova und der andere den Drachen spielen und man kann zusammen auf die Bösen eindreschen.


1 Fazit

Detailseite: Alle Infos zum Spiel
Download: Xbox Store

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04.04.2011 / Islands of Wakfu im Kurztest

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