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The Chant - Dämonen, Meditation und ein Insel-Urlaub

Horror-Spiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. "The Chant" von Prime Matter und Bras Token übernimmt zwar viele Elemente, macht einiges aber auch anders. Wir haben der Insel einen Besuch abgestattet, unseren Test zum Spiel findet ihr hier.

Wolfgang Kern

von Wolfgang Kern

21.11.2022, 17:39 Uhr

"The Chant" ist Horror-Survival-Spiel mit einem recht simplen Plot: Jess hat ein Trauma erlitten und um sich von diesem zu lösen, begibt sie sich auf eine Insel zu einer Freundin, um dort ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Alles scheint gut zu laufen, bis plötzlich die abendliche Meditationsrunde eskaliert. Die weißen Leinen, der Guru und die merkwürdigen Praktiken sind bereits Warnsignale, wurden aber ignoriert. Und plötzlich befinden wir uns in einem Alptraum, dem es zu entrinnen gilt.

Das Spiel erzählt einem nicht alles zu Beginn und vor allem das Trauma, dass es ebenfalls zu bewältigen gilt, wird erst nach und nach aufgeklärt. Die Erzählweise von "The Chant" erinnert an einen Hollywood-Film – ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich entscheiden. Überraschungen gibt es dadurch wenige und das Spiel ist mehr oder weniger vorhersehbar.

Das Gameplay ist relativ einfach. Wir bewegen uns durch die kleinen Schlauchlevel, durchsuchen Hütten, suchen nach nützlichen Gegenständen und pflücken Kräuter und Blumen, die wir zum Craften verwenden können. Ähnlich wie bei "Resident Evil" brauchen wir gewisse Pflanzen. Dabei haben wir drei Energie-Leisten: spirituelle, physische und geistige Gesundheit. Diese müssen je nach Bedarf gefüllt werden, um gewissen Skills auszuführen. Das ist eigentlich eine nette Idee, aber gerade die geistige Gesundheit nervt bereits nach kurzer Zeit sehr. Leert sich diese Energie, kann Jess nichts mehr tun, muss von ihrer Panikattacke runterkommen und es gilt sich in Sicherheit zu begeben. Man muss im Spiel also nicht nur taktisch denken, sondern auch immer seinen Vorrat an Pflanzen im Auge behalten.

Natürlich müssen wir auch die gruseligen Widersacher und mystische Wesen überleben und bekämpfen. Um die finsteren Kreaturen wieder zu vertreiben, haben wir die Aufgabe, das Ritual zu beenden. Neben Kräutern und Crafting hat Jess auch Fähigkeiten wie Stacheln aus dem Boden beschwören, Feinde verlangsamen oder Projektile verschießen. Dabei wird natürlich erneut spirituelle Energie gebraucht, die mittels Pilze aufgefüllt werden kann. Daneben kann man Salz, Kräuterbündel oder eine kleine Bombe einsetzen. Leider verläuft das Horror-Szenario relativ schnell im Sande und wird mehr nervig als spannend. Wären die Dialoge nicht dermaßen oberflächlich und klischeehaft geschrieben, könnte man die Gameplay-Schwächen verkraften. Denn leider spielt sich der Titel wie eine schlechte Kopie aus zehn anderen Spielen. Man erkennt definitiv die guten Ideen, aber im Gesamten macht "The Chant" einen eher schwachen Eindruck.

Die Mischung aus Rätsel – man muss gewissen Schlüssel finden, Objekte aktivieren oder Strom aktivieren –, Kampf und Walking Simulator macht sich grundsätzlich ganz gut. Im Großen und Ganzen fallen aber immer wieder die Schwächen der einzelnen Teile zu sehr auf, um dann doch zu überzeugen.

Technisch ist "The Chant" okay; mehr aber auch nicht. Es sieht einerseits aufgrund hübscher Lichteffekte oft ganz nett aus, andererseits sind die Charaktere relativ schlecht aufgelöst und die Animationen wirken arg hölzern. Die Insel wurde wiederum gut umgesetzt und viele Details machen das Spiel glaubhafter. Gerade in der Nacht sieht "The Chant" ordentlich aus und ist atmosphärisch sehr dicht. Die Gegner bzw. kosmischen Wesen sind ganz gut umgesetzt, wirken jedoch einfach nicht gruselig. Leider zieht sich das durch das gesamte Spiel und für einen Horror-Titel ist das dann einfach zu wenig. Wir haben das Spiel in der Original-Version gespielt und die Sprachausgabe ist okay bis cringe. Die Dialoge sind teilweise einfach zum Fremdschämen und die Charaktere wirken dadurch oft lächerlich. Die Motivation, mit den Charakteren mitzufühlen, kommt somit nicht auf.

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Dieses Rating für registrierte Benutzer lebt von der Qualität der verteilten Sterne. Seid bei eurer Bewertung also fair... [+]: Nur selten hat ein gutes Spiel die Höchstnote verdient und natürlich muss auch ein schwächeres Spiel nicht gleich immer komplett abgestraft werden. Je objektiver ihr eure Sterne vergebt, desto aussagekräftiger ist am Ende die Gesamtwertung. [–]

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21.11.2022, 17:39 Uhr

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