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Grand Theft Auto IV - Zurück in Liberty City

06.05.2008 / 11:04 Uhr / C. Phiesel

Lange haben Fans aus aller Welt auf den neuesten Teil der GTA-Reihe gewartet, jetzt ist es endlich soweit: Grand Theft Auto IV ist im Handel erhältlich. Ob der Titel wirklich der potentielle Blockbuster ist und wirklich das Spiel des Jahres ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Die Story ist - wie auch bei den etlichen Vorgängern von GTA IV - vielseitig verstrickt und immer wieder für eine überraschende Wendung zu haben. Alles beginnt mit der Ankunft von Niko Bellic, einem russischen Kriminellen, der schon viel zu viel Dreck am Stecken hat und keine andere Wahl hat, als aus seiner Heimat zu flüchten, im Hafen von Liberty City. Das beste Reiseziel scheint für ihn Amerika zu sein, das Land der Träume und der unbegrenzten Möglichkeiten. Auch sein Cousin hat es hier zu etwas gebracht, so wurde es ihm zumindest berichtet. Die Realität in Liberty City sieht aber wesentlich anders aus. Gleich nachdem ihn sein Cousin vom Hafen abgeholt hat und Niko zu sich nach Hause einlädt, wird klar, dass ein kleines verdrecktes Appartement nichts mit schönen Frauen, Palästen, Sportwagen und jeder menge Geld zu tun hat. Glücklicherweise waren diese Versprechen aber nicht die Hauptgründe für Nikos Anreise. Es gilt eine offene Rechnung aus seiner dunklen Vergangenheit zu begleichen. Die Möglichkeit dazu soll ihm Liberty City geben.

Wie bereits erwähnt, beginnt das Spiel in einem schmierigen Appartement in Liberty City. Niko bekommt Anfangs noch vereinzelt Aufträge von seinem Cousin Roman, welcher jedoch wirklich ein unbeschreibbarer Versager und Angsthase ist, da er neben seinen großen Reden, die er schwingt, nichts Sinnvolles auf die Beine gestellt kriegt. Mit der Zeit lernt man in verschiedenen Missionen auch neue Leute kennen, die wiederum auch neue Aufträge zu verteilen haben. Mit Tätigkeiten, wie zum Beispiel Schutzgeld eintreiben oder Fahrzeuge stehlen verdient man so sein Geld und kommt über die Runden. Mit der Zeit legt man sich dann auch schon mit den großen Gangsterbossen an, was aber auch dazu führt, dass man im Nachhinein noch mehr Ärger an der Backe hat, als vor der meist blutigen Auseinandersetzung. Niko muss sich erst einmal zurechtfinden und gelangt auch schnell in sein alt bekanntes Milieu zwischen Leichen und Geldgeschäften.

Freundschaften müssen gepflegt werden, sonst gehen sie in die Brüche. Genauso wie Beziehungen. Was kann man dagegen machen? Richtig: Man geht einfach mal einen trinken oder unterhält sich bei einer gemütlichen Partie Billard oder Dart über die aktuelle Lage auf der Straße oder man schiebt eine ruhige Kugel auf der Bowlingbahn. Das stärkt nicht nur die Beliebtheit, sondern eröffnet dem Spieler mit einem bestimmten Grad an Sympathie auch ganz neue Wege, um beispielsweise an neue Waffen zu kommen. Ganz klar: man kann sich auch gemeinsam einen hinter die Binde kippen, wobei dann wieder die Spielverderber in den weißen Autos und den bunten Lichtern auf dem Dach hinter einem her sind, was im Endeffekt wiederum nicht ganz billig wird. Schade eigentlich, denn wer schon immer mal wissen wollte, wie es ist, wenn man betrunken Auto fährt, der kann das in GTA IV gerne einmal ausprobieren. Der hohe Promillewert wird dabei durch hektisches Kameraschwenken und ständige Lenkbewegungen des Autos simuliert. Beides zusammen bilden dabei die schlimmste Trunkenheitsfahrt aller Zeiten.

In Sachen Grafik, Sound und Technik macht Rockstar einen gewaltigen Sprung nach vorne. Neue Konsole und somit neue Möglichkeiten, in aufwendige Animationen, Details und Soundeffekte zu investieren, ohne das dabei der Spielspaß wegen langer Ladezeiten oder ruckelnden Spielflusses auf der Strecke bleibt. Liberty City lebt wirklich, und das alles sogar ohne der Hilfe von Niko Bellic. Bei genauerem Hinsehen bemerkt man viele Details, die einem beim normalen Durchspielen gar nicht auffallen würden: Beim Öffnen der Autotüren geht die Innenbeleuchtung an, das Radio hört man auch außerhalb von Autos, die Musik hört man lauter, wenn die Fahrzeuge offen sind und man kann sogar das Fernlicht einschalten. Alles kleine Details, die aus Liberty City eine lebendige Stadt machen. Die Menschen gehen ihren Tagesabläufen nach. Ein Drogendealer ist beispielsweise die ganze Zeit unterwegs, um sein Zeug los zu werden. Faszinierend sagen wir. Am Meisten haben es uns aber die beeindruckenden Explosionseffekte angetan. Brennende Wrackteile fliegen durch die Luft und ziehen dabei einen schwarzen Rauchschleier hinter sich her, eine dunkle Rauchwolke steigt in den Himmel hinauf und die Flammen lodern erstaunlich realistisch in den total verkohlten Wracks. Im Vergleich zu GTA San Andreas hat sich aber nicht nur etwas in Sachen Grafik getan: Auch an Realismus hat GTA IV einiges zugelegt. Brettert man zum Beispiel mit überhöhter Geschwindigkeit vor einen Baum, kann es schon einmal vorkommen, dass es unseren Statisten durch die Frontscheibe katapultiert. Selbst schuld, wenn man sich nicht anschnallt. Vorbei sind die Zeiten, in dem der Charakter durch einen vorgeskripteten Bewegungsablauf zu Boden geht. Dank neuer Physik-Engine namens Euphoria, welche die Bewegungen von Passanten und Gegenständen berechnet, wirkt das ganze noch viel realistischer als noch zu Zeiten von GTA III Zeiten.

Ein kleines Manko sind allerdings die teilweise noch pixligen Echtzeitschatten von Charakteren und Fahrzeugen. Zudem sind viele Umgebungen zu dunkel. Leider hat auch der aktuelle Teil wie auch sein Vorgänger noch mit vereinzelten Popups zu kämpfen. Dennoch beeinflussen diese Sachen das Gesamtergebnis nicht im Geringsten und bringen dem Spielspaß keinen Abbruch. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig könnten auch die neuen Kameraperspektiven sein, in welchen man nun die Fahrzeuge sehen kann. Die starre Kameraperspektive hinter den Fahrzeugen gibt es nicht mehr. Stattdessen muss man, wenn man in einer Kurve schneller sehen will, wo man hinfährt, manuell mit dem rechten Analogstick nachschwenken, damit man nicht plötzlich von einem Müllwagen überrascht wird, der die gleiche Spur benutzt.

In den Schießereien, die während des Spielverlaufes auftreten, kann sich der Spieler das neue Deckungssystem zu nutze machen. Zum einen ist es hilfreich, um sich vor dem Kugelhagel der Angreifer zu schützen, allerdings ist es auch gar nicht so einfach, mit diesem neuen System klar zu kommen. Kaum ist man hinter einer Deckung, kann man beispielsweise nur einmal aus der Deckung schießen, bevor man sich widerwillig wieder dahinter abduckt, um noch einmal aus der Deckung zu spähen und noch einmal einen einzelnen Schuss aus der Pistole oder der Pumpgun abzugeben. Allerdings fallen die Schießereien realistischer aus. Auch die Umgebung lässt sich nun zumindest teilweise zerstören. Bei einer Schießerei in einer Lagerhalle fällt eine Säule nach ständigem Beschuss langsam aber sicher auseinander und ihre Einzelteile bröckeln zu Boden. Genial sind auch die Trefferzonen an den Gegnern. Sie sterben beispielsweise bei einem Treffer in den Kopf oder dem Brustbereich sofort. Ein kleines, aber feines Detail.

Neu ist auch die Kommunikation über das Handy. So ziemlich alles lässt sich über das Handy steuern und auch einstellen. Zum Beispiel gelangt man erst über das Handy in den Multiplayer, man kann Leute aus dem Telefonbuch anrufen und nach anstehenden Aufträgen fragen oder einfach mal die Freundin kontaktieren und hören, wie es mit einem Date aussieht. Auch scheinbar zufällig auftretende Reklame an Bushaltestellen ist oft mit einer Nummer versehen, welche dann über das Handy angerufen werden kann. Eigentlich simpel aber gleichzeitig auch eine raffinierte Idee.

Die Spielwelt wurde zwar rein äußerlich scheinbar nicht großartig erweitert, aber wenn man genauer hinsieht, stellt man schnell fest, dass es mittlerweile auch innerhalb von Gebäuden heiß hergehen kann. Als man noch zu San Andreas-Zeiten um ein Gebäude herum gehen musste, um auf die andere Seite zu kommen, kann man nun auch einmal eine gelungene Abkürzung mitten durch das Haus oder durch den Hinterhof nehmen. Jedoch sollte man sich nicht darauf verlassen, dass man jetzt jedes Haus betreten kann. Immer noch gibt es auch Türen, die verschlossen bleiben.

Die wechselnden Wetterbedingungen auf den Straßen von Liberty City bringen auch eine gewisse Art von Abwechslung in das Spiel. Ob Nebel, Sturm, Regen, Sonnenschein oder einfach nur bewölkter Himmel, ob am Tag oder in der Nacht. Zudem hat das Ganze auch noch Auswirkungen auf das Fahrverhalten. So sollte man sich beispielsweise nicht mit einem Motorrad bei starkem Regen in eine zu enge Kurve legen.

Der Multiplayer ist auch schnell erklärt. Kamen die Vorgänger noch ohne diesen Modus aus, kann man in GTA IV zusammen mit Freunden durch die Straßen von Liberty City heizen, um die gegnerischen Gangs mit Kugelhagel entweder zum Rückzug zu bewegen oder über den Jordan zu schicken. Der Ablauf ist recht simpel: Man startet an einer beliebigen Stelle in Liberty City mit seinem Team und los geht's. Anfangsbewaffnung ist standardgemäß die Pistole, welche aber durch das Aufsammeln von anderen Waffen in den einzelnen Stadtteilen eher unwichtig wird. Nachdem sich das Team bewaffnet und jeder in sein eigenes Vehikel oder alle in das gleiche Fahrzeug einstiegen sind, kann der Bandenkrieg beginnen. Jetzt nur noch schnell ein gegnerisches Team finden und bekämpfen. Bleibt nur zu hoffen, dass ein Gegenspieler nicht schneller am Raketenwerfer war als das eigene Team.


1 Fazit

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Kommentare

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Thomas
Ich werd's mir auch holen! *thumbsup*

19.05.2008 / 08:16 Uhr / Thomas

Wolfgang
echt geniales game, dass man haben muss ;) = Zwinker

08.05.2008 / 13:33 Uhr / Wolfgang

Christian
Ich find´s gut :) = Smile

07.05.2008 / 20:28 Uhr / Christian

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