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FIFA 23 - Der Ball rollt zum letzten Mal

Was 1993 mit "FIFA International Soccer" angefangen hat, bringt Electronic Arts mit "FIFA 23" nun zu Ende. Wir haben uns noch einmal den Ball geschnappt und ein paar letzte Torschüsse gewagt. Was die Fußball-Simulation auf der Xbox zu bieten hat, erfahrt ihr hier im Test.

Marc Friedrichs

von Marc Friedrichs

29.09.2022, 11:15 Uhr

Im Frühjahr hatte es EA ja bereits angekündigt: nachdem man sich mit der FIFA nicht über eine Verlängerung der Lizenzrechte einigen konnte, ist "FIFA 23" nun der letzte Teil der Reihe - zumindest aus dem Hause Electronic Arts, denn angeblich möchte die FIFA gerne irgendwie den Ball weiter rollen lassen. Ob man selber ein eigenes "FIFA 24" auf die Beine stellt oder sich einen anderen Partner ins Boot holt, ist aktuell noch nicht bekannt.

Für Electronic Arts ist auf alle Fälle jetzt Schluss, ab nächstem Jahr wird man dann mit "EA Sports FC" an den Start gehen. Ob sich das Studio dann neu erfinden wird, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlicher ist, dass sich dann außer dem neuen Namen nicht viel ändern wird. Trotzdem möchte man sich von der "FIFA"-Reihe natürlich gebührend verabschieden und verspricht - wenig überraschend - wieder einmal das beste "FIFA" aller Zeiten. Warum das durchaus stimmt, der letzte Funken allerdings trotzdem nicht so recht überspringen mag, klären wir hier in diesem Bericht. Doch Vorsicht: Unser Fokus liegt wie jedes Jahr eher auf der Perspektive von Gelegenheitsspielern, die mit FIFA Ultimate Team (FUT) nichts am Hut haben und neben ein paar Online-Matches in erster Linie die Karriere spielen, um ihren Herzensclub an die Spitze der Liga zu bringen.

Im Vergleich zum Vorgänger macht "FIFA 23" in Sachen Optik einen Schritt nach vorne - wenn auch nur einen kleinen. Die von Electronic Arts Hypermotion 2 genannte Technologie sorgt auf Xbox Series X|S dafür, dass die Spieler noch natürlicher in ihre Zweikämpfe gehen. Man merkt sofort, welchen Aufwand die Entwickler betrieben haben, Animationen realistisch ins Spiel zu integrieren. Hinzu kommen stimmiger wirkende Choreos der Fans auf der Tribüne und ein Rasen, dem man im Verlauf eines Matches die Beanspruchung ansieht. Die Spieler sehen ihren Vorbildern zum verwechseln ähnlich, wobei sich die Qualität des Abbilds natürlich je nach Popularität unterscheidet: Ein Kylian Mbappé sieht im Spiel daher deutlich realistischer aus als ein Kicker aus der dritten deutschen Liga. Trotzdem tritt das Spiel an dieser Stelle im Vergleich zu "FIFA 22" auf der Stelle. Mit einem "NBA 2K23" kann das Spiel in Sachen Spielergesichter nicht mithalten.

Spielerisch macht "FIFA 23" wie erwartet einen ordentlichen Eindruck, wobei die Fußball-Simulation ein paar kleinere Neuerungen spendiert bekommen hat. Mit den Powershots feuern Profis einen strammen Schuss aufs Tor, wodurch Fernschüsse endlich wieder spaßig werden. Wenn man dann mit Spielern wie Erling Haaland auf den Kasten drischt, wirken die Powershots jedoch derzeit etwas übermächtig. Ansonsten wurde das Elfmeterschiessen vereinfacht und bei Standards kann man jetzt bestimmen, wo man den Ball treffen möchte, um die Kugel mit ordentlich Effet ins Eck zu zaubern. Davon abgesehen hat es EA geschafft, das Spielgefühl in Nuancen zu verbessern. Das Rad wurde dabei zwar nicht neu erfunden, aber das war ja auch im Großen und Ganzen nicht nötig.

Was den Umfang von "FIFA 23" angeht, hat Electronic Arts zugelegt - oder will besser gesagt noch zulegen. So wird der Frauenfußball noch mehr integriert und Spieler dürfen sich über zwei erste Ligen freuen: der englischen Barclays WSL und der französischen D1 Arkema. Wenngleich es neben 35 Herren-Nationalteams jetzt auch 17 Frauen-National-"mann"-schaften gibt, so vermissen wir hier natürlich die Frauen-Bundesliga. Laut EA will man aber zu einem späteren Zeitpunkt noch mehr Ligen via Patch nachreichen. Apropos nachreichen: sowohl die Männer-Weltmeisterschaft 2022 in Katar als auch die Frauen-WM 2023 in Australien und Neuseeland sollen zu einem späteren Zeitpunkt ihren Weg in "FIFA 23" finden.

Während sich Spieler natürlich Dank vieler Lizenzen über einen großen Umfang freuen dürfen, hat sich der Karriere-Modus von "FIFA 23" kaum weiterentwickelt. Wenn man sich für die Trainer-Karriere entscheidet, kann man jetzt in die Haut der echten Übungsleiter schlüpfen, in den Matches selbst lassen sich zudem auf Wunsch nur die Highlight-Szenen spielen. Was bleibt, sind die öden Transferverhandlungen und die noch belangloseren Pressekonferenzen, die man spätestens beim dritten Mal genervt überspringt. Hier wäre dringend mal eine Überarbeitung fällig, um Spieler weiterhin am Ball zu halten.

Ausgebaut hat Electronic Arts dagegen wieder sein Pay-2-Win-Modell FUT, das mit seinen Glücksspielmechaniken weiterhin für Diskussionen sorgen wird. Warum die USK dem Spiel eine Freigabe "ab 0 Jahren" gibt, bleibt an dieser Stelle ein großes Rätsel. Wer hier wirklich sein Geld zum Fenster rausschmeißen möchte, kann sich immerhin über ein komplett überarbeitetes Chemie-System und die sogenannten FUT-Moments freuen. Wir boykottieren diesen - sorry - Mist aber weiterhin.

Da kann und sollte man sich lieber dem Volta-Modus zuwenden, der erneut Straßenfußball à la "FIFA Street" in das Spiel bringt. Die Matches auf kleinem Spielfeld und mit kleinen Teams sorgen für Abwechslung und sind auch für alle ohne größere "FIFA"-Skills eine spaßige Angelegenheit - auch Dank neuer Minispiele wie zum Beispiel Basketball-Fußball. Komplett neu ist hier das integrierte Crossplay, womit man Volta nun plattformübergreifend auf Xbox Series X|S, PlayStation 5, PC und Google Stadia spielen kann. Xbox-One-Spieler bleiben aufgrund des veralteten technischen Grundgerüsts außen vor, zudem beschränkt sich Crossplay auf 1vs1-Matches. Koop-Crossplay könnte eventuell später nachgereicht werden, sicher ist das aber noch nicht.

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29.09.2022, 11:15 Uhr

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