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Mercenaries 2: World in Flames
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Mercenaries 2: World in Flames - Im Reich der Zerstörung

12.10.2008 / 18:55 Uhr / C. Phiesel

Lange ist es her, als sich die Spieler von "Mercenaries" für die damals angesagte Xbox durch eine Landschaft fräsen und eine Spur der puren Verwüstung hinterlassen konnten. Alles wurde durch rohe Gewalt und ein paar gut platzierte Granaten oder Airstrikes dem Erdboden gleich gemacht. Dieses Spielprinzip der totalen Zerstörung von Gebäuden, Fahrzeugen und sogar Bohrinseln wurde ebenso im zweiten Teil, welcher erst kürzlich für die Xbox 360 erschienen ist, beibehalten - und das mit durchschlagendem Erfolg.

"Mercenaries 2" ist für die meisten Gamer eine willkommene Abwechslung. Es bietet dem Spieler eine Storyline, welche ihn über eine riesige Landschaft mit allem, was die Natur zu bieten hat, führt, um Aufträge verschiedener Fraktionen des Spiels zu erfüllen. Klar, das klingt jetzt wie fast jeder andere Actionshooter auch. Dennoch gibt es an "Mercenaries 2" etwas Besonderes: Als eine Art von Auftragskiller ist man keiner Partei zugewiesen. Man kann frei wählen, für welche Seite man Partei ergreift. Genauso gut kann man aus purer Langeweile eben mal die Heimatstadt einer Fraktion ausräuchern und keinen Stein auf dem Anderen lassen. Den Handlungen des Spielers sind innerhalb der begrenzten Karte, auf der er sich frei bewegen kann, keine Grenzen gesetzt. Dieses Spielprinzip hat sich bereits in der "GTA"-Serie erfolgreich durchgesetzt und es zu einem der beliebtesten Actiontitel gemacht. Was "Mercenaries 2" zu einem Pflichtkauf für den ein oder anderen macht, erfahrt ihr in unserem Test.

Schon zu Anfang hat der Spieler nur ein Ziel: Zerstörung. Nach einem kurzen Tutorial auf einer Insel, auf der ihr die grundlegenden Handgriffe von "Mercenaries 2" kennen lernt, geht es los. Zunächst braucht ihr ein Hauptquartier, welches nach kurzem Kampf im Vorgarten einer riesigen Luxusvilla schnell gefunden zu sein scheint. Ihr richtet euch häuslich ein, gebt der Frau auf der anderen Seite des Funks namens Fiona ihren Platz am Computer und schon kann es losgehen. Als aller erstes braucht ihr Verstärkung für euer Team. Nachdem ihr diverse Charaktere durch erfolgreich beendete Herausforderungen für eure Mannschaft angeheuert habt, stehen dem Spieler verschiedene Missionen von zunächst drei verschiedenen Fraktionen zur Verfügung: Universal Petroleum, die Freiheitskämpfer aus Venezuela und nach kurzer Spielzeit und einigen Missionen später auch die Piraten, welche sich im Norden auf einer Insel niedergelassen haben und von ihrem Auftreten und ihrem Kleidungsstil eher an Jamaika erinnern. Des Weiteren hat man als "Merc" auch eine Partei, welche sich im gesamten Spielverlauf nicht besänftigen lässt: die venezuelanische Armee. Sollte man also zu einem bestimmten Zeitpunkt des Spiels ein nervöses Kribbeln in den Zeigefingern bekommen, ohne aber dabei den Fortschritt bei den unterschiedlichsten Parteien zu gefährden, so kann man sich auch den verschiedenen Vorposten der venezuelanischen Armee, kurz VZ, widmen.

Die Texturen, Farben und Details von Gebäuden wie auch von den Fahrzeugen von "Mercenaries 2" ist leider Gottes nicht wahnsinnig viel besser als die von "Mercenaries" auf der Xbox. Dennoch haben es uns die Wassereffekte und vor allem die Sonnenuntergänge im zweiten Teil angetan. Wahnsinnig schöne Licht- und Schattenspiele versüßen den Flug mit einem Hubschrauber zur nächsten Mission, welche die fehlenden Details als auch die Popups von Texturen und ganzen Gebäuden vergessen lassen.

Im Großen und Ganzen fällt auch auf, dass im Vergleich zur Story und der teilweise angedeuteten Ernsthaftigkeit der Handlung das Spielgefühl, als auch die Spielatmosphäre komikartig dargestellt wird. Es kommt nicht wirklich das Gefühl auf, welches man im Chaos einer zerstörten Stadt zwischen brennenden und explodierenden Fahrzeugen erwartet. Ebenso auffällig ist die Tatsache, dass man, sobald man in einen bestimmten Bereich der Welt von "Mercenaries 2" fährt, fliegt oder schwimmt, sich die Tageszeit als auch das Wetter schlagartig ändert. Das wirkt ein wenig plump und einfallslos. An dieser Stelle wäre ein groß angelegter Tageszeit und Wetterwechsel eher angebracht.

Besonders beeindruckend ist die Effekt- und Soundkulisse während und nach einem Luftangriff. Wer schon einmal eine ganze Stadt unter einem atomaren Pilz verschwinden lassen wollte, wird nicht nur von der Rauchwolke begeistert sein. Explosionen, Flammen und der dazu passende Sound sind optimal aufeinander abgestimmt und geben dem Spieler das Gefühl bei voll aufgedrehter Lautstärke, hautnah neben der Explosion zu stehen. Auch die Soundkulisse des Spiels ist hervorragend aufeinander abgestimmt. In weiter Ferne hört man dumpfe Explosionen, Hubschrauber und Flugzeuge zischen mit donnernden Motorengeräuschen über den Spieler hinweg. Wahnsinn!

Allerdings gibt es an "Mercenaries 2" ein paar scharfe Ecken und Kanten, welche das Lob in den Schatten stellen. Der Gesamteindruck des Spiels ist schlicht und ergreifend unfertig. Das wird zum einen an den Kommentaren der KIs deutlich. Fährt beispielsweise ein Soldat in dem Fahrzeug mit, welches man gerade bedient, dann kann es schon mal vorkommen, dass dieser euch die ganze Zeit mit einem "Ey!" oder einem "Hallo" zutextet. Das ist mit der Zeit sehr nervig. Zum anderen begleiten viele Physik- und Grafikbugs den Spieler auf seiner Reise durch Venezuela, den Amazonas und Caracas. Beispielsweise lassen sich vereinzelt keine Erfolge freischalten, Motorräder bleiben selbst nach harten Crashs auf beiden Rädern stehen, als würden sie von Geisterhand gehalten werden, Luftschläge treffen vereinzelt nicht, Benzinvorräte verschwinden einfach nach einem Ladevorgang, gefundene Teile finden sich von selbst, Kollateralschäden werden dem Spieler zur Last gelegt, wenn ohne besonderen Grund ein Boot auf dem Meer explodiert... Die Liste ist unendlich lang. Wir sind uns sicher, dass hier noch längst nicht alle möglichen Bugs in "Mercenaries 2" aufgelistet sind, da dies lediglich wirklich erlebte Sachen sind, welche wir innerhalb unserer Testphase erlebt haben. Wir staunten auch nicht schlecht, als plötzlich ein kleines Motorboot an uns vorbei fuhr und einen riesengroßen Kahn auf seiner kleinen Ladefläche mit sich schleifte.

Schauen wir uns einmal die Auswahl an Waffen und Gerätschaften in "Mercenaries 2" genauer an: unzählig viele Fahrzeuge, Boote, Schiffe und Tanker, eine große Auswahl an Panzern, Militär- als auch Zivilkraftwagen, Motorräder und Hubschrauber. In "Mercenaries 2" muss man also definitiv nicht zu Fuß gehen. Und wer es doch macht, ist selbst schuld. Zwar lassen sich gerade die vierrädrigen Fahrzeuge viel zu leicht lenken und erinnern eher an einen Arcaderacer als an ein Actionspiel, gehören aber auch nicht wesentlich zu den Kriterien für einen Actiontitel. Dennoch kann die Fahrzeugphysik nicht mit der des unbezwingbaren Konkurrenten von Rockstar Games "GTA" mithalten. Immerhin lässt die große Auswahl einem die Kinnlade herunterklappen.

In "Mercenaries 2" ist es möglich, gefundenes Geld, Raketen und Benzintanks mit dem hauseigenen Helikopter abholen zu lassen. Ist dies getan, erhält man entsprechend Geld auf das Konto gutgeschrieben, kostenfreie Luftangriffe oder eben Benzin, um den eigenen Benzinhaushalt zu erhöhen. Überall in der Welt von Venezuela und Co. kann man Unterstützung in Form von Waffenkisten, Luftschlägen oder den oben aufgezählten Fahrzeugen rufen. Dies kostet stets einen gewissen Anteil an Benzin, sodass man also in heiklen Situationen stets noch ein paar Tropfen Benzin im Tank haben sollte, da man sonst im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen sitzen bleibt und keine Unterstützung erwarten kann.

In "Mercenaries 2" ist es nun endlich möglich, auch online und kooperativ im Doppelpack die ganze Karte in Schutt und Asche zu legen. Während der Testphase ist uns besonders aufgefallen, dass die Connection zwischen zwei Spielern häufig hinterher hinkte. So hat der Mitspieler bereits ein Fahrzeug zerstört, während man selbst das Fahrzeug noch über die Straße hat fahren sehen.

Einen großen Pluspunkt erzielt "Mercenaries 2" mit dem Spaßfaktor. Zu zweit die Umgebung unsicher zu machen und Missionen zu erfüllen, macht einfach viel mehr Spaß, als die ganze Story alleine zu spielen. Einziger Nachtteil daran ist, dass die Missionen und die Herausforderungen, welche man im Solospieler nur schwer allein meistern kann, zu zweit im Multiplayer-Koop viel zu leicht sind. Hier hapert es eindeutig an der Abstimmung des Schwierigkeitsgrades zwischen dem Solospieler- und Mehrspielermodus.


1 Fazit

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