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Brothers in Arms: Hell's Highway
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Brothers in Arms: Hell's Highway - Durch die Hölle und zurück

17.10.2008 / 13:51 Uhr / Marc Friedrichs

Es ist mal wieder soweit: Bombeneinschläge auf der rechten Seite, MG-Feuer von links, vorne ratternde Panzer und hinten Todesschreie der Kameraden. Krieg. Genauer gesagt der zweite Weltkrieg. Ubisoft und Gearbox bringen uns mit "Brothers in Arms: Hell’s Highway" direkt in die Operation Market Garden und führen die Reihe um Matt Baker, Joe Hartsock & Co. nun auf der Xbox 360 fort. Kann ein WWII-Shooter heute noch begeistern? Oder ist die Luft aus dem Setting ein für alle mal raus? In unserem Test haben wir die Antwort.

Nach "Road to Hill 30" und "Earned in Blood" versuchen die Alliierten mit der Operation Market Garden nun die größte Luftlandeinvasion, die die Welt bis dahin gesehen hat. Der holländische Korridor, den die Fallschirmjäger der 101. Division erobern sollen, nennen die Soldaten nur "Hell’s Highway". Wie heißt es im Spiel so schön? "Es gibt nur einen Weg durch die Hölle - und der geht mittendurch".

Obwohl man die dann folgenden Szenen auch schon in anderen Spielen wie "Call of Duty" (Activision) oder "Medal of Honor" (Electronic Arts) ausgiebig erleben durfte, springt "Brothers in Arms" seit dem ersten Teil angenehm aus der Reihe. Hier geht es nämlich nicht nur ums stupide Ballern, vielmehr möchte man mit einer atmosphärisch dichten Story eine intensivere Stimmung erzeugen und mit einer Prise Strategie ein etwas taktischeres Vorgehen erzwingen.

So ist es also kein Wunder, dass auch in "Brothers in Arms: Hell’s Highway" die Story mal wieder im Mittelpunkt steht. Diese erzählt die Handlung aus dem zweiten Teil ein wenig weiter, ohne dass wirkliche Vorkenntnisse vonnöten sind. Wer die ersten Titel gespielt hat, wird sich also öfters an einige Schlüsselszenen erinnern, alle anderen bekommen hin und wieder filmische Rückblicke spendiert, um Gefühle und Handlungen der Charaktere besser nachvollziehen zu können.

Gefühle werden übrigens auch diesmal wieder groß geschrieben. Hin und wieder hat man dabei den Eindruck, sich gar nicht in einem Shooter zu befinden. Zwischen den Missionen gibt es oft minutenlange Videos, die die Geschichte erzählen und dem Spieler die Charaktere näher bringen. Daher dauert es auch nicht lange, bis man sich mit der Spielfigur und dem Trupp drum herum identifiziert hat und vor allem die Ängste und Sorgen der Charaktere nachvollziehen kann. Aber "BiA" war schon immer mehr ein Antikriegsspiel als ein glorifizierendes Geballer.

Natürlich hat auch "Hell’s Highway" genügend Action zu bieten. Wie bei Shootern gewohnt, stehen einem zum Kampf verschiedene Waffen zur Verfügung. Da wären einmal eine Handfeuerwaffe, ein Gewehr, ein Maschinengewehr sowie die obligatorischen Granaten. Bevor man sich aber überstürzt in den Kampf stürzt, sollte man sich mit den einzelnen Trupps vertraut machen, die den Spieler begleiten und die dieser befehligen kann.

Den strategischen Aspekt im Spiel liefert nämlich genau die Tatsache, dass man eben nicht wie bei ähnlichen Spielen auf sich alleine gestellt ist. Nur in seltenen Fällen und dann auch nur in kurzen Abschnitten läuft man nämlich alleine durch zerstörte Städte und Landschaften. Stattdessen gibt es ein bis zwei Teams, die dem Anführer aufs Wort gehorchen. So kann man für jedes Team Wegpunkte setzen oder konkrete Angriffsziele vorgeben.

Wie schon in den beiden Vorgängern ist das Vorgehen dabei aber doch immer etwas ähnlich: Hat man den Gegner entdeckt, schickt man seine Teams erst einmal in Deckung. Mithilfe der Karte schaut man sich das Gelände an und sucht nach einer optimalen Möglichkeit, den Gegner zu flankieren oder ins Kreuzfeuer zu bekommen. Hat man sich für eine Taktik entschieden, gibt man mit dem einen Team Feuerschutz, bevor man das andere ein wenig aus der Schusslinie bringt und möglichst seitlich vom Feind positioniert. Meistens ist dann der Gegner nämlich eher damit beschäftigt, in der Deckung zu verharren bzw. den Schüssen Paroli zu bieten, als auf die eigene Flanke zu achten.

Wenn sich das Vorgehen hier auch grundsätzlich in den Missionen ein wenig wiederholt, so bieten sich aber doch viele Wege und Möglichkeiten, die Missionsziele zu erreichen. Auch ein Frontalangriff kann nämlich den gewünschten Erfolg bringen. Glücklicherweise kann man dabei seine Leute auch ruhig mal als Kanonenfutter verwenden - spätestens bei der nächsten Mission sind die Teams dann wieder vollständig.

Trotzdem ist es natürlich nicht wirklich klug, seine Teams selbstmörderisch in den Angriff zu schicken. Liegen die Soldaten nämlich erst einmal verletzt am Boden, ist ein alleiniges Weiterkommen fast unmöglich. Gerade in höheren Schwierigkeitsstufen, in denen man selbst bei einem Treffer schon das Zeitliche segnet und beim letzten Checkpoint erneut einsteigen muss, ist das Spielprinzip der gegenseitigen Deckung nicht zu unterschätzen.

Und hier kommen wir dann auch zum Punkt der KI. Die der Mitstreiter ist nämlich leider nicht immer so hoch, dass sie einem wirklich immer optimal zur Seite stehen. Schickt man ein Team während des Gefechts von Deckung zu Deckung, kann es schon einmal vorkommen, dass die Jungs eben nicht den kürzesten und damit sichersten Weg nehmen, sondern teils unlogische Wege einschlagen - hin und wieder auch direkt an der gegnerischen Front vorbei. Wenn man dabei dann einige Teammitglieder verliert, ist das schon ärgerlich.

Die Gegner agieren dabei aber auch nicht wirklich clever. Sie suchen zwar immer nach einer bestmöglichen Deckung und verändern auch regelmäßig ihre Stellung. Trotzdem scheint es so, als wenn sie die Tatsache, dass sie gerade flankiert werden könnten, überhaupt nicht interessiert. Hat man also mal das Schlachtfeld umrundet und steht den Gegnern seitlich gegenüber, sind diese fast immer ungeschützt und schauen konzentriert nach vorne. Erst beim ersten Schuss suchen sie dann wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen nach neuer Deckung, wobei dann aber meistens die frontal angreifenden Kollegen eine freie Schussbahn haben.

Überhaupt: Deckung ist in "Hell’s Highway" das A und O. Mauern und Wände eignen sich dafür natürlich am besten, aber auch Holzzäune und Heuhaufen geben Schutz - zumindest anfangs. Nicht massive Deckungsmöglichkeiten fallen bei Beschuss nämlich nach und nach auseinander, weswegen man solche des Öfteren wechseln muss. Rein vom Gameplay funktioniert das Ganze jetzt ähnlich wie in "Gears of War". Per Knopfdruck duckt man sich hinter einem niedrigen Hindernis oder presst sich an eine Wand. Nun kann man per Stick die Deckung in beliebiger Richtung verlassen, um den Gegner mit eigenen Schüssen gehörig unter Druck zu setzen.

Ansonsten bleibt das Gameplay wie gesagt recht eintönig - auch wenn die Missionen an sich recht abwechslungsreich gestaltet sind: Vorwärts bewegen, Deckung suchen, Feind angreifen sowie erledigen, und weiter zum nächsten Checkpoint. Abwechslung wird hin und wieder mit Panzermissionen geboten, in denen man kurzfristig in die Haut eines Panzerführers schlüpft. Im Vergleich zu früheren Spielen der Reihe, sind solche Momente aber seltener geworden.

Technisch macht "Brothers in Arms: Hell’s Highway" einen sauberen Eindruck. Die Grafik gewinnt zwar keine Preise, sieht aber doch recht stimmig aus. Explosionen sind gewaltig in Szene gesetzt, Staubwolken super voluminös und das nächtliches Eindhoven fast schon romatisch - wären da nicht die feindlichen Bomber am Himmel. Einzig und alleine fehlen hier und dort ein paar Details, weshalb die Szenerie hin und wieder etwas steril wirkt. Dagegen macht der Sound aber alles richtig. Kräftig wummert der Bass aus den Lautsprechern, wenn Bomben neben einem einschlagen, zischend fliegen einem die Kugeln um die Ohren.

Neben der Einzelspielerkampagne bietet das Spiel natürlich auch Matches via Xbox Live. Bis zu 20 Spieler können so in die Schlacht ziehen, um z.B. in teambasierten Spielen sich gegenseitig die Hölle heiß zu machen. Dabei sind übrigens wie in der Kampagne auch Squads möglich, die dann von einem gewählten Leader angeführt werden.


1 Fazit

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28.10.2008 / Demo ab heute 17.10.2008 / Teil drei der Reihe im Test

Kommentare

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Marc
Ja, ist mir aber auch erst beim Korrekturlesen aufgefallen... ^^

19.10.2008 / 11:43 Uhr / Marc

Dekurio
"Bombeneinschläge auf der rechten Seite"
... Anspielung an die damalige Lage ? :nuts: = Nuts

17.10.2008 / 17:50 Uhr / Dekurio

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